Abgetötet Kalkfarbe




Hallo!
Ich habe von Kalk Laden 30 Monate eingesumpfte Sumpfkalkfarbe für die Wände und Mineralpigmente sowie von Dullinger Malerkalk 12 Monate eingesumpft für die Decken.

Nun schreiben manche, dass bei den empfohlenen 3-5 Anstriche erst der letzte Anstrich mit den eingesumpften ein und beigefügten Pigmenten erfolgen soll, bei anderen findet man diesen Hinweis nicht. Klar ist, dass der erste Anstrich auf den neuen Putz ohne Pigmentzugabe erfolgen soll. Aber die weiteren?

Soll ich das Wasser zum einsumpfen der Pigmente dazurechnen, um die Verdünnung von Kalk:Wasser auf exakt 1:3 zu erreichen?

Kann ich eingesumpfte aber unvernrauchte Pigmente wieder trocknen lassen und Jahre später verwenden?
Wie langeht ist geöffnete Kalkfarbe haltbar?

Wie ist das, wenn nach Jahren ein neuer Anstrich mit anderer Farbe erfolgen soll? Einfach weiß Streichen und dann gemäß Frage 1 weiter bearbeiten?

Sollte ich die Luftfeuchtigkeit nur für 1 Stunde nach dem Anstrich hoch halten (Fenster zu) oder für 24 Stunden bis zum nächsten Anstrich?

Danke für eure Hilfe!





Beim Kalkladen findest du eine umfangreiche Anleitung, die alle Fragestellungen erschöpfend bedienen sollte.

Insbesondere den Hinweisen zur Pigmentzugabe und Bemusterung solltest du nachgehen.

Die Verdünnungsrate ist ein guter Richtwert, muss aber nicht ganz exakt eingehalten werden.

Farbige Anstriche werden mit einem ersten Anstrich ohne Pigmente weiß unterlegt.

Die Pigmente könnte man wieder trocknen lassen. Bei pigmentierter Kalkfarbe kann sich bei längerer Lagerung der Farbton leicht verändern (je nach Beständigkeit). Reiner Sumpfkalk ist mit Wasserüberstand, frostfrei praktisch unbegrenzt lagerfähig.

Die Räume während der Trocknungszeit der Anstriche, dann und wann stoßlüften.





Hallo. Ja, es wird erklärt, wie zu verfahren ist. Jedoch widersprechen sich die Vorgaben, wonach einmal nur der erste Anstrich ohne Pigmentzugabe zu erfolgen hat und das andere Mal alle Anstriche bis auf den finalen ohne Pigmentzugabe zu erfolgen haben.

Was wäre ratsam, um sowohl einen kräftigen Farbton zu erreichen sowie WolkigkeIT zu vermeiden?



n guter rat



wäre nimm Silikatfarbe wenn du Wolkigkeit ausschliessen willst,und Farbbrillianz bevorzugst..

Ein Guter Kalkanstrich ist ganz klar vom Talent des Malers abhängig,man braucht sehr viel genauigkeit und noch mehr Erfahrung im umgang mit der Kalkbürste.
wie das genau geht kann man nicht schreiben das kann man nur lernen...
und wie man sowas ganz genau macht habe ich letztes mal bereits erwähnt...
und ich hatte schon die Hoffnung der Kalk wäre schon lange Dran:)

greets Flakes..





Nur den ersten Anstrich weiß, dann 2-3 mal mit der abgetönten Kalkfarbe darüber. (Nur) Dem ersten (weißen) Anstrich kann etwas Leinöl (0,5 Prozent, also 5 ml pro 1 Liter Kalkteig) zugegeben werden.

Die "Wolkigkeit" ist materialtypisch und wird anderswo ja gerade als "authentische Anmutung" ausgelobt.

"Kräftige" Farbtöne sind mit einer Kalkfarbe begrenzt erreichbar. Eisenoxidpigmente haben die höchste Färbekraft. Da solltest du in jedem Fall Muster anlegen und das Ergebnis prüfen.

Wenn mehr Pigment möchte müsste man andere Bindemittel zusetzen.

Oder man geht zur (Kalk-) Kaseintechnik über da sind "Volltöne" machbar.

Ich weiß ja nicht was genau du da jetzt für ein Ergebnis planst.





Auch bei stark abgetönten " reinen" Silikatfarben ist die Wolkigkeit charakteristisch.





Aha





Genau genommen hat mir der Generalimporteur in Österreich für Kreidezeit-Produkte sogar von Reinsilkatfarben abgeraten, der Anstrich ohne Erfahrung noch wolkiger gerät.





Die Silikatfarben sollten wir lieber den Fachverarbeitern überlassen. Die sind auch nicht auf jedem Untergrund optimal.

Mit deinen Kalkmaterialien bist du doch schon auf einem guten Weg.

Du kannst ja auch nochmal den Herrn Kenter vom Kalkladen anrufen, der kennt sich aus.

Er empfiehlt auch bei stark saugenden Untergründen eine verdünnte Seifenlösung vorzulegen. Auch kann dem Kalkteig Magermilch 3/4 Liter auf 5 Liter Kalkteig zugesetzt werden, sowohl beim Grund-, Zwischen-, wie Schlussanstrich. Das Leinöl läßt man dann weg. So kann der Anstrich noch weiter verbessert werden.

Wobei ich jetzt nicht weiß ob fettarme Milch bei dieser Empfehlung der Magermilch gleichzustellen ist.

Das kannst du ja mal erfragen.





Ich habe jetzt extra von Kalk-Laden bestellt, um Kalkfarbe frei von organischen Zusätzen zu haben und dann soll ich dich wieder Milch als Ersatz für Zellulose reinschütten?

Herrn Kentern kann ich leider nichs mehr fragen, den habe ich verärgert mit einer Kostenersatz-Forderung, weil er meine drei Eimer und ein paar Bürsten in vier Kartons verschickt hat, was mich mit Logo dann teuer kam.
Ist es so, dass mehrere Farbeimer auch nicht mit passgenauen Styoropor-Halterungen sicher versendet werden können?

Zu einer weiteren Frage:
Ich muss ob meiner bescheidenen Spachtelfertigkeit fast die ganzen Wände per Hand nachschleifen. Baumit meint in seinem technischen Datenblatt, dass dann eine Grundierung anzubringen ist. Kann das wahr sein? Eine mineralische Grundierung ist nämlich kostspielig.





Mit was hast du denn (vollflächig?)gespachtelt?

Verwende doch einen Doppellblattspachtel das ist doch von der Handhabung recht einfach.

Da könntest du ja die Seifenlösung zur Grundierung verwenden, die gleicht ja unterschiedliches Saugverhalten aus.





Mit einer Breitspachtel und einer Glättkelle. Ich verstehe die Funktionsweise der Doppelblattspachtel absolut nicht.

Eine Seifenlösung, wie sie in jeder Flüssigseife vorhanden ist, könnte ich mit Wasser vermischen und dann auf die Wand auftragen? "Schmiert" die Wand dann nicht, wenn man diese Lösung nicht intensiv nachher abwäscht?

Es stimmt also, dass geschliffener Kalkzementputz (mit erhöhtem Kalkanteil) unterschiedliches Saugverhalten aufweist und bei mineralischen Anstrichen dann unerwünschte Fleckenbildung die Folge wären?





Na auf dem Doppellblattspachtel legst du das Masse auf und ziehst dann die Fläche damit ab.

Ich meinte vielmehr welches Material der Spachtel ist.





Baumit KlimaSpachtel sowie Baumit KlimaGlätte.
http://www.baumit.at/pimdam/AT/pdb/PDBL_KlimaGl_tte.pdf





Die Kalkglätte sollte doch gut überstreichbar sein. Eine besondere Grundierung brauchst du da nicht. Bestenfalls um das unterschiedliche, oder starkes Saugverhalten auszugleichen. Aber wenn das flächig aufgetragen wurde ist das eventuell auch nicht nötig.

Ich würde da entweder einen stark verdünnte Kalkkaseinleimlösung auftragen oder eine Seifenlösung 10 g (Oliven-) Seife oder Kernseife (keine Flüssigseife) in 5 Litern heißem Wasser auflösen, nach dem abkühlen streichen. Dann mit der Kalkfarbe in die (noch) Feuchte Fläche streichen.

Die Seife schränkt so kurzfristig die Kapillarität des Untergrundes ein und lässt so dem Anstrich länger das Wasser.



Dominik Auer



Eine Frage hätte ich noch:
Die Zugabe von Pigmenten von 5% bezieht sich auf den verdünnten oder unverdünnten Wert? Bei 20kg Kalk, welches mit 60 Liter Wasser vermischt werden soll, wären dann 4kg Pigmente nötig (5% von 80), ignoTiere ich die 60kg Wasser, wären es nur 1kg Pigment.





Die 5 % sind so eine pauschale Handwerkerregel und bezieht sich auf das Volumen (!) vom (unverdünnten) Kalkteig.

Um bei dem Beispiel zu bleiben können 20 kg Kalkteig, dass sind etwa 15 Liter demnach mit bis zu 0,75 Litern Pigment abgetönt werden.

0,75 Liter Pigment (Eisenoxidrot) wiegen 1,25 kg.



Innenwandfarbe



Wenn ich mir Deine Fragen so anschaue, Wasti:
Wäre es für Dich als Laie nicht einfacher, billiger und viel schneller gewesen statt der Kalkfarbe eine stinknormale Innenwandfarbe auf Dispersionsbasis zu nehmen?
Die macht Dich weder krank noch verhindert sie das "die Wand atmen kann" wie es neuerdings so schön heißt.



Dominik Auer



Das höre ich zum ersten Mal, dass Dispersionsfarbe diffusionsoffen ist. Ich habe mich für Kalkfarbe entschieden, da ich sämtliche Altanstriche entfernt habe und ich damit die Vorteile einer mineralischen Farbe voll ausspielen wollte. Ist klar, dass Dispersionsfarbe auf einem Berg voll alten organischen Farbschichaten vertretbar ist.



Innenfarbe


Innenfarbe

Wie hoch die Diffusionsfähigkeit einer Farbe ist hängt von vielen Faktoren ab. Eine diffusionsdichte Beschichtung die Sie meinen ist eine DAMPFSPERRE.
Normale Innenwandfarben sind keine Dampfsperren und haben keinen praktischen Einfluß auf das Raumklima, es sei denn man benutzt solche sperrenden bzw. bremsenden Beschichtungen wie einen kompletten mehrmaligen Ölfarbanstrich auf Wände und Decke oder einen Latexanstrich.
Kalkanstriche sind im Prinzip so diffusionsoffen das der Putz darunter in seiner Sorptionsfähigkeit nicht eingeschränkt ist. Es hängt also vom Putz ab.
Was hat das für einen Einfluß auf das Raumklima: Theoretisch werden damit kurzzeitig auftretende Feuchtespitzen schneller abgebaut, die Luftfeuchte wird sorptiv in den Wandputz eingelagert und zeitverzögert wieder an die Raumluft abgegeben. Solche sorptiven Einlagerungen gibt es auch bei Möbeln, Teppichen, Vorhängen... Der Effekt klingt zwar schön aber einmal Lüften bringt viel mehr als solche Einlagerungen. Bei Innenfarben auf Dispersionsbasis ist der Sd- Wert zwar etwas höher, das hat aber keinen praktischen Einfluß auf das Raumklima. Kurzzeitige Feuchtespitzen treten in der Küche oder im Bad beim Duschen auf. Die Lüftung ist der bestimmende Faktor.
Ein paar Zahlen: Kalkanstriche haben einen Sd- Wert zwischen 0,02 bis etwa 0,05. Ein Kalkputz um die 15. Ein Anstrich auf Dispersionsbasis um die 1,4. Schon eine leichte Spreizung beim Putz bei der Schichtdicke kann da höher sein.



Innenwandfarbe


Innenwandfarbe

Hier noch nein paar Zahlen zum Thema Sorption (Quelle Wienerberger Baukalender):



Diffusion und Lüftung


Diffusion und Lüftung

Zum Schluß noch was zum Thema "atmende Wand".
Stellen Sie sich den Raum mit der Ölfarbe und dem verdampften Wasser vor. Wenn da nach der halben Stunde gelüftet wird ist der Brodem weg, egal ob mit Ölfarbe, Dispersionsfarbe oder Kalkfarbe auf der Wand.





Hallo, habe jetzt den ersten Anstrich etwa 1:3 mit Wasser und 1-jährigem Sumpfkalk auf die nasse Decke durchgeführt. Es sieht so aus, kreidet nicht.
Klar ist, dass noch einmal gestrichen wurde. Gestrichen habe ich mit einer Deckenbürste aus Naturborsten, erst längs, dann quer zum Licht. Ist das Ergebnis in Ordnung oder Mängel aufgrund falscher Handhabung sichtbar?

Bin natürlich schockiert, da ich mir nicht so schlimm (streifig) mit Kalkfarben vorgestellt habe.

http://abload.de/image.php?img=20170410_171413ghsc1.jpg
http://abload.de/image.php?img=20170410_171405oxsd0.jpg
http://abload.de/image.php?img=20170410_171358uts2p.jpg





Fürs erste sieht es doch ganz ordentlich aus. Das der Kalkanstrich in seiner "traditionellen" nicht gleich die volle Deckkraft entfaltet ist klar.

Wenn du merkst das der Zwischenanstrich zu schnell anzieht, gib noch etwas Wasser dazu (1:3 bis 1:4). Ansonsten würde ich bei der in Verdünnung bleiben.



Fotos



Hallo Wasti,
die Fotos kannst Du hier direkt einstellen. Diesen Link mache ich jedenfalls nicht auf.





Hier kann ich pro Beitrag immer nur ein Foto einstellen. Abgesehen davon können sich kaum Viren in jpeg-Dateien verbergen.



Die Werbung



ist dermaßen penetrant. War auch das letzte Mal dass ich auf diese Seite bin.





Ich habe Adblock Plus für sowas.



Nimm ganz erinfach...



...einen Fachmann mit Fachwissen und langjährigher Kompetenz.
Wissenschaftliche Abhandlungen verhelfen dir leider nicht zum Ergebnis.
Haus im Glück wäre eine Alternative.
Bei Nichtgefallen einmal nachfragen, warum ein Maler das Malerhandwerk erlernt hat.

Hier ein kompetenter Tipp:

http://www.zaenker-kmm.de/





Hallo, habe jetzt zwei Mal und ein halbes Mal (bin nicht fertig geworden mit der Decke) gestrichen, frage mich aber, ob mir Fehler unterlaufen sind. Begründung:
Unterschiedliches Saugverhalten der Kalkfarbe bei Nässe (mit Gartenspritze), scheinbare Glanzstellen bei Trockenheit.
Ich habe viele Bilder geschossen, teilweise mit angenässter Kalkfarbe, teilweise trocken, vielleicht kann mir wer sagen, ob es passt oder nicht?
Weiters habe ich testweise mit dem 1-jährig eingesumpften Kalk von Dullinger
http://www.kalk.at/files/dullinger/downloads/Datenblaetter/deu/Malerkalk%20Datenblatt_deu.pdf

einmal eine Wandfläche wie üblich eingenässt mit der Gartenspritze und dann einmal von oben nach unten sowie links nach rechts gestrichen und rechts daneben einmal nur die Wand angetröpfelt (etwa 50% der Fläche mit Tröpfchen bedeckt) und ebenso gestrichen.

Ich wollte nach dem Trocknen am nächsten Tag die
Wischfestigkeit testen, zu meiner Überraschung ist die linke Farbe, die stark eingenässt war, weniger wischfest als die rechte, die aber auch nicht wischfest ist.
Hingegen ist die Farbe an der Decke, die ziemlich genau so stark eingenässt war wie die Farbe links wischfest!
Wie ist das zu erklären?
Anmerkung: An der Wand befindet sich HINTER der ~5mm Verspachtelung aus neuem Kalk-Zement-Putz alter Kalk-Zement-Putz, an der Decke ist öfters noch ein Rest Leimfarbe oder kreidende alter Kalkfarbe hinter meiner neuen ~5mm Verspachtelung.

Hier die Bilder bezüglich des Verdachts auf Sinterschichten:
https://picload.org/image/rcodioda/20170413_204436.jpg
https://picload.org/image/rcodiodl/20170413_204523.jpg
https://picload.org/image/rcodiodi/20170413_204609.jpg
https://picload.org/image/rcodiodw/20170413_204709.jpg
https://picload.org/image/rcodioar/20170413_204712.jpg
https://picload.org/image/rcodioaa/20170413_204732.jpg
https://picload.org/image/rcodioal/20170413_204736.jpg
https://picload.org/image/rcodioai/20170413_205640.jpg
https://picload.org/image/rcodioaw/20170413_205700.jpg
https://picload.org/image/rcodioor/20170413_205903.jpg
https://picload.org/image/rcodiooa/20170415_142528.jpg
https://picload.org/image/rcodiool/20170415_142634.jpg
https://picload.org/image/rcodiooi/20170415_142831.jpg
https://picload.org/image/rcodioow/20170415_143020.jpg
https://picload.org/image/rcodiolr/20170415_143025.jpg
https://picload.org/image/rcodiola/20170415_143036.jpg

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich zb. 1kg Pigment Orange eingesumpft habe in Wasser, dann aber zwei Zimmer im gleichen Farbton mit 5-6% Pigmentierung Streichen möchte, jedoch kein großer Kübel zur Verfügung steht, um ausreichend Kalkfarbe mit dem Pigment zu mischen? Da bräuchte ich locker ein 100 Liter Gefäß.

Zitat Mario:
"Die 5 % sind so eine pauschale Handwerkerregel und bezieht sich auf das Volumen (!) vom (unverdünnten) Kalkteig.

Um bei dem Beispiel zu bleiben können 20 kg Kalkteig, dass sind etwa 15 Liter demnach mit bis zu 0,75 Litern Pigment abgetönt werden.

0,75 Liter Pigment (Eisenoxidrot) wiegen 1,25 kg."

Ich habe jetzt beispielsweise einen Kübel mit Inhaltsangabe 9,5kg Kalkfarbe, in dem Kübel ist reichlich Wasser im Originalzustand zugegeben worden.
Wie kann ich meine Kalkfarbe in Kübel in Liter umrechnen bzw. worauf muss ich achten? Einen Messbecher habe ich, benötige ich eine Waage zusätzlich?
Ich nehme an ohne Waage geht hier nichts mehr, oder?





Eine Waage ist natürlich gut um eine möglichst exakte Mischung herzustellen.

Eine Abmessen nach Volumen ist bei größeren Mengen nicht so genau möglich.


Die Farbe solltest du aber schon in der benötigten Menge zusammen ansetzen.

Nachdem die Pigmente in den Kalkteig eingerührt sind kannst du den ja dann in mehrere Behälter verteilen und die Anwendungsverdünnung herstellen.

Die Dichte von Sumpfkalk beträgt 1,34 kg/l. So das ein Gebinde mit 9,5 kg Kalkteig fast genau 7 Liter ergeben müsste.

Davon 5 Prozent sind dann 0,35 Liter und bei 6 Prozent sind es 0,42 Liter.

Die Schüttdichte von Eisenoxidpigmenten dürfte so um die 1,65 kg/l betragen.

Ermittle doch mal deine Fläche und dann errechne deinen Kalkbedarf.

Für einen Quadratmeter brauchst du bei drei Anstrichen 0,2 bis 0,3 Liter Kalkteig.



Ein Malermeister....



....sitzt nicht umsonst etwa drei Jahre auf der Schulbank.
Warum kontaktierst du keinen kompetenten Fachmann?
Fachwerk.de ersetzt keinen Bildungsweg.
Kann nur beratend hilfreich sein.

Hier ein Kontakt zum anrufen:
Kirchenmalermeister
Kay Zänker

http://www.zaenker-kmm.de/mat_kalk.htm



Kalkfarbe wie rasch überstreichbar?



Hallo, bitte um rasche Antwort:
Stimmt es, dass man Kalkfarbe auch dreimal am Tag an die selbe Stelle, Wand, Streichen kann, wenn die Farbe soweit angezogen hat, dass man sie nicht mehr mit dem Finger verschmieren kann? Dann erspart man sich das anfeuchten und man kann schneller fertig werden?
Diese Info habe ich von einem Anwendungstechniker einer Kalkfarbenfirma erhalten, doch sie widerspricht sowohl dem technischen Datenblatt für eine Kalkfarbe dieser Firma als auch allen anderen technischen Datenblättern anderer Kalkfarbenprodukte anderer Hersteller, wo immer von einer Carbonatisierungszeit von 15-24 Stunden gesprochen wird, ehe ein weiterer Anstrich erfolgt?

@Udo Mühle:
Vielen Dank für deine Hilfe. Aber ich kann ja nicht einen Profi anrufen und kostenlos Ratschläge bekommen?





nach 8 Stunden Trockenzeit kann ein Folgeanstrich erfolgen.

Hier wird die Trockenzeit je nach Bedingungen mit 4-12 Stunden angegeben.

http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Marmor%20Sumpfkalk.pdf





Danke, aber der Anwendungstechniker Malermeister hat von wesentlich kürzerer Trochknungszeit gesprochen.
Im Zweifel werde ich der Mehrheit glauben, aber so jemand verrichtet ja sein Werk auch nicht ohne Plan.

"Der im Jahr 2015 gegründete Meisterbetrieb hat sich auf die Renovation und Instandhaltung alter und historischer Gebäude spezialisiert. Dabei ist die Erhaltung der Authentizität durch schonende Bearbeitungen orberste Priorität.

Verwendet werden ausschließlich traditionelle Materialien wie z. Bsp. Kalkputze und Farben aus dem Hause Dullinger. "





Ja sicher 4 Stunden könne auch reichen. Du musst halt schauen ob der Anstrich schon angezogen hat. Dann kannst du wieder drüber gehen ohne die vorgängige Lage aufzureißen.

Solange du ausreichend dünn arbeitest kann nichts passieren.



Warum....



...läßt du es nicht diesen Fachbetrieb ausführen?
Bei einer derartigen langen Diskussionsprolemik, könntest du schon längst fertig gewesen sein.





Woran merke ich, dass es gut angezogen hat? Und muss ich nach 4 Stunden nicht doch wieder mit der Gartenspritze anfeuchten? Soll die Luftfeuchtigkeit die ganze Zeit über hoch bleiben? Sie wäre bei 75-85 Prozent bei 18 Grad Raumtemperatur?
Ich habe Angst vor Versicherungen.

@Udo:
Ich kann mir professionelle Hilfe nicht leisten. :(





lass die Gartenspritze beiseite. Ich würde schauen wenn der Anstrich anfängt deckend aufzutrocknen. Bei der niedrigen Temperatur würde ich 6-8 Stunden warten. Wenn der Pinsel nicht flott genug läuft dann gib noch etwas Wasser dazu.



Bitte, bitte



Wasti, folge Mario und probiere es einfach aus. Wenn die vorherige Lage nicht runtergewaschen wird ist es gut.





Mario, die Gartenspritze lasse ich beiseite, wenn der Folgeanstrich anfängt zu trocknen? Also "ab da" dann für den Tag diese Stellen nicht mehr annässen?

Nur wie erkenne ich das Auftrocknen? Ich habe damit große Schwierigkeiten und allmählich glaube ich, dass ich der Sache nicht gewachsen bin.

Ich schrieb vorhin "Ich habe Angst vor Versinterungen", die Auto-Korrektur machte daraus Versicherungen.
Das ist meine große Angst, denn um Wischfestigkeit zu erreichen, muss der Untergrund ausreichend feucht sein und auch nach dem Anstreichen für längere Zeit feucht gehalten werden. Aber Versinterungen sind ein großes Übel.





Ich würde maximal zu Beginn der Anstricharbeit mit der Gartenspritze die Wände vornässen. Indem ich je nach Saugfähigkeit diese vielleicht zweimal kurz einsprühe.

Das Vornässen soll der Wand einen Feuchtepuffer verleihen, damit zum einen der Anstrich leichter von der Hand geht und dem Anstrich später nicht so schnell das Wasser entzogen wird, da dieser bis zur Aushärtung etwas Feuchtigkeit benötigt.

Ob die Feuchte stimmt sieht man daran wie lange die Farbe nass auf der Wand steht. Wenn du es schaffst alle Ansätze auf einer Fläche nass in nass weiterzustreichen ist alles prima.

Ansonsten "nebelst" du da nochmals kurz drüber.

Wenn der Kalk aber auf der Wand ist würde ich den nicht besprühen.

Der Anstrich härtet dann bei mäßig hoher Luftfeuchtigkeit und moderater Raumtemperatur schon aus.

Der Anstrich muss nicht nass bleiben, sonder sollte nicht zu schnell trocknen.

Die Carbonatisierung erfordert das eintreten von Kohlendioxid aus der Luft in den Anstrich, dieser muss bis zum Abschluss noch ein bisschen Feuchtigkeit enthalten. Wenn der die ganze Zeit nass steht kommt auch keine Luft rein.

Das Bindemittel schwimmt auf und bildet dann diese Sinterschicht aus.

(Das mit der Feuchteversorgung ist hier im Forum ein häufiger Irrtum, da haben viele falsche Vorstellungen. Da gibt es hier Leute die netzen Stündlich ihre Kalkputzflächen nach und wundern sich das dieser nach vier Tagen immer noch weich ist.)

Du siehst ja daran wie weit der Anstrich getrocknet ist indem du das Deckungsvermögen beurteilst.

Das mit der Feucht löse ich indem ich auf Altputzflächen oder bestehenden Kalkschichten mit 1:5 Verdünnung arbeite und mir das Vornässen spare.

Du solltest dich nicht so verrückt machen.

Wie viele Quadratmeter musst du denn noch machen?

Wenn du gar nicht weiterkommst, könnte ich zur Not auch mal bei dir vorbeischauen, dann machen wir das fertig.





Hallo und danke für deine vielen erschöpfenden Antworten. Danke für dein Angebot an Hilfe! Ich finde es wirklich berührend, wie hilfsbereit und verständnisvoll hier mit Neulingen umgegangen wird.

Leider habe ich inzwischen die Nerven verloren und nach einem vierten Probeanstrich (auf drei vorherige Anstriche) immer noch feststellen müssen, dass meine Streichtechnik derart ist, dass an manchen Stellen der Putz durchschimmert.
Ein fünfter oder gar sechster Anstrich wäre notwendig.
Meine zu streichenden Flächen betragen etwa 130m² und das ganze mal fünf oder sechs zu rechnen, wobei ich für vier m² etwa eine Stunde brauche, ist zuviel Belastung, auch emotionale für mich, weil ich die zu streichende Wohnung derzeit deswegen unbewohnbar ist.
Belastend ist es auch, weil ich das Endergebnis gar nicht vor Augen habe und ich keinerlei Ahnung habe, wie mir der farbige Anstrich gelingen wird.
Es tut mir leid für meinen Einsatz, etwa 18 Stunden für das Streichen verschwendet, dabei über 200 Euro für Kalkfarbe und Naturhaarpinsel auszugeben und nicht zuletzt eure Zeit vergeudet zu haben.

Ich werde jetzt auf eine Dispersionssilikatfarbe ausweichen, da diese mit 1-2 Anstrichen ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern soll.
Die erste Nachteil der etwas verringerten Diffusionsfähigkeit ist laut Georg Böttcher vernachlässigbar und der zweite Nachteil der Anfälligkeit für Schimmel durch den Dispersionsanteil ist ja nicht so groß wie bei einer reinen Disperisonsfarbe, da sich Kondensfeuchte erst später bildet als bei Dispersionsfarbe.
Ist Dispersionssilikatfarbe genauso einfach zu rollen wie Dispersionssfarbe? Sollte ich frischen Kalkzementputz, er erscheint mir mäßig saugend (einige Tropfen rinnen bei Annässen, das meiste wird aber eingesaugt, jedoch werden manche Stellen dünkler, also saugt es ungleichmäßig), mit Silikatgrundierung Grundieren oder den ersten Anstrich mit Wasser verdünnen oder ist das unnötig, weil es einheitlich verputzt wurde (jedoch wurde großteils nach dem Verputuzen glatt geschliffen, es heißt, das Saugverhalten wird dadurch unterschiedlich).

Sieht fertig gestrichene Dispersionssilikatfarbe gleich aus wie Dispersionsfarbe, die sich wie eine Schicht über den Putz legt oder lässt sie den Untergrund durchschimmern, was ich ja eher nicht so gerne habe.
Reinsilikatfarbe an Fassaden lassen ja den Putz klar erkennen, was ich mir für Innen zum Beispiel gar nicht wünsche.

Kalkfarben mit organischen Zusätzen, wie es sie ebenfalls in Baumärkten gibt:
Ist diese von der Verarbeitung ähnlich wie Dispersionsfarbe oder einfach nur eine Kalkfarbe, die ohne Vornässen gestrichen werden kann aber auch durchaus mehrere Anstriche (3-5?) benötigt?

Ohne auf Historizität Wert zu legen:
Spricht für die einfache Verarbeitung bei erhöhter Wasserdampfaufnahmefähigkeit Dispersionssilikat- oder Dispersionskalkfarbe?





Also bei Dispersionssilikat bin ich raus. Ich misstraue da den "einfachen" Qualitäten aus dem Baumarkt. Da steht die Acrylatdispersion an erster Stelle der "Zutatenliste". Letztlich lassen sich diese Farben genauso Verarbeiten wie "normale" Kunstharzdispersionen.

Die Farbe könntest du auch mit deinen Eisenoxidorange abtönen.

Der Preis wäre halt noch ein bedenkenswertes Argument da legst du ja nochmal 150 Euro fürs Material hin.


Um das Projekt zu "retten" würde ich dir zu einer Kalk-Kaseinfarbe raten.

Die ist wenn man die besonderen Verarbeitungsbedingen kennt im Grund wie eine gewöhnliche Dispersionsfarbe zu Streichen und schafft ähnliche Ergebnisse auch das Deckvermögen.

Genau genommen ist die Kalk-Kaseinfarbe technologisch auch eine Dispersion.

Trotzdem ist die Farbe ähnlich "gute" Eigenschaften wie eine Kalkfarbe, was die Feuchtigkeitsregulation anbelangt und ist auch alkalisch eingestellt.

Wir mischen hier im Farbenkontor selber eine Trockenmischung.

Auch ließe sich aus den "Resten" vom Sumpfkalk und Marmormehlen herstellen.

Das ist sehr preiswert und ergiebig. Mit der charakteristischen "Wolkigkeit" sind auch farbige Anstriche machbar.

Also wie gesagt, mein Angebot steht. Ich mache die Tage mal einen Ausflug nach Wien und wir richten dann gemeinsam den Anstrich in Kalktechnik.

Fertig!

Ansonsten sind die Sumpfkalkfarben (Kreidezeit) mit Zellulose auch geeignet, mit zwei Anstrichen zu einer zufriedenstellenden Ergebnis.



Nervenschonender......



....wäre trotzdem eine fachkompetente vor Orthilfe eines guten Fachmannes bei dir gewesen.
Ihn sich nicht leisten zu können, ist eher nur Ausflüchte.
Du siehst ja jetzt selbst, was du dir angetan hast.

Hattest du mal meinen Kontakt mit angerufen?
Gespräche bringen manchmal auch mehr!

Viel Eerfolg weiterhin!!





Hallo!

Nervenschonender wäre es gewesen, die 80 Euro hätte ich mir leisten sollen.
Der Malermeister, den ich zu Beginn meiner Schimmelproblematik kurz zu Rate zog, sprach davon, dass ich Silikatfarben verwenden sollte. Er meinte sicherlich Dispersionssilikatfarben. So gesehen halte ich mich endlich an den Rat eines Meisters.

Deinen Kontakt habe ich nicht angerufen, weil ich nicht verstehe, wie ein Fremder dazu kommt, mir einfach so am Telefon helfen zu sollen.
Dafür habe ich ja mit einem anderen Meister gesprochen, der sich auf Kalkfarben spezialisiert hat. Der schwärmte natürlich für Kalkfarben und sprach auch davon, dass man schon innert vier Stunden überstreichen könnte und sich dann das erneute Annässen erspart. Es bleibt halt dabei, dass ohne organische Zusätze bis zu fünf Anstriche nötig sind.

Mario, hättest du Interesse, bei deinem Wien-Aufenthalt 23kg Kalkfarbe 30 Monate eingesumpft von Kalk-Laden (9,5kg Eimer angebrochen, 9,5kg Eimer versiegelt, 5kg Eimer versiegelt), je 1kg Echt-Orange (eingesumpft), Manganblau und Lindgrün (jeweils verschweißt) sowie bei Bedarf gebrauchte Streicher und Bürsten aus China-Naturborsten zu kaufen (alles von Kalk-Laden)?
Außerdem hätte ich einen angebrochenen 15kg-Eimer von Dullinger Malerkalk 12 Monate eingesumpft.

Ich könnte dir die Sachen in Wien vorbeibringen.





Hallo Wasti,

du hattest dir das doch alles so gut überlegt. Es ist doch schade wenn du das aufgibst und jetzt nochmals neue Sachen kaufen musst.


Mich kannst du auch anrufen und ich kann mit gut vorstellen das wir eine Lösung finden ohne das du weiteres Geld ausgeben musst.

Du brauchst jemanden der dir hilft die Arbeiten fertig zu stellen, sonst machst du dich nur verrückt und empfindest dann keine Freude am Ergebnis.





Auch kannst du mal den Kontakt vom Udo anrufen. Ich habe auch oft die Erfahrung machen können, dass versierte Fachleute sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig sind, auch ohne monetäres Interesse. Am Ende leben die ja auch vom Interesse an ihrem Handwerk.



Informationsfluß



Danke Mario.

Wenn man eine Empfehlung ausspricht, kann man diese auch getrost nutzen.
Ich z. B. eröffne diese Möglichkeiten auch nur, wenn ich diese Handwerker länger und fachlich gut kenne und dann auch weiß, wie sie sich verhalten bzw. positionieren.

Kay Zänker
0175 410 87 55