Frage zu Dachdämmung / Holzschädlinge

Hallo,

für die Neueindeckung und Dämmung meines Daches (45 Grad Satteldach) bitte ich um Rat. Das Dach wird vollständig entkernt, so dass freie Zugänglichkeit gegeben ist. Vorgeschlagen wurde vom Dachdecker eine 35mm Holzfaseraufsparrendämmung und eine Holzfasereinblasdämmung, nachdem die Sparren von derzeit 14 auf 20 cm erhöht worden sind.

Das Haus steht mitten in einem Kiefernwald, in dem deutliche Spuren durch Schädlingsbefall erkennbar sind. Ein hoher Befallsdruck wird dauerhaft bestehen bleiben.
Beim Entfernen der Innenverkleidung fand ich an einigen Stellen Holzmehl, ob der Befall aktiv ist, kann ich nicht sagen. Das Holz ist trocken, kein Hinweis auf Pilzbefall. Lt. Dachdecker müsse kein Holz ausgetauscht werden, aber eine Thermobehandlung durchgeführt werden. Nach Lektüre diverser Veröffentlichungen (Dank u.a. an Herrn Wiessner für seine für Laien verständlichen Artikel) kann ich diesen Rat nachvollziehen, zumal die Sparren dauerhaft hinter der Dämmung verschwinden werden. Kann jemand eine Firma empfehlen, die im Spreewald tätig ist? Muss ich bei der Sparrenverstärkung bzw. Neueindeckung des Daches darauf achten, dass besser Holz einer bestimmten Sorte oder mit spezieller Behandlung verwendet wird?

Ich finde keine eindeutige Aussage, ob die Holzfasereinblasdämmung vor dem Befall durch Holzschädlinge gefeit ist, der letzten Thread hier, ob Holz oder Hanf diesbezüglich sicherer ist, ist einige Jahre alt. Gibt es dazu neue Erkenntnisse? Ein Produzent von Holzfaserdämmung, den ich angeschrieben habe, antwortet nicht. Ggf. würde ich auf Hanf ausweichen.


Vielen Dank vorab!

P.S. Einen Statiker habe ich schon beauftragt.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.03.17

Holzschädlingen vorbeugen


Zellulose- und Holzfaserdämmungen sind aufgrund der Borsäure/-salze völlig uninteressant für Holzschädlinge, Nager und anderes Getier-hier besteht also keinerlei Risiko.

Neue Balken aus KVH sind zumindest aufgrund der künstlichen Trocknung schädlingsfrei. Wenn diese im Dachstuhl nicht mehr aktiv sind ist ohnehin bei geschlossenen Dachaufbauten nichts zu befürchten.
Das Holzangebot im Wald ist sicher ausreichend und attraktiver als trockenes Bauholz.

Andreas Teich


Vielen Dank für die Antwort

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.03.17

Holz-Bilder aus der Bilddatenbank: