Innenisolierung mit Mineraldämmplatten YTONG --Unterputz für Ausgleich von Wandunebenheiten

Hallo zusammen,
in den nächsten Tagen werde ich mit dem weiteren Ausbau eines Nebenraumes (ca. 20 m² Wohnfläche) in meinem Fachwerkhaus beginnen. Fachwerk mit Vollziegelsteinen ausgemauert.
Die größeren Wandöffnungen (übergroße Fenster u. Türen von ehemaligen Zimmermannsgeschäft) werde ich mit YTONG Steinen ausmauern.
Von Innen möchte ich mit YTONG Mineraldämmplatten Multipor (Calciumsulicat) isolieren. Oben 8 cm, unten auf Betonsockel 5 cm, da ca. 3 cm Überstand.
Um größere Untergrund - Unebenheiten auszugleichen, empfiehlt der Hersteller eine Ausgleichsschicht aus Kalk-Zement-Putz aufzubringen.
Hierzu meine Frage:
Ich habe bereits im Forum gelesen, dass Lehmputz für Fachwerksbau besser geeignet ist.
Wäre auch ein Kalkputz z.B. Maxitpurcalc 380 (feuchteregulierend und diffusionsoffen) auch denkbar ?
Unten befindet sich ein ca. 0,6-1,1 Meter hoher Betonsockel, welchen ich vor dem aufkleben der Mineraldämmplatten auch etwas ausgleichen muss. Kann ich da auch Kalk-Zement bzw. nur Kalk oder besser Lehmputz als Ausgleichsschicht aufbringen ?
Mit Lehmputzen kenne ich mich nicht aus. Welche Fabrikate können empfohlen werden ? Gibt es da qualitativ gravierende Unterschiede ?
Sollten alte Putzschichten besser beseitigt werden ? Ich weis nicht um welche Art von Putz es sich dabei handelt.

Über einen fachmännischen Rat wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße aus dem Schwarzwald.
weniger ist oft mehr
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| 03.06.10


Hallo,

einge Materialhinweise:
Ytong sollten Sie wegen der schlechten Eigenschaften im Hinblick auf seinen Wasserhaushalt besser lassen. Ich würde mit Vollzigel weiterarbeiten.
Multipor ist o.K. Maxit 380 als Einlagengrundputz auch. Wenn Sie wollen, können Sie noch Feinputz aufziehen oder Glätte.
Die Altputze würde ich von einem Fachhandwerker anschauen lassen. Es macht ja keinen Sinn, einen guten alten Luftkalkputz eventuel zu opfern.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 06.06.10

YTONG im Fachwerkhaus-Unterputz für Minerldämmplatten


Hallo, Danke für Ihre Nachricht.
Leider habe ich die YTONG Steine bereits bestellt. Werden heute angeliefert.
Besteht der Einwand gegen YTONG nur bezüglich eines evtl. Schlagregenbefalles ?
Die YTONG Steine werden in Wanbereichen eingesetzt wo so gut wie kein Schlagregenbefall auftritt. Bereich ist geschützt durch darüber befindlichen Balkon.
Eine Durchfeuchtung dürfte folglich ausgeschlossen sein.

Grüße aus dem Schwarzwald
weniger ist oft mehr
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| 07.06.10

Bei Feuchte


denkt jeder gleich an Schlagregen oder Grundwasser;-)).
Dabei entstehen die meisten Feuchteschäden an Gebäuden durch eine ganz ander Quelle, nämlich die uns permanent umgebende und allgegenwärtige Luftfeuchtigkeit. Diese fällt bei Temperaturänderungen als Kondenswasser aus und verursacht eine schleichende Durchfeuchtung im innern der Bauteile.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 07.06.10

YTong im Fachwerkhaus - Innenisolierung Mit YTong Mineraldämmplatte


Hallo zusammen,
Danke für Eure Nachrichten.
Am 09.06.2010 hatte ich einen Bausachverständigen bei mir zu Hause der sich mein geplantes Vorhaben vor Ort begutachtet hatte..
Es ging um die Problematik YTong Steine und Innendämmung im Fachwerkhaus.
Der Sachverständige ist der Meinung, dass in Verbindung mit einer Innedämmung aus Kalziumsilikat oder Mineraldämmplatte der Einsatz von YTong Steinen in meinem Falle überhaupt kein Problem sei.
Pauschal könne man YTong im Fachwerksbau nicht schlechtreden.
Wichtig sei, dass zum Holz hin nicht geklebt sondern mit Mauermörtel, besser noch Wärmedämmmörtel wie auch von YTong empfohlen eingesetzt wird.
Als Unterputz empfiehlt er mir einen Kalkputz.
Wie bereits erwähnt keine Schlagregenbefall und Süd-West-Seite durch Holzversade von Außen geschützt.
Die Süd-Ostseite wird von Außen sowieso wahrscheinlich kpl. neu verputzt. Sind nur wenige m²

Grüße aus dem Schwarzwald und nochmals Dank für Eure Nachrichten

Christian
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| 10.06.10

Nein,


Ytong oder besser Gasbeton(gibt ja auch noch andere Hersteller) ist nix grundsätzlich böses, genausowenig wie Gipskarton oder Beton. Aber auch nix grundsätzlich Gutes. Man muss diese Baustoffe nur ihren Eigenschaften gemäss sinnvoll einsetzen.
Einen ganz wichtigen Punkt hat dein Sachverständiger angesprochen: die Schalenfuge zwischen Vorsatzschale und vorhandenem Mauerwerk muss hohlraumfrei verfüllt werden, um der Kondenswasserbildung keinen (Hohl)Raum zu bieten. Kalkmörtel oder Lehm sind hier aufgrund ihres Feuchteverhaltens optimal. Auf zementgebundene Materialien sollte hier verzichtet werden.
Bezüglich der praktischen Umsetzung, für die Schalenfuge sollte ein absolutes Minimum von 2 cm gesetzt werden, sonst wird die hohlraumfreie Verfüllung ein echtes Problem in der praktischen Realisierung. Also sorgfältig mit der langen Wasserwaage und Schnur überprüfen und anlegen. Sollte aufgrund der vorhandenen Bausubstanz die Fuge stärker werden, lieber zwischendurch Pause machen und die Wand an zwei oder drei Tagen hochziehen. Das vermindert die Rissbildung in der Fuge und verhindert "Beulenbildung" in der neuen Wand.
MfG
dasMaurer
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Maurermeister | | 10.06.10

Innenisolierung Ytong – Mineraldämmplatten Multipor bei abgehängter Decke


Hallo zusammen,
gestern und heute haben wir den Grundputz-Ausgleichsputz (Kalkputz) aus maxit Purcalk 380 für die Ytong Minerdämmplatten aufgebracht.
Vor dem Aufbringen der Dämmplatten werde ich nun noch ca. 2 Wochen für das Austrocknen des Grundputzes warten.
Da die Raumhöhe ca. 3 Meter beträgt wird die Decke später um ca. 50 cm abgehängt. Darauf werde ich ca. 10 cm dick mit Rockwoll (Steinwolle) oder Isover dämmen. Hat sich bis heute zumindest in meiner Wohnung bewährt.
Sollte ich unter dieser Voraussetzung trotzdem bis unter die Decke Obergeschoß dämmen, oder ist es vielleicht sogar sinnvoll nur bis zur abgehängten Decke innen zu Isolieren ?
Etwas an Wämeenergie wird wohl auch über die Decke abströmen und den darüber befindlichen Leerraum und die Wand mitsamt oberen Fachwerkträger für das Obergeschoß etwas von innen erwärmen.
Was meint ihr dazu ?
In der Vergangenheit habe ich in anderen Raümen mit abgehängter Decke und mit Innenisolierung (jedoch mit 6 cm Rockwoll Steinwolle) über der Decke nur noch mit ca. 2 cm dicken Heraklitplatten (ohne Styropor in der Mitte) aus Restbeständen und teilweise gar nicht innen über der abgehängten Decke isoliert.
Für einen Fachmännischen Rat wäre ich sehr dankbar.

Recht herzlichen Dank und liebe Grüße aus Gernsbach

Christian
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Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.08.10

Innenisolierung Ytong – Mineraldämmplatten Multipor bei abgehängter Decke [forum 150694]


Hallo zusammen,
kann mir evtl. noch jemand einen Tip bezüglich Innenisolierung bei abgehängter Decke geben ?
Gruß
Christian
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Mitglied der Fachwerk.de Community
| 01.09.10

YTONG-Bilder aus der Bilddatenbank: