Natursteinfundament mit Betonfundament unterfangen?

Hallo Fachleute,

unser Fachwerkhaus steht auf einem 60cm hohen Natursteinfundament. Davon liegen maximal 30cm unter der Erde. Diese Werte sind nach heutigen Maßstäben sehr knapp, das Haus ist aber auf dieser Grundlage fast 200 Jahre alt geworden.

Jetzt soll das Natursteinfundament saniert werden. Uns wurde vorgeschlagen unterhalb des Natursteinfundamentes ein ca. 60cm hohes Betonfundament zu ergänzen. Das Fachwerk und die Wände werden ebenfalls saniert. Zur ursprünglichen Last der Wände kommt dabei nur eine 6cm dicke Innendämmung. Auch das Dach wird nicht ausgebaut.

Wie ist Eure Meinung dazu? Ist das Unterfangen mit Beton notwendig oder ist eine ordentliche Reparatur des alten Fundaments ausreichend?

Mit besten Grüßen,
Stefan H.
Ein märkischen Tagelöhnerhausm, Warum nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.17

Wer schlägt sowas vor und warum?


Vermutlich möchte jemand die Fundamente hinsichtlich Frosttiefe nach modernen Maßstäben ertüchtigen.

Meiner Meinung nach überflüssig. Kommt natürlich drauf an, was für Wände da drauf stehen und ob denen leichte Frost-Bewegungen weh tun oder nicht. Womöglich geht beim Unterfangen mehr kaputt.

Ich habe bei unserem Haus einige Kalkstein-Fundamente mit Beton unter- und eingegossen, weil die einfach nicht tief genug waren für den geplanten Ausbau. Ein wahnsinniger Aufwand und ohne Setzungen hab ich das nicht hinbekommen.

Grüße

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.17

Doppelantwort


gelöscht

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.17

Vom Gefühl her sehen wir es genauso


Hallo Frau Holzer,

vielen Dank für die Antwort. Ja es geht hier wohl darum die die Frosttiefe zu erreichen und der Vorschlag kommt von einem Bausanierer.

Der genaue Wandaufbau wird nach der Sanierung wie folgt sein: 17cm Eichefachwerk mit Lehmbausteinen; 6cm dicke Holzweichfaserplatten zur Innedämung; Kein Dachausbau;

Mit besten Grüßen
Ein märkischen Tagelöhnerhausm, Warum nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.17

Schauen sie mal....


Neues BV in Battin (2) Natursteinfundament....ein neu errichtetes Natusteinfundament unter einem Fachwerkhaus in der Uckermark, welches ebenfalls als EINZELDENKMAL geführt wird und so auch saniert wurde.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 13.09.17


Hallo Herr Mühle,

vielen Dank für das motivierende Foto, das Fundament sieht äußerst robust aus. Wäre echt schön, wenn wir schon soweit wären!!

Wie hoch ist der Fundamentsockel dieses Fachwerkhauses und wie weit liegt er nach dem Verfüllen in der Erde?
Mit besten Grüßen,
Stefan
Ein märkischen Tagelöhnerhausm, Warum nicht!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.17

Sichtig


Er ist so in etwa sichtig geblieben.
Und nun bereits fast 10 Jahre mängelfrei.
Konnte ich erst dieses Jahr mich darüber wieder vergewissern.
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community
LehmHandWerk Udo Mühle | | 15.09.17

Nachträgliche Unterfangung


Wenn das Gebäude schadensfrei solange überstanden hat und keine erheblichen Zusatzlasten zu erwarten sind (Innendämmung etc ist ohne Belang) spricht überhaupt nichts für eine nachträgliche Unterfangung, die neben unnötigen Kosten bei fehlerhafter Ausführung riskant sein kann.

Ich habe mehrmals Unterfangungen durchgeführt-
dies aber nur, weil entweder nachträglich ein Keller hergestellt werden sollte oder das umgebende Gelände erheblich abgegraben wurde.

Ohne Notwendigkeit und Überlegung sollte nie etwas geändert werden

Andreas Teich

Natursteinfundament-Bilder aus der Bilddatenbank: