Vorsatzschale als Wandbegradigung und leichte Innendämmung

Hallo liebe Forumsmitglieder,

zu diesem Thema wurde ja auch schon hier im Forum einiges geschrieben, allerdings ist der gewünschte Aufbau bei mir anders.
Gegeben ist eine Feldsteinwand eines alten Stalls, der wohnbar gemacht werden soll. Diese Feldsteinwand hat nach innen unbehaune runde Feldsteine, die eine sehr bucklige Wand ergeben mit teils sehr tiefen Kratern. Bei der von mir favorisierten massiven mineralischen Dämmung (Mineralschaum) wäre es erforderlich die Wand vorher zu egalisieren, um eine plane Klebefläche zu erhalten. Das stelle ich mir aber sehr schwierig vor, da Feldsteine nicht besonders gut zu Verputzen sind und die Wand wie gesagt eine sehr furchige Kraterlandschaft ist die man mit x Lagen Putz auffüllen müßte.
Daher die Idee, eine Wand davorzusetzen, aber ohne Abstand. Die Hohlräume würde ich dann bei jeder Lage mir Mörtel auffüllen, um so einen massiven hohlraumfreien Kontakt herzustellen.
Unsicher bin ich mir aber über das Material. Silikatplatten oder Multipor wird scheinbar in allen Anwendungen an die Wand geklebt und nicht gemauert. Normales Ytong hat aber nicht die Eigenschaften die eine Innenämmung braucht (kapillares Gefüge...).
Ich muss noch dazu sagen, dass es mir nicht um eine supergute Dämmung geht, sondern lediglich um eine Entkopplung von den dämmtechnisch ungünstigen Feldsteinen und die Herstellung einer halbwegs ebenen Wand, da ich evtl. noch eine Wandheizung Verlegen möchte...

Danke Euch schon mal.
...ich muss das nur noch eben fertig machen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.09.17

Alternativen


Einen Holzrost davorstellen, dazwischen Zellulose im Nassverfahren, dann Gipsfaserplatten als raumseitiger Abschluss.

In Frankreich ist "chaux-chanvre" beliebt, ein Dämmputz aus Hanf + Kalk.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.09.17

Innendämmung bei Natursteinwänden


Zellulose kann auch bei einer vor die Natursteinwand gestellten Holz- oder Metallständerwand -mit Gips- oder Lehmbauplatten verkleidet- eingeblasen werden.
Multipor oä ist sehr kapillar- eine genügend dicke Wand kann davor gemauert und zB mit Perlite-Wärmedämmmörtel ausgefüllt werden.

Andreas Teich

...


@yogumon
Zellulose im Nassverfahren heißt, dass man einen Putz aufträgt oder dass man zwischen Wand und Holzkonstruktion nasses Zellulose einfüllt? sorry habe noch nicht davon gehört

@Andreas Teich
bei deiner zweiten Variante meinst du, dass man mit dicken Multipor-Steinen eine Wand vormauert und den Hohlraum mit Perlite-Wärmedämmmörtel auffüllt? Habe ich das richtig verstanden? War mir unsicher, ob Multipor die Lasten der Wand aufnehmen kann...
...ich muss das nur noch eben fertig machen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.17

Wer sucht...


... der findet. Suchbegriff CSO = cellulose spray on.

Viel Verputz braucht es nicht als Grundlage, sollte nur kein Wasser von aussen eindringen.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.17

Innendämmung


Die Multiporsteine sollen keine Last aus der Wand aufnehmen, sondern nur das Eigengewicht bzw Regale etc tragen können.

Die Vorsatzschale kann bei dünneren Steinen auch mit der bestehenden Außenwand verankert werden- ohnehin immer die Verarbeitungsrichtlinien beachten.

Jeweils beim Aufmauern von 1-2 Lagen den Hohlraum mit Dämmmörtel verfüllen.

Wie beschrieben kann auch eine Vorsatzschale aus mit Lehm- oder Gipsfaserplatten beplanktem Ständerwerk hergestellt und dieses mit Zellulosedämmung ausgeblasen werden.

Andreas Teich

Multipor


... kann NICHTS tragen. Mit einem Fuchsschwanz schneidet sich das Zeug wie Butter. Sonst ein gutes Material, aber nicht für diese Anwendung.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.17

...


@Andreas Teich

"Jeweils beim Aufmauern von 1-2 Lagen den Hohlraum mit Dämmmörtel verfüllen"
so habe ich mir das vorgestellt. Selber schon mal gemacht?

"Wie beschrieben kann auch eine Vorsatzschale aus mit Lehm- oder Gipsfaserplatten beplanktem Ständerwerk hergestellt und dieses mit Zellulosedämmung ausgeblasen werden"
ok, dann muss ich wieder mit Dampfsperren/ oder zumindest -bremsen in Form von Folien arbeiten, nicht wahr? Das wollte ich gerne vermeiden. Oder liege ich da falsch?


@yogumon

dieses Sprühverfahren mit Zelluloseflocken sieht ja ziemlich interessant aus, da man wirklich auch gleich alle Löcher mit zuspritzen kann. Einziges Nadelöhr wird aber sein, einen Verarbeiter in der Nähe zu finden mit dem benötigten Spezialgerät. Lieber ist mir immer eine Methode die keiner Spezialisten bedarf. Aber ich habe mal die Firma angeschrieben und werde mich erkundigen was sowas kostet. Danke für den Tip
...ich muss das nur noch eben fertig machen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.09.17

Wand-Bilder aus der Bilddatenbank: