Fachwerk.de - Durchbruch in den Gewölbekeller

Hallo und Gruss aus der Schweiz.
Ich möchte in meinem Gewölbekeller (ca. 300 Jahre altes Riegelhaus -so nennt man das bei uns in der Schweiz), welcher nur von Aussen zugänglich ist, eine Werkstatt einrichten.
Das Geölbe ist aus Sandstein, am Scheitel etwa 2m hoch, der Keller ist 3m mal 4,50m gross. Der Eingang an der Stirnseite (mit vorgelagertem Treppenaufgang und Falltüre) macht etwa 3/4 der Kellerbreite aus und wurde nachträglich mit einem Betonsturz verstärkt. Auf der anderen Stirnseite des Kellers wurde auch nachträglich auf etwa 1/4 der Kellerbreite einen Durchbruch in den Nachbarkeller gemacht (diesen möchte ich dann wieder verschliessen). Das Gewöbe wird also nur auf den beiden Längsseiten vom Erdreich umschlossen.
Kann ich nun durch das Gewölbe von oben einen Durchbruch für eine Treppenaufgang in das Zimmer über dem Keller machen? Mir schwebt vor, eine Art Falltüre zu machen so 80cm mal 80cm und eine steile Treppe (eher Leiter).
Der Boden des Zimmers scheint lediglich aus einer Schüttung, einer Bretterlage und dem Reimenboden zu bestehen. Balkenlage habe ich noch keine entdeckt. (habe den Boden aber noch nicht ausgebaut, kommt aber noch -Riemenboden soll ersetzt werden).
Also:
Gibt es eine Chance für diesen Durchbruch ohne dass mein Haus gleich in den Keller absackt. Oder soll ich es gleich vergessen? Wenn ein Durchbruch, eher am Scheitel des Gewölbes (kleinster Aufwand) oder am Sockel (gäbe wohl einige Tage zum spitzen)?
Vielen Dank für eure Tipps!!


Daniel Zurbuchen | 16.05.03
Sinn eines Gewölbes !!
Ich würde den Versuch NICHT wagen. Bei einem Gewölbe erfolgt die Lastabtragung der Decke über das Gewölbe in die Mauern. Deshalb gibt es hier auch keine Deckenbalken oder ähnliche Konstruktionen. Nehmen Sie auch nur einen Stein aus der ganzen Konstruktion heraus, ist die gesamte Statik perdue und das Ding fällt in sich zusammen. Wenn Sie Glück haben, nicht sofort, sodaß Sie noch Zeit zum Weglaufen haben. Insofern macht es auch Sinn, daß der Eingang bei Ihrem Keller seitlich angebracht ist – und da sollten sie ihn auch lassen.
Gruß aus dem Norden.


anonymus | 16.05.03
Gewölbekeller
Wie mein Vorgänger es bereits richtig formuliert hat, würde ich vorsichtig sein und das Gewölbe nicht antasten. Ich habe bereits erlebt das etwas zuviel Erde aus den Seiten des Gewölbes weg genommen wurde um es vermutlich durch Sand und Kies zu ersetzen, es wurde Feierabend, während der Nacht regnete es, die Resterde rutschte ab, und der Keller war (nicht im Eimer) sondern im Keller selbst. Das heißt Eingang an der Stirnseite. Beachten Sie auch das ein Gewölbekeller eine besondere "Sprache" hat, einen besonderen "Raumklang". Zerstören Sie es bitte nicht.
m.f.g.
J.E.Hamesse
Neubau, Altbau, ökologisches Gedankengut
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Architekt und Planer | HAMESSE, Jean-Elie | 16.05.03
geht
Selbstverständlich ist die Öffnung des Scheitels eines Gewölbes möglich. Dazu müsste ein Druckring aus Stahlbeton eingefügt werden. Dieser Aufwand lohnt sich aber bei der von Ihnen beschriebenen Größe des Kellers eher nicht.
... für ein Gebäude mit Seele.
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dritte Haut® Architekten | Peter Garkisch (Architekt, Dipl.-Ing.) | 19.05.03

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Zugemüllt bis oben hin, einer von 2 Kellerräumen - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
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