Schädlingsbekämpfung mit Heißluft

Wir haben bei den Arbeiten für den Fußboden in unserem Dachgeschoss ein leises "Knuspern" bemerkt.

Da einige Dachbalken bereits ein paar Löcher zeigen - wir bei ca. 80 Jahre alten Balken bisher aber nicht von einem aktiven Befall ausgegangen sind - haben wir mal eine Fachfirma kommen lassen, um uns für die Bekämpfung beraten zu lassen.

Uns wurde ein Heißluft-Verfahren vorgeschlagen, wobei das gesamt Dachgeschoss über mehrere Stunden auf ca. 80°C erhitzt wird, bis das Kernholz mind. 50°C erreicht hat.

Der Spaß soll aber 1.500 Euro netto kosten - daher würde ich mich gern mal nach euren Meinungen zur Behandlung und den Kosten fragen.

Vorab schonmal vielen Dank!
Augen zu und durch!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.11.14

Ausreichende Temperatur?


Hallo,
interessantes Thema, wir haben anscheinend auch solche ungebetenen Mitesser im Dachstuhl und überlegen ähnliches.
Allerdings habe ich gehört, dass es 55° C im Holzkern sein sollten und mit etwa 120° C eingeblasen wird.

Bin jedenfalls auch auf hoffentlich zahlreiche Erfahrungsberichte gespannt.


Mag | 19.11.14

55°C im Holzkern


Eiweiß wandelt sich wohl schon ab 40°C um von daher sollte alles über 50°C ausreichen, um die Viecher zu eliminieren.

Habt ihr schon ein Angebot?
Augen zu und durch!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.11.14

Eiweißkoagulation


Da sollte man sich wohl vor Fieber über 40°C hüten...
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 19.11.14

Fieber über 40°C


So gesehen hast du allerdings Recht - wobei Fieber über 40°C ja tatsächlich schnell gefährlich ist und schon 2 bis 3 Grad mehr lebensgefährlich werden können.

Dennoch sollte man mit 50°C Kerntemperatur doch auf der sicheren Seite sein.
Augen zu und durch!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.11.14

Nein, noch kein Angebot


Nein, wir haben noch kein Angebot, im Moment stehen bei uns erstmal andere Themen an. Habe aber hier oben in MeckPomm bisher auch noch keine Firma entdeckt, die das anbietet.


Mag | 20.11.14

Das ist aber billig!


Die Maßnahmen, die ich so mitbekommen haben lagen alle im fünfstelligen Bereich.
Wichtig ist:
- Einschalten eines Sachverständigen für Holzschutz, der die Maßnahmen begleitet.
- Erstellen einer Befallskarte, also wo sitzt der Hausbock denn überall (auch die Balkenlagen, wenn sie denn aus Nadelholz sind sollten noch einmal in Augenschein genommen werden.
- Bei der Behandlung mittels Heißluft sollten Probestücke zur Qualitätskontrolle mit in das Gebäude eingebracht werden. Das sind Hölzer mit größeren Querschnitten, die mit Larven geimpft worden sind. Wichtig hierbei ist, dass die Stücke richtig plaziert werden. Habe auch schon erlebt, dass diese Stücke unmittelbar im Bereich der Heißlufteinfuhr gelegen haben.
- Zu den Temperaturen: min. 45°C im Kern über eine Stunde. 40 Grad sind zu wenig. Wichtig ist die Qualitätskontrolle über Temperaturfühler in schlecht zugänglichen Bereichen und Hölzern mit großen Querschnitten (z.B. Balkenauflager im Mauerwerk, geimpfte Teststücke.
Was ist ist, was nicht ist ist möglich
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.11.14

Nun dazu gibt es auch Merkblätter von der WTA.e.V und dem DHBV


Hier ist genau beschrieben wie soetwas gehändelt werden muss.
Die Temperatur ist nur Eine Größe im Gesammtpaket und auch dies hängt von der Einwirkzeit ab.
Siehe auch: Heißluftverfahren zur Bekämpfung tierischer Holzzerstörer in Bauwerken
Referat 1 Holz
WTA Merkblatt 1-1-08/D. Deutsche Fassung. Stand Juni 2008
Hrsg.: Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. -WTA-, Referat 1 Holz, München;
2008, 16 S., 15 Abb., Geheftet/Broschur
Fraunhofer IRB Verlag
ISBN 978-3-8167-7752-6
Und Verarbeiter finden Sie sehr einfach unter:
http://www.dhbv.de/bautenschutz-rat-und-hilfe/fachfirmen/
Alles gegen feuchte Wände und Keller
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.11.14


Vielen Dank für die bisherigen Beiträge.

"Billig" finde ich das nicht - wir reden hier um viel heiße Luft ??

Wobei ich wegen einem Holzwurm auch keinen externen Sachverständigen und unabhängigen Gutachter einschalten würde. Mich interessieren praktische Erfahrungen von Meinungen von Kunden und Handwerkern - damit war mir bisher immer am Besten geholfen.
Augen zu und durch!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.11.14

Aber dann bitte eine andere konkrete Frage...


..denn wenn man Ihnen dabei helfen will, dann sollte kein unqualifizierter Beitrag kommen.
Aber was noch wichtiger ist - diese Einträge werden nicht nur von Ihnen gelesen sondern auch von Menschen die es schon wissen wollen wie man dabei vorgehen sollte.
Dazu mein Hinweis auf fachlich fundierte Merkblätter.
Alles gegen feuchte Wände und Keller
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.11.14

So gesehen haben Sie natürlich Recht


für weitere Leser sind die theoretischen Grundlagen ggf. interessant. An der Fragestellung liegt's aber nicht - was haltet ihr von der Methode und dem Kostenrahmen - mehr nicht ??
Augen zu und durch!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 25.11.14

Heißluft-Bilder aus der Bilddatenbank: