Standölfarbe auf Dielen?

Hallo,
eine Frage an die Dielen und Holz-Spezialisten zum Theme Standölfarbe au f Dielen.Diese sind in unserem alten Pfarrhaus sind mit einem rötlich/braunen aber transparentem Anstrich versehen. Ob dies Ochsenblut oder Lack ist. Wir wissen es nicht. Abschleifen können wir den Boden nicht mehr, weil teilweise zu dünn.
Nun habe ich einen Versuch gemacht: Mit Hand + Schmirgelpapier den Boden angeschliffen, ordentlich mit Seifenwasser abgeschrubbt und sehr dünn mit Hartöl + 8% Eisenoxid (Dies wurde uns von Kreidezeit empfohlen) gestrichen. Leider sieht es nicht so gut aus und irgendwie scheint es auch nicht zu halten, lässt sich wieder abwischen.

Wäre Standöl eine Alternative? Geht das ohne vollständige Entfernung der Altanstriche?
Gibt es Standöl nur deckend, oder auch lasierend?
Gibt es noch andere Alternativen?
Bin gespannt auf eure Ratschläge
gruß Klaubholz
Ton , Sand, Schluff und Schwebeteilchen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.01.11

Standölfarbe entspricht sehr dem Hartöl...


Wenn das Hartöl nicht hält, dann wird das Standöl auch nicht halten.

Das Standöl halbfett ist nicht so deckend wie das Standöl vollfett. Schichtbildend auf einer Diele Pigmente setzen ist so eine Sache. Mit der Zeit entstehen dann deutlich Laufstraßen.

Ohne eine Entfernung des Altanstriches sehe ich für Naturöle keinen Lösungsansatz.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
Mitglied der Fachwerk.de Community
Natural Naturfarben Shop | | 19.01.11

Wozu das Seifenwasser?


Vielleicht war der Boden noch mit Restfeuchte gesegnet?

Komischer Tip von Kreidezeit. Ein Hartöl ist zuwenig schichtbildend, um im einachen Auftrag Pigmente in dieser Menge binden zu können.

Was habt Ihr denn jetzt drauf? Könnte es Wachs sein?

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 20.01.11


Nein Wachs ist es nicht und feucht war es auch nicht mehr.
Inzwischen hält das Hartöl übrigens, sieht aber durch die "Überdosierung" Eisenoxid schlierig und fleckig aus. Ich hatte eigentlich auch Bedenken 8- 10 % Eisenoxid zu verwenden, aber dann habe ich mich brav an die Empfehlung von Kreidezeiut gehalten .... Aber auch wenn ich nochmal Hartöl ohne Pigment auftrage, e bleibt ein unbefriedigendes Ergebnis.
Nun bin doch am Überlegen, ob Abschleifen sollte. Der Boden ist halt sehr alt, voller Furchen und Dellen, teilweise vielleicht der Originalfußboden (sehr breite Dielen) aus der Erbauungzeit!?
Bei einem solchen unebenen Dielboden kommt wohl nur eine Walzenschleifmaschiene in Frage, habe ich mich schlau gemacht. Aber ist der Abtrag dann doch zu hoch und das Holz wir zu dünn?!
Vielen Dank für die Antworten. vielleicht hat der/die eine oder andere noch wertvolle Tipps, bevor ich mich dazu entschließe doch zu schleifen.
Gruß Klaubholz
Ton , Sand, Schluff und Schwebeteilchen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.11


...hier gibts noch Foto von den Dielen
Ton , Sand, Schluff und Schwebeteilchen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.11


..oder das ist noch besser
Ton , Sand, Schluff und Schwebeteilchen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.11

Wenn's...


...überall so aussieht, würde ich grundreinigen (Natural-Intesivreiniger) und mit einen Refresher (Naturhaus Refresher oder Natural Parkettöl kalt) überarbeiten. Ein Wasserlack scheint es nicht zu sen, der würde heller wirken. Also offenbar ein Öl-Kunstharzlack (wenn's nicht doch Wachs ist).

Beide Arbeitsgänge werden mit der Einscheibenmaschine (im Baumarkt ausleihen) und grünem bzw. weißen Pad durchgeführt. Beim Schleifen kann's tatsächlich zu dünn werden. Wie dich sind die Dielen denn jetzt noch?

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 20.01.11

Natural-Intensivreiniger und Naturhaus-Refresher/Natural Parkettöl?!


Auf eine solche Variante bin ich bisher noch nicht gestossen - Natural-Intensivreiniger und Naturhaus-Refresher/Natural Parkettöl. Hört sich interessant an, nicht so aufwendig wie Abschleifen usw.
Zumal dadurch die Patina mit allen Rissen und Vertiefungen des Bodens erhalten bliebe. Wichtig ist mir das die Oberfläche geschlossen ist und es sich so auch besser reinigen lässt.
Wachs ist es glaub ich nicht. Jemand meinte mal, es könnte Schelllack sein. Da sich der Belag aber mit Lösungsmitteln nicht lösen lässt, gehe ich auch davon aus , dass es ein Lack ist. Und auch Wachs würde sich dann doch auch lösen, oder?
Die dünneren Bretter sind ca. 1, 8 cm dick die breiteren und wahrscheinlich älteren Dielen scheinen wesentlich dicker zu sein.

Bei der von Ihnen vorgeschlagenen Variante mit den Pads und der Schleifmasch. : Was empfehlen Sie bei breiten Fugen und tieferen Löchern als Füllmasse?

Vielen Dank für hilfreichen Ideen, auf der Homepage sehe ich: Jemand vom Fach:-)
Ton , Sand, Schluff und Schwebeteilchen
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.11

Wachs


ginge z.B. an einer Teststelle mit Reinigungsbenzin weg, Schellack mit Alkohol. Ich vermute aber, daß der Boden genauso behandelt wurde wie unserer - mehr oder weniger oberflächlich geschliffen (u.U. händisch) und dann mit einer normalen Kunstharzversiegelung behandelt.

Mutmaßlich war das das Ende unseres (erdberührten) Bodens - er ist von unten weitgehend vermorscht, im Zimmer (wo die Versiegelung noch flächig erhalten war ) erheblich mehr als in der Küche (wo sie komplett abgetreten war).
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.01.11

Fugen könnten,


nach Abkratzen der Fugenflanken, mit PaFuDiMa (Parkettfugendichtmasse :-) von Berger Seidle geschlossen werden. Farbton besser etwas zu dunkel, als zu hell. Gängig ist auch das Ausspänen, wenn die Oberfläche der Dielen aber erhalten werden soll, etwas kompliziert.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 20.01.11

Dielen-Bilder aus der Bilddatenbank: