Fachwerkhaus kaufen?!

Hallo an alle,

ich habe bereits einige Zeit hier im Forum mitgelesen und habe mich nun auch angemeldet.

Folgende Situation:
In einem Nachbarort wird ein Fachwerkhaus (BJ. um 1900 ;-)) angeboten. Teilunterkellert (verputzer Bruchsteinkeller im vorderen Bereich der offentsichtlich feucht ist) EG, OG und DG ist Fachwerk.
Es ist einseitig angebaut und an zwei Seiten mit Naturschiefer geschiefert. Dachstuhl wurde offentsichtlich mal erneuert (Sparren ca. 10/14 ohne Schädlingsbefall). DG ist zu 3/4 ausgebaut ("Dämmung" besteht aus Heraklit, darauf wurde tapeziert). Der Boden im EG ist über ca. 2m weggegammelt, Ursache scheint geklärt! Bäder im EG und OG müssen erneuert werden, Fenster ebenso, Nachtspeicheröfen würde ich gegen Gas-Brennwert austauschen. WFL laut Exposé ca. 247 m²
Mich würde interessieren, ob sich eine "Kernsanierung" und nichts anderes wird es ja dann sein, in anbetracht des günstigen Kaufpreis "lohnt". Diverse "Kostenschätzungen" hier im Forum sprechen ja von rund 1.000 €/m².
Das Haus mit 430 m² Grundstück wird für unter 30.000 € angeboten.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.16

Bausubstanz ?


Für € 30.000 gibt´s im Grunde nur abrissreife Objekte; der Kaufpreis wird sich wahrscheinlich allein nach dem Bodenrichtwert für´s Grundstück berechnen. Wenn Sie ein solches Objekt vollumfänglich sanieren wollen, werden Sie statt € 1.000/m2 eher € 2.000/m2 zahlen müssen. Oder Sie bauen jahrelang in Eigenleistung. EIn solches Objekt sollten Sie sich nur zulegen, wenn Sie über eine sehr gut gefüllte Baukasse verfügen oder über enorm viel Zeit. Ich würde davon Abstand nehmen.

Wenn Sie sich trotzdem ernsthaft dafür interessieren sollten, dann lassen Sie das Haus von einem fachwerkkundigen Sachverständigen (Architekt/Bauingenieur/Zimmerer-Restaurator) begutachten.
... den Dingen auf den Grund gehen ...
Mitglied der Fachwerk.de Community
pickartz architektur | | 20.09.16

Fachwerkhaus-Bilder aus der Bilddatenbank: