Scheunenausbau mitten in der Stadt

Also wir interessieren uns für den Kauf eines alten Bauernhauses mitten in der Stadt mit anschließender Scheune. Das Haus hat nur 80qm wohnfläche und daher ist es unbedingt wichtig, das der Ausbau der Scheune/Stall auch funktioniert bzw. genehmigt wird. Die Scheune/Stall geht von Grundstücksgrenze zu Grundstücksgrenze und unterliegt wohl dem Bestandsschutz - das Grundstück selber ist sehr schmal.. Ist es überhaupt möglich mit diesen Voraussetzungen einen Umnutzungsantrag durch zu bekommen, was ist zu beachten (Brandschutzwände oder so???) - kann ein Architekt dies bei Besichtigung umgehend einschätzen? Wie hoch liegen ungefähr die Kosten eines Umbaues? Da die Wände der ehemaligen Kleinviehställe herausgestemmt werden müssen,welches Gewerk ist dafür eigentlich zuständig? Was muß bei Fenstern beachtet werden... Wie geht man in diesem Fall eigentlich sinnvoll vor, ich kann ja schlecht einen Bauantrag stellen für eine Immobilie die mir garnicht gehört..


Bea | 30.11.10

Viele Fragen ..


.. und die lassen sich nur vor Ort und in Begleitung fachkundiger Planer Und/oder Handwerker beantworten .

Bin z.Zt Miteigentümer eines ganz ähnlichen Bauwerks , Scheune inmitten der Altstadt , 6,5 x 10 m - sozusagen Reihenscheune verm aus dem . 16. JH .

Bauvoranfrage stellen geht auch für fremdes Eigentum !
Liegt z.b. das Haus/Scheune in einem Sanierunsgebiet ?
( Umnutzungsprivileg / auch steuerlich interessant )
Gebäudetrennwände müssen immer Brandschutzqualität haben .
Kostenfrage solltet ihr an Planer/in übergeben .
Kleinkram wie Ferkelmauern einreißen kommt später ..
Gruß aus Minden
Jürgen Kube
Ps. Hier anmelden kost nix und tut auch gar nicht weh !!
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | | 30.11.10

Einfach


mal beim zuständigen Bauamt nachfragen, ob die geplanten Aktionen grundsätzlich genehmigungsfähig sind und dann eventuell eine Bauvoranfrage stellen. Die schriftliche Stellungnahme dazu kann dann beim Bauantrag hilfreich sein.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 01.12.10

ergänzend:


die Pläne der Bauvoranfrage zur Umnutzung/Umbau auch von allen Nachbarn mitunterschreiben lassen, diese müssen einer Umnutzung in der Regel zustimmen.
Je nach Nutzung können diese zwar nicht unbedingt die Zustimmung verweigern, doch kostet so etwas ggf. viel Zeit oder auch Geld, denn gelegentlich lassen sich Eigentümer Ihre Zustimmung bezahlen.
Ich würde so etwas nur machen, wenn ich dieses Haus unbedingt haben möchte und der Ausbau der Scheune zwingend zum Wohnkonzept dazu gehören muss. Jeder Verkäufer wird diese von Ihnen benötigte Rechtssicherheit verstehen müssen. Sie brauchen die Antwort des Bauamtes schriftlich um das Risiko, am Ende mit einem 80qm-Haus und einem nicht genehmigungsfähigen Scheunenumbau darzustehen, ausschließen zu können.
Auch die Substanz der beiden Gebäude sollte zuvor einmal einer Prüfung unterzogen werden um hier keine bösen Überraschungen erleben zu müssen.

Wo steht denn das gute Stück?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | | 01.12.10

Scheune-Bilder aus der Bilddatenbank: