20iger Jahre Haus

14.02.2011


ich bin bei meiner Immobiliensuche auf ein Einfamilienhaus aus den 20iger Jahren (Massivbauweise, Pfettendach als Krüppelwalmdach ausgeführt, zwei Etagen, Dielenfußböden usw.)gestoßen. Ein großer Vorteil ... gepflegt aber noch nicht kaputtsaniert (wie zB. noch vorhandenes Kaltdach).
Nun folgende Frage hierzu ... Kann man dieser "Bauepoche" spezifische Baumängel/probleme bzw. Schwachstellen zuordnen?
Oder anders gefragt... was muß ich besonders in Augenschein nehmen??

vielen dank im voraus



20er Jahre-Haus



Zu untersuchen insbesondere wären: Kellerräume (Feuchtigkeit/Salzbelastung/Einmündung Hausanschluss=Höhe über Kanalisation=Rückstaugefahr/derzeitiger Grundwasserstand); Kellerbodenaufbau (Ziegelboden/gest. Lehm), Aussenwände (massiv (ca. 30cm inkl. Putz oder 2-schalig ca 36cm inkl. Putz), bei Massivdecken: Dicke, Bauart + Zustand (Kappendecke gemauert oder betoniert, zwischen Stahlprofilen, Zustand des Betons/Überdeckung der Bewehrung), Auskragende Betonbauteile außen(schlecht), Größe + Anzahl + LAge der Kaminzüge für spätere Installationsführung,Bei Holzbalkendecken Wandauflager, beim Dachstuhl: Holzschäden, Schädlingsbefall, Querschnitt der Holzbauteile, Verformungen, Wandauflager. Grundriss: gemeinsame Installationswand Küche/Bad, tragende/nichttragende Wände. Grundsätzlich sind diese Häuser einfach, solide und gut veränderbar gebaut. Empfehlenswert.



Vor/Nachteil



vielen Dank für die ausführliche und schnelle Antwort.

Wo aber liegen die Vor/Nachteile einer zweischaligen oder massiven Wand?

der Schornstein hat drei Züge wobei einer für die in den 90igern nachgerüstete Vissmann-Gas-Heizung reserviert ist sonst sind noch zusätzlich zwei Dauerbrandöfen angeschlossen.
der Dachstuhl scheint frei von Pilz- und Anobienbefall zu sein ... ebenso konnte ich auch keinerlei Feuchte Stellen entdecken.
Im Keller bröckelt hier und da etwas der Putz ... es ist aber keinerlei Moder- oder Schimmelgeruch wahrzunehmen ...
er wirkt verhältnissmäßig trocken und sauber.



Die massive Wand ...



wäre vorteilhafter, da die 2-schalige Wand einen Hohlraum hat. Somit hat nur die innere Schale (11,5cm) einen ansetzbaren Dämmwert. Der Hohlraum könnte als Kerndämmung verfüllt werden, wenn´s sorgfältig gemacht wird. Die Massivwand wird aber die Regelkonstruktion sein. Nachmessen empfiehlt sich.



20iger Jahre Haus



Hallo Fichte,

mein Haus ist 10 Jahre jünger und wird wahrscheinlich einfacher, aber im Prinzip ähnlich sein (mit massiven Wänden). Der einzige Schwachpunkt waren die durchgerosteten Stahlträger in der Kappendecke des Kellers, aber das war ohne riesige Kosten durch zusätzliche Stahlstützen zu beheben. Ansonsten hat das Haus diverse Verschlimmbesserungen der 70er Jahre und jahrzehntelange Vernachlässigung erstaunlich unbeschadet überstanden. Ich habe die Wahl noch nicht bereut.



warum



Das klingt einleuchtend, was war denn der ursprüngliche Grund für die zweischalige Bauweise wenn sie doch nachteilig ist???



Schlagregenschutz



irgendjemand hat das mal sehr nett zusammengefaßt. "Zweischaliges Mauerwerk ist vor allem dort üblich, wo der Regen 365 Tage im Jahr waagrecht fällt".



Interessant,



aber dann sollte diese Bauweise ja recht selten in unserer Republick zum Einsatz gekommen sein ...




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