Fachwerk.de - Beschädigte Balkenköpfe
Seit Oktober 2002 stolzer Besitzer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses
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Bernd Golling | 11.11.02
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Bernd Golling | 11.11.02
verantwortung!?
hallo herr golling,
das hängt natürlich ganz von ihrem Zimmermann ab, ob er hierfür geignet ist bzw. ob er hierfür die verantwortung übernimmt;
also die zimmerleute, mit denen wir hauptsächlichst zusammenarbeiten, übernehmen diese verantwortung nie -und auch wir geben sie an den Statiker weiter;
wichtig ist natürlich, einen statiker zu finden, der hierfür gespür hat;
grüsse aus würzburg
hallo herr golling,
das hängt natürlich ganz von ihrem Zimmermann ab, ob er hierfür geignet ist bzw. ob er hierfür die verantwortung übernimmt;
also die zimmerleute, mit denen wir hauptsächlichst zusammenarbeiten, übernehmen diese verantwortung nie -und auch wir geben sie an den Statiker weiter;
wichtig ist natürlich, einen statiker zu finden, der hierfür gespür hat;
grüsse aus würzburg
architektur - innenarchitektur - denkmalpflege - generalplanung - gebäudemanagement
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architektenbüro greb | wolfgang greb | 11.11.02
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architektenbüro greb | wolfgang greb | 11.11.02
Beurteilung
Hallo,
ich denke mal, dass der Statiker das befallene Holz Abschleifen lässt und sich den Restquerschnitt anguckt. Maßgebend im Auflagerbereich (Endauflager) wird der Nachweis auf Querkraft sein. Laienhaft ausgedrückt heißt das: Reißt das Holz neben der Wand ab oder nicht. Ansatzweise wird der Statiker mit dem reduzierten Querschnitt rechnen.
Wird aber so viel abgeschnitten, dass man eine Art Ausklinkung erhält, sinkt die Tragfähigkeit natürlich rapide ab (ist auch nur begrenzt möglich). Ein konstruktiver Lösungsvorschlag wäre, seitlich Formblechteile anzunageln. Dies kann jedoch nur ein Statiker vor Ort entscheiden. Formblechteile wären natürlich eine extrem billige Lösung. Der Statiker muss auch kein "Fachwerkhaus-Spezialist" sein. Das kann jeder. Also immer erst nach den Kosten fragen. Die Branche läuft so schlecht, dass sich da immer etwas machen lässt.
MfG
Samson
Samson | 11.11.02
Hallo,
ich denke mal, dass der Statiker das befallene Holz Abschleifen lässt und sich den Restquerschnitt anguckt. Maßgebend im Auflagerbereich (Endauflager) wird der Nachweis auf Querkraft sein. Laienhaft ausgedrückt heißt das: Reißt das Holz neben der Wand ab oder nicht. Ansatzweise wird der Statiker mit dem reduzierten Querschnitt rechnen.
Wird aber so viel abgeschnitten, dass man eine Art Ausklinkung erhält, sinkt die Tragfähigkeit natürlich rapide ab (ist auch nur begrenzt möglich). Ein konstruktiver Lösungsvorschlag wäre, seitlich Formblechteile anzunageln. Dies kann jedoch nur ein Statiker vor Ort entscheiden. Formblechteile wären natürlich eine extrem billige Lösung. Der Statiker muss auch kein "Fachwerkhaus-Spezialist" sein. Das kann jeder. Also immer erst nach den Kosten fragen. Die Branche läuft so schlecht, dass sich da immer etwas machen lässt.
MfG
Samson
Samson | 11.11.02
Korrektur
unten sollte es nicht heißen: "Das kann jeder."
Sondern: "Das kann jeder Statiker."
Ich denke, damit ist es eindeutig.
Samson | 12.11.02
unten sollte es nicht heißen: "Das kann jeder."
Sondern: "Das kann jeder Statiker."
Ich denke, damit ist es eindeutig.
Samson | 12.11.02
Balkenkopfverstärkung
Der Zimmermann kann folgende Maßnahmen treffen: Abbeilen der vermulmten Schichten auf Restquerschnitt oder wegschneiden, Herstellen eines hinterschnittenen Blattes oder beidseitiges Beilegen von Knaggen, sowie Durchschrauben und Verankerung dieser Teile mit dem Balken. Sollte der Balken im Innenraum sichtbar bleiben, gibt es noch verschiedene andere Möglichkeiten, die aber einer genaueren Untersuchung bedürfen.
Der Zimmermann kann folgende Maßnahmen treffen: Abbeilen der vermulmten Schichten auf Restquerschnitt oder wegschneiden, Herstellen eines hinterschnittenen Blattes oder beidseitiges Beilegen von Knaggen, sowie Durchschrauben und Verankerung dieser Teile mit dem Balken. Sollte der Balken im Innenraum sichtbar bleiben, gibt es noch verschiedene andere Möglichkeiten, die aber einer genaueren Untersuchung bedürfen.
... für ein Gebäude mit Seele.
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Dritte Haut® Architekten | Peter Garkisch (Architekt, Dipl.-Ing.) | 13.11.02
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Balkenkopfverstärkung
Selbstverständlich ist der (bauvorlageberechtigte) Zimmerermeister kompetent, wenn es um die Reparatur von Balkenköpfen geht...
Selbstverständlich ist der (bauvorlageberechtigte) Zimmerermeister kompetent, wenn es um die Reparatur von Balkenköpfen geht...
... für ein Gebäude mit Seele.
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Dritte Haut® Architekten | Peter Garkisch (Architekt, Dipl.-Ing.) | 13.11.02
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Problem gelöst!
Zunächst einmal die gute Nachricht: die betroffenen Balken sind statisch noch vollkommen in Ordnung und müssen nicht ersetzt werden.
Gestern war ein bauvorlageberechtigter Zimmermann auf meiner Baustelle zu Gast und hat sich meines Problems angenommen. Nach einer eingehenden Prüfung konnte er folgendes feststellen und die nachstehenden Tipps an mich weitergeben:
1. Die "gesunde" Balkensubstanz ist noch groß genug; sprich die Balken erfüllen nach wie vor die statischen Ansprüche.
2. Es handelt sich wohl um einen Anobien-Befall.
3. Der Zimmermann schlug vor, die beschädigten Stellen soweit möglich und nötig abzubeilen und während der nächsten Wochen einmal täglich (sehr dick) mit einer ölbasierten Imprägnierung (inklusiver der notwendigen Giftstoffe) zu streichen. Erst wenn ich feststelle, dass die betroffenen Balkenstellen keine Imprägnierung mehr aufnehmen, soll ich die "Behandlung" einstellen.
4. Die betroffenen Balkenköpfe nach der Behandlung mit entsprechenden Bohlen oder Kanthölzern verstärken und auch diese imprägnieren.
5. Am Rande hat der Zimmermann bemerkt, dass der Austausch einzelner Balken der gesamten Statik und Steifigkeit eines alten Fachwerkhauses eher schadet, als nutzen würde. Von den entstehenden Kosten ganz abzusehen.
Vielleicht können diese Tipps auch dem ein oder anderen Fachwerk.de-User weiterhelfen. Vielen Dank für alle Tipps, die ich in diesem Posting erhalten habe!!
Zunächst einmal die gute Nachricht: die betroffenen Balken sind statisch noch vollkommen in Ordnung und müssen nicht ersetzt werden.
Gestern war ein bauvorlageberechtigter Zimmermann auf meiner Baustelle zu Gast und hat sich meines Problems angenommen. Nach einer eingehenden Prüfung konnte er folgendes feststellen und die nachstehenden Tipps an mich weitergeben:
1. Die "gesunde" Balkensubstanz ist noch groß genug; sprich die Balken erfüllen nach wie vor die statischen Ansprüche.
2. Es handelt sich wohl um einen Anobien-Befall.
3. Der Zimmermann schlug vor, die beschädigten Stellen soweit möglich und nötig abzubeilen und während der nächsten Wochen einmal täglich (sehr dick) mit einer ölbasierten Imprägnierung (inklusiver der notwendigen Giftstoffe) zu streichen. Erst wenn ich feststelle, dass die betroffenen Balkenstellen keine Imprägnierung mehr aufnehmen, soll ich die "Behandlung" einstellen.
4. Die betroffenen Balkenköpfe nach der Behandlung mit entsprechenden Bohlen oder Kanthölzern verstärken und auch diese imprägnieren.
5. Am Rande hat der Zimmermann bemerkt, dass der Austausch einzelner Balken der gesamten Statik und Steifigkeit eines alten Fachwerkhauses eher schadet, als nutzen würde. Von den entstehenden Kosten ganz abzusehen.
Vielleicht können diese Tipps auch dem ein oder anderen Fachwerk.de-User weiterhelfen. Vielen Dank für alle Tipps, die ich in diesem Posting erhalten habe!!
Seit Oktober 2002 stolzer Besitzer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses
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Bernd Golling | 15.11.02
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Bernd Golling | 15.11.02