Muffigen Geruch aus alten Möbeln beseitigen?

Hallo,
ich habe günstig ein paar alte Möbel bekommen, die aber so stark müffeln, daß ich nichts reintun mag. Bei einem Küchenschrank habe ich den Muff erstaunlicher Weise mit "Febreze" wegbekommen, was man eigentlich für Textilien nimmt :-)
Allerdings riecht das irgendwie auch nicht so prickelnd.
Kennt jemand eine andere Möglichkeit, möglichst Duftneutral den alten Muff rauszukriegen?
Viele Grüße
Martina


Martina Züllighofen | 24.08.03


hallo, der muff wird wahrscheinlich so tief im Holz stecken, dass alle herkömmlichen methoden ihn allenfalls kurzfristig übertünchen. eine möglichkeit, auch wenns abenteuerlich klingt: besorgen sie sich irgendwo frischen (!) Lehm und machen sie sich eine Mischung mit frischem Stroh (gibts derzeit reichlich) und Verputzen sie den Schrank innen mit einer 2 bis 3 cm dicken schicht. ordentlich trocknen lassen und nach ein zwei monaten rauskratzen, nass nachwaschen, dann mit einem lebensmittelechten öl nachbehandeln. lehm bindet so ziemlich alle üblen gerüche. ich hab so mal einen alten Stuhl saniert, der penetrant nach kuhsch... roch.

viel glück!
gruß günter flegel
Unser Traum wird wahr!
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| 24.08.03

Re


Die "Flegelsche" Methode finde ich einfach herrlich! Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten des Naturbaustoffes Lehm in der Möbelrestauration! Danke für solche geniale Tipps. MfG aus der OL.
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 24.08.03

Möbelmuff


Klasse Tip, Herr Flegel -
- wieder etwas dazugelernt
Viele Grüsse vom alten Holzwurm im 38.Lehrjahr
Anfertigung von Verbundfenstern u. Isolierglasf. mit hist..getreuen Profilen und Rahmenquerschnitt
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Tischlerei Milling | | 24.08.03


danke für die blumen, aber ich bin ja selbst noch erstklässler in sachen Lehmbau - der genialste stoff jedenfalls. ich erinnere mich an einen etwas abenteuerlichen amerika-urlaub, wo ich in einer mexikanischen cantina, die nach deutschem lebensmittelrecht dem erdboden hätte gleichgemacht werden müssen, mal einen eintopf verspeiste, der wie der himmel auf erden schmeckte. so weit ich dem indianischen koch entlocken konnte, vermutlich ein azteke, bestand das gericht neben gemüse hauptsächlich aus klapperschlange, und das geheimnis der zubereitung: es wurde in blätter und einen feuchten lehmmantel gehüllt und über nacht in einem ausgebrannten erdloch gekockt/gebacken, wie man will. lehmbau also auch in der Küche ... wenn mein haus fertig ist, baue ich mir einen lehmbackofen!
lehmige grüße aus unterfranken
günter flegel
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| 24.08.03