Mal ein kleines Update ...

04.05.2011



Mittlerweile bin ich mit dem Leerräumen ein gutes Stück weiter gekommen (fragt nicht ...). Also mit Architekt durch. Ergebnis: nach seiner Ansicht ist das Balkenwerk im Wesentlichen in Ordnung, so dass man keine Unsummen in eine Sanierung des eigentlichen Fachwerks wird stecken müssen. Wir werden uns dass ganze nochmal systematisch zusammen mit Archi und einem Zimmermann anschauen. Soweit die guten Nachrichten.
Von einer "Generalplanung" haben wir Abstand genommen. Der Architekt schätzt die Kosten für eine komplette Sanierung durch Fachfirmen auf grob 500.000€, was bei 250qm Grundfläche des Hauses und rund 17m Firsthöhe wohl nicht übertrieben ist. Das alles in vorhinein komplett zu planen, ist schlicht zu teuer. Also folgender Plan: Wir legen die Raumaufteilung etc. im vorhinein fest (also etwa LP1 nach HOAI) und gehen das mit dem Architekten durch. Dann planen wir abschnittsweise, mit Beratung durch den Architekten. Wo es baurechtlich/statisch/bauphysikalisch nötig ist, macht er die Planung.
Da wir nicht kurzfristig einziehen müssen, können wir uns die nötige Zeit nehmen.
Der größte Teil der vorhandenen Wohnung ist nachträglich "eingebaut", wir haben uns mittlerweile entschieden, das komplett rauszukloppen, inklusive der in einem früheren Posting erwähnten Zwischendecke. Elektroinstallation und Heizungsrohre sind ziemlich reingefriemelt und kommen auch weg, also können wir relativ kompromisslos planen.
Vorweg müssen noch die finanziellen Details geklärt werden, ich hoffen mal, dass wir im Juli loslegen können. Bis dahin werde ich mich mit der Beseitigung von vielen vielen qm Urwald beschäftigen ;-)



Andersherum:



Es könnte leicht zu teuer werden, das Ganze vorher NICHT komplett zu planen. Wenn sich der Architekt auf Euere Idee einlässt, stellt sich die Frage nach seiner Kompetenz. Statische Fragen, Leitungsführungen, Heizungsdimensionierungen, Dämmaßnahmen u.s.w. können nicht abschnittsweise geplant werden.

Die Ausführung lässt sich dann strecken.

Grüße

Thomas



Das Grundkonzept



sollte stehen und dann nicht weit davon abweichen.
LPh 1 wird da etwas zu wenig sein!

Bis 4 wäre sinnvoller - evtl ein Teil von 5 noch.

FK



Planung



Ich ergänze:
Um eine Baugenehmigung werden Sie bei der Gebäudehöhe nicht drumherumkommen. Deshalb also Minimum LP4, besser bis LP5.

Viele Grüße



Vielleicht war das etwas missverständlich ...



Also, wir machen selbst ein Grobkonzept und die Bestandsaufnahme für alles (ein Freund von mir ist Vermessungstechniker, einen brauchbaren Grundriss sollten wir hinbekommen), und gehen das mit dem Architekten durch, und zwar für's ganze Haus. Damit sollten wir ungefähr bei LP2 angekommen sein, und auf der Grundlage überlegen wir uns sozusagen Bauabschnitte. Ob das zuerst "Heizung/Installation" oder "Wohnzimmer" ist, wird dann das Ergebnis der Vorplanung sein. Für die einzelnen Abschnitte müssen wir dann jeweils entscheiden, was der Architekt macht/machen muss.

Zur Verdeutlichung vielleicht: Wir wissen z.B. noch nicht ob, und wenn ja wann wir den Dachboden ausbauen wollen. Das hängt z.B. davon ab, ob unsere Tochter dort noch einzieht oder ob wir solange sanieren, bis Sie 'ne eigene Wohnung hat ;-) Dafür brauchen wir also auch noch keinen Plan, aber natürlich müssen wir von Anfang an wissen, wo im Fall des Falles eine Treppe untergebracht werden kann. Und natürlich bräuchte es dafür eine Baugenehmigung, also LP4 durch Architekt, aber eben erst dann, wenn's gebraucht wird.

Wenn wir bis LP4 alles komplett planen lassen, sollte das so runde 10-12.000€ kosten, was ich nicht per se zu viel finde, aber nicht vorneweg für Dinge, die wir vielleicht erst in Jahren, wenn überhaupt angehen. Dann gebe ich lieber zusätzlich was dafür aus, dass der Architekt uns bei der Ausführung auch mal auf die Finger schaut.

Aber erklärt mich ruhig weiter für verrückt, machen alle meine Bekannten auch ;-P Und nach wie vor bin ich ja dankbar dafür, wenn an der richtigen Stelle gebremst wird.