Kosten für den Abriss von Nebengebäuden aus Backstein

28.07.2013



Hallo zusammen,

meine Frau und ich tragen uns mit dem Gedanken, ein Haus zu erwerben. Auf dem Grundstück stehen direkt an das Haus (einseitig) angebaut ein Nebengebäude (ehemals Stall) und eine Scheune.

Da wir keine Verwendung für diese Gebäude haben werden und diese auch in die Jahre gekommen sind, möchten wir diese gern abreissen lassen.

Ich habe gelesen, dass es Firmen gibt, die hierfür die gewonnenen Materialien anrechnen. Kennt ihr solche Firmen, die dies für "neen Appel und n Ei" fachgerecht erledigen? Bzw. was wird der Abriss in etwa Kosten?

Hier die Eckdaten:
PLZ: 31832 Springe
Baujahr: unbekannt, wird um 1920 geschätzt
umbauter Raum: ca. 1.350 m³
Grundfläche: ca. 220 m²
Die Scheune ist komplett aus Backstein gemauert. Das ehemalige Stallgebäude enthält einige Fachwerkelemente und ein Raum ist (vermutlich in den 90ern) modernisiert worden. Ansonsten sind die Gebäude augescheinlich aus dem Ursprungsbaujahr.

Des weiteren befindet sich auf dem hinteren Teil des Grundstückes noch ein freistehendes sogenanntes Kalthaus (vermutlich auch aus 1920) ebenfalls aus Backstein. Wandstärke dürfte hier gut 80cm sein (war zur Lagerung von Eis und Kühlung von Lebensmitteln verwendet).
Umbauter Raum ca. 350 m³, aber eben sehr dicke Wände und ca. 8 m hoch.
Wie teuer ist es, sowas abreissen zu lassen?

Achja, die Objekte sind nicht denkmalgeschützt und es bestehen keine städtebaulichen Einschränkungen bzw. Auflagen.

Vielen Dank vorab.



Für nen Appel und Ei



ist ein Witz oder?

Es kommt hier ja öfter vor das Scheunen und Nebengebäude großzügig angeboten werden ,nachdem Motto Abbau gegen Material.
Ich habe in den letzten Wochen eine dreihundert Jahre alte Scheune abgebaut ohne Kran oder Gerüst ,nur mit Seil und Flaschenzügen und verdammt viel Arbeit ,zum einreissen hätte ein Stahlseil und ein Radlader genügt!
Das kann jeder Depp!
Wenn ihr wissen wollt was der Abriss kostet wendet Euch an ein Abrissunternehmen ,das werden dann ziemlich viele Äppel und Eier.
Rein gesetzlich dürfen auch nur die das machen.

Grüße Martin



und



auch für den Abriß braucht man Genehmigungen. "Backsteine" gibt es genug - da stellt sich keiner hin und macht für Euch die Arbeit - maximal könntet Ihr die sauberen Ziegel (Trümmerfrauenarbeit) preiswert abgeben. Das teuerste am Bau ist heute die Arbeitszeit.



Am



billigsten wird es vermutlich, wenn da die Profis mit dem Bagger durchfahren, dann ist das in ein paar Tagen erledigt.

Ziegelsteine werden hier für 50 Cent/Stück gehandelt, oder 90 wenn sie das schöne Wienerberger-Wappen mit Doppeladler haben, damit lässt sich kein großer Gewinn machen. Trotzdem gibt es offensichtlich Firmen, die es lohnend finden 2 Leute auf die Baustelle zu schicken und Mörtel abklopfen zu lassen, sonst gäbe es diese Altziegel ja nicht regulär im Handel.



Moin



Ich hab noch einen Kostenvoranschlag hier liegen von 2007 für Abriß von 2116,75 qbm umbautem Raum, Ställe, Scheune, Haus, da wären es 97370,50 Euronen...
War gedacht für das Finanzamt um denen zu beweisen daß die Abrißkosten den Grundstückswert übersteigen.
Billiger dürfte es nicht geworden sein in 6 Jahren, sicherlich gibt es außerdem noch regionale Unterschiede

Grüße aus Thüringen
Micha





Hallo,

Ausschreibungsergebnisse aus NRW: zwischen 30 und 45 Euro/m²,
je nach (störendem) Holzgehalt.
Eisen kann recycelt werden. Schadstoffe, wie PAK (Dachpappen)
und Asbest (Eternitdach) sowie Blei (Rohre, Farbanstriche) kosten extra.
Seitdem Kinderarbeit verboten ist, lohnt auch das Abklopfen und Aufarbeiten der Ziegel nicht mehr.

Grüße



Hm



" Seitdem Kinderarbeit verboten ist, lohnt auch das Abklopfen und aufarbeiten der Ziegel nicht mehr."
Komisch, warum sah ich dann letzte Woche zwei Männer mit Maurerhammern und Schaufeln auf einem Abbruchgelände? Und wieso bieten einige Baustoffhändler Altziegel auf Palette an?





Hallo Kellergassenkatze,

im Einzelfall weiß ich das natürlich nicht. Aber einige Unternehmer haben wenig Hemmungen, Migranten zu Löhnen zu beschäftigen, zu Denen kein Westeuropäer arbeiten würde.
Bei 4,50 € Stundenlohn geht es eben wieder.
Und dem Zoll ist es zu mühsam, nachzuschauen.

Grüße