Brandschutzfrage

Hallo liebe community,
hätte gern folgendes Problem: Da unser Haus recht schief steht, ergibt es sich, daß ein neu gemauerter Schornstein zwar mit ausreichendem Abstand an allen Deckenbalken vorbei verläuft, aber dann einem Dachsparren recht nahe kommt. Wäre die Frage, welcher minimale Abstand einzuhalten ist, bzw. wenn dies nicht zu gewährleisten ist, was man tun kann, daß der Schornsteinfeger trotzdem keine Einwände hat.
Vielen Dank schonmal!


Karsten Hildebrandt | 09.05.06

ca 6-8cm Abstand


sind nach meiner Kenntnis von Balken zur Kaminaußenwand einzuhalten. Wenn Sie Ärger vermeiden wollen, einfach den örtlichen Schornsteinfegermeister befragen,auch wie Sie den Zwischenraum zu füllen haben!. Tip: machen Sie von seiner Aussage eine schriftliche Aktennotiz,die Sie ihm dann in Kopie zusenden sollten.
Fachwerksanierung mit Lehm- und Naturbaustoffen
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TEX-BIS Naturbaustoffe | | 09.05.06

Vielen Dank


Herr Schillberg, das hieße aber, daß ich den Schornstein um die Ecke mauern müßte. Oder einen Wechsel in den Dachstuhl einbauen - das würde ich am wenigsten wollen. Bevor ich nun zum Fegermeister gehe, wollte ich gern noch ein paar Informationen sammeln, Stichwort Hitzeschutzblech oder vielleicht auch Ausnahmegenehmigung, falls soetwas möglich ist.


Karsten Hildebrandt | 09.05.06

der Kamin muß sowieso vom


Schornsteinfegermeister abgenommen werden. Da es sich bei der vhd. Situation um eine historisch bedingte "Krümmmung" handelt, wird evtl. auch Ihr Kaminfegermeister eine Außnahmeregelung vorschlagen oder eine sinnvolle Idee dazu haben. Bleche bringen brandtechnisch nix, evtl. läßt sich ein hochbrandsicherer Dämmstoff (die kennt der Kaminfegerchef alle) einbauen.
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TEX-BIS Naturbaustoffe | | 09.05.06

Kaminfegermeister anrufen und auf die Baustelle bitten


und zwar vorher - so haben wir das gemacht. Jetzt steht der neue Schornstein, mit einem Abstand von nur 5 cm zu den Sparren, bzw. Firstbalken und ist auch schon abgenommen. Für den Brandschutz wollte er aber da oben Beton ringsherum haben - hat er bekommen. Ein Wechsel muss ja sowieso eingezogen werden, da der Schornstein von allen Seiten einen Halt haben muss.

Mein Tipp als Schornsteinfegerkommunikationserfahrene:
Grundsätzlich VORHER fragen und genau abklären was man will und darf. Dann klappt es auch mit den schwarzen Männern. Meistens jedenfalls.
"Wenn du wirklich etwas willst, werden alle Märchen wahr." (Theodor Herzl)
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| 09.05.06

Schornsteinhalt?


@Ulrike, Dachog. Ein Schornstein muß im Hause nicht von allen Seiten Halt haben. Wenn das Haus zusammenfällt muß der Schornstein stehen bleiben. So soll es jedenfalls sein. Mfg ut de Oltmark
"Aus der Zusammenarbeit der Vielen wächst der Wissenstand" Aristoteles
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| 09.05.06

Na dann


hat uns unser Schornsteinfegermeister einen Schmarrn erzählt - was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Grüßle
Ulrike Nolte
"Wenn du wirklich etwas willst, werden alle Märchen wahr." (Theodor Herzl)
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| 09.05.06

Dann werde ich


mich mal um eine Schornsteinfegerkommunikationszusage bemühen! Vielen Dank an alle!


Karsten Hildebrandt | 10.05.06


das ist am Besten. Die Schwarzen Männer haben sich auch geändert und sind zugänglicher geworden. Abstand vom Holz im Eingebauten Zustand mind. 5 cm. Im frei luftdurchspülten Bereich dürfen Sie auch mal auf 2 cm herunter gehen. Dafür gibt es Richtlinien, die auch Ihr Schornsteinfegermeister einhalten muss. Wir hatten sogar den Fall, dass bei einer Baustelle der Schornsteinfeger tatsächlich die angeklebte Dampfbremspappe bemängelte und gegen eine unbrennbare Alufolie ausgetauscht haben wollte. Er hat es nicht bekommen, so wie auch das ihm viel zu klein vorkommende, jedoch nach Standartmaßen eingebaute, Dachausstiegsfenster. Denn sein Nachfolger könnte ja auch doppelt so dick sein – was für ein Argument! Man erlebt tolle Sachen mit den Jungs. Wenn Sie nicht hinkommen so sind auch 2 cm Promatplatten eine sinnvolle Lösung. Und bitte nicht die neuen Schornsteine verziehen, da Gibt logischer Weise der Herstelle keine Garantie. Wenn Sie selbst aufmauern, ist es egal, aber das Keramikrohr sollte schon gerade verlaufen. Man sollte den Schornstein möglichst auch unter Dach halten Früher wurden die Ziegel an die Sparren geschoben. Heute setzen wir eine Dachlatte dagegen oder schrauben einfach unter den Sparren vier Hölzer dicht an den Schornstein.

Viele grüße aus Radebeul
Michael Reisinger
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
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Planungsbüro für gesundes Bauen | | 17.05.06


Ihr Hinweis kommt keine Sekunde zu früh - ich wollte gerade den Hörer in die Hand nehmen. Es handelt sich in der Tat um einen frei luftumspülten Dachsparren, vielleicht ist eine einfache Lösung doch noch möglich. Aber was meinen Sie mit "unter dem Dach halten ... " ?
mfg


K. Hildebrandt | 17.05.06


war zu spät gestern. ich meine genauer im Dachsparrenbereich halten. Wenn Sie ein Kaltdach planen sollte unterhalb der Sparren eine den Sparren haltende Holzkonstruktion (klingt hochtrabend sind aber nur 4 Bretter oder Leisten) vorgesehen werden.
bewusst anders - Planen, Bauen, Leben
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Planungsbüro für gesundes Bauen | | 17.05.06


Aha, bin im Bilde! Nun ist so ein Sparrendach ja doch ein recht bewegliches Gebilde, mit der "Stütze" ringsum übertrage ich die Bewegungen des Dachs auf den Schornstein, der wiederum recht starr dasteht. Ursprüglich waren die Sch's mit Lehmmörtel gemauert und haben fleißig mitgewackelt, aber ein zementgemörtelter?


K. Hildebrandt | 17.05.06

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