Dachneubau...

Hallo,
ich besitze seit einigen Jahren ein Grundstück (Bj. ca. 1840) im Außenbereich mit EFH, Scheune und Nebengelaß. Das Dach (150 m2) des Hauses sollte letztes Jahr nur neu eingedeckt werden, was ja meines Erachtens genehmigungsfrei ist. Wir stellten beim Abdecken aber erschreckt fest, daß die gesamte Dachbalkenkonstruktion einsturzgefährdet war und haben uns entschließen müssen, das gesamte Dachgeschoß mit marodem-schon losem Gebälk, Giebel und Fußsockel (ca. 1 m hoch) abzureißen. Wir haben dann alles wie vorher wieder aufgebaut, also nichts an Höhe oder Aussehen verändert. Da alles so schnell gehen mußte (Gefahr durch Regen) steht nun also ein neues Dachgeschoß. Auf das Grundstück besteht Bestandsschutz. Die Gemeinde teilte mir vor dem Kauf schriftlich mit: "Das Kaufgrundstück unterliegt dem Bestandsschutz. Dies kann jedoch nicht gleichbedeutend sein mit Verboten aller baulichen Tätigkeiten. So sind Sanierungsarbeiten selbstverständlich möglich. Nicht möglich ist die Erweiterung (hier wird im Besonderen auf die Dachgestaltung, Veränderung der Firsthöhen usw. abgestellt) oder die Umnutzung bestehender Baulichkeiten." Es existieren nachweislich keine baulichen Unterlagen (incl. irgendwelcher Maßangaben) des Grundstückes mehr, das Bauamt kennt aber das Grundstück persönlich und durch Fotos. Was ratet ihr mir? Soll ich das Bauamt ansprechen oder erst einmal einen Anwalt oder lieber gar nichts tun?
S. K.


S.K. | 25.08.03

schade


Auch ein Abriß und Neubau mit gleichen Höhen (im Bestandsschutz) ist zumindest anzeigepflichtig. Warum vergessen Sie, zumal Sie ja um die Problematik wissen, die Baubehörde auf Ihre Seite zu holen? Jemand der nicht gefragt wurde und Entscheidungen zu treffen hat, reagiert immer sauer danach. Sprechen Sie es jetzt an und vergessen Sie Ihren Anwalt...
... für ein Gebäude mit Seele.
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Dritte Haut® Architekten | | 25.08.03

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