Da wir nicht weit vom Freilichtmuseum Hessenpark wohnen, habe ich heute mal wieder einen Ausflug dorthin gemacht und bin schlichtweg entsetzt über den schlechten Zustand vieler Gebäude.
Der Park wurde in den 70er Jahren gegründet und die Häuser wurden nach dem damaligen Stand der Technik wiederaufgebaut.
Gefache wurden teilweise mit Ytongsteinen, teilweise mit Ziegel unterschiedlicher Art ausgemauert(mit Zementmörtel!!), Spalten und alte Zapflöcher wurden mit Bauschaum ausgefüllt.
An etlichen Häusern besteht nun dringender Sanierungsbedarf, das alte Schulgebäude ist gesperrt und die rückwand komplett abgestützt wegen Einsturzgefahr !
Ich habe eifrig fotografiert, leider war meine Speicherkarte schon bald voll, deswegen hier nur mal ein paar Eindrücke als Warnung an künftige Fachwerk-Sanierer !
Liebe Grüße,
Claudia
Ein Haus hat eine Seele, es möchte geachtet und respektiert werden
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Ytong-Ausmauerung
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Bauschaum
Hier wurde zwar sogar schon mit Lehmziegeln ausgefacht, doch Spalten und alte Zapflöcher (von wiederverwendeten Balken )wurden munter mit Bauschaum ausgesprüht
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Ausfachung mit falschen Materialien
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
abplatzender Innenputz
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Spachtelmasse
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Wirtschaftliche Sabotage!
Wir denken, daß man dies so definieren könnte.
Da sind Unmengen an Fördermitteln gelaufen und laufen auch immer noch, denn dies ist ja nur ein "Park" von weiteren und da werden täglich ähnliche Wiederaufbaumaßnahmen so ausgeführt, ohne der vorgefundenen Bestandsanalytik Rechnung zu tragen.
Eigentlich Schade, do da stehen sicherlich ganz andere Entscheidungen und Personen dahinter, als das man vielleicht selbst Einfluß mit nehmen kann.
In unsrer Region gibt es den Ehrlichthof in Rietschen, wo's ähnlich geschehen ist (Bauschaum, Folie, Gipskarton, Gasbeton, moderne Lobbybaustoffe etc.).
Da sollten Besucher vielleicht viel mehr aufrütteln, als nur hinnehmend durchzuwandern!
Grüße Udo
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 29.07.06
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LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 29.07.06
noch eins....
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Claudia Junghans | 29.07.06
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Claudia Junghans | 29.07.06
Wir waren vor 4 Jahren im Hessenpark, die machen dort auch "Forschungen". Kann man denen ja auch nicht verdenken, dass die in den 80ern diesen Ytong-Mist geglaubt haben, oder? Das glauben ja heute sogar noch viele...
Wir haben damals nachgefragt und die haben uns gesagt, wie man es richtig macht.
Trotzdem total schade!
Prinzipiell ist der Hessenpark total schön, wir wollten jetzt im Urlaub auch mal hin. Na ja, Sparen wir uns dann ;o)
Hoffentlich werden hier die Ytongies wachgerüttelt, mit Deinen Bildern :o)!
Grüße Annette
annette | 30.07.06
Huhu Annette,
ihr könnt auf jeden Fall hinfahren, es gibt eine Menge neues und schönes zu sehen, trotz aller Bausünden !
Ich wollte hier auch gewiss nicht vor einem Besuch des Hessenparks warnen ;-))))
Leider habe ich es gestern gar nicht geschafft, mir alle neuen Gebäude anzusehen. Ich hätte gerne geschaut, mit welchen Materialien die bei den "neueren" Häusern gearbeitet haben, aber mein Sohn war von plötzlicher Fußlähmung befallen ;-))))
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Claudia Junghans | 30.07.06
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Claudia Junghans | 30.07.06
Der Hessenpark ist nicht die einzige Museumsbaustelle,
die sich trotz aller "historisch getreuen" Großspurigkeit über das Handwerkswissen unserer Altvorderen an vielen Details krude hinwegsetzt (hat). Warum wohl? Weil es eben "moderne" Planer und Handwerker sind, die das Sagen haben - genauso wie "draußen". Und wo bitteschön wäre das gute alte Handwerk zu lernen? Es gehört schon mehr dazu, als Holznägel nachzuschnitzen und nassen Lehm zu verpampen.
Weiteres Problem ist oft auch der Leerstand im ungeheizten Zustand. Da kommt ja eine Aufkondensation zustande, die jeder Beschreibung spottet. Im genutzten Original glühte dagegen Tag und Nacht der Herd, die Rauchgase heizten den Dachraum, usw. usf.
Mehr und mehr gibt es deswegen auch in Museumsbauten Hüllflächentemperierungen - man hat endlich eingesehen, daß Wasser in jeglicher Form der Feind des Bauwerks ist ...
In bulgarischen Freilichtmuseen ist man noch weiter als hierzulande gegangen. Die Museumsbauten werden gleich vollbetoniert und dann dekorativ kaschiert. Wenn man verblüfft nachfragt, wird einem "Erdbebensicherheit" als Erläuterung geboten. So halten die neuen Bauwerke jedenfalls bombenfest, im Unterschied zu fehlrekonstruierten Leichen in der deutschen Museumslandschaft. Die Bulgarienmethode möchte ich freilich nicht empfehlen. Beton hat ja auch seine Probleme ...
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 31.07.06
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 31.07.06
Hoffentlich werden hier die Ytongies wachgerüttelt, mit Deinen Bildern :o)!
schreibt annette....da kann ich mir diesen schicksalhaften Screenshot nicht verkneifen :D
zwinkert
Matthias
Hmmmh?
Jetzt stehe ich ehrlich gesagt auf dem Schlauch. Klärt mich auf !
Claudia
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Claudia Junghans | 31.07.06
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Claudia Junghans | 31.07.06
Re-Hmmm?
Hallo Claudia,
das ist doch Matthias trockener, nord-deutscher Humor. ggg.
Er meint natürlich die Ironie des Schicksals, dass man neben deinem super, zu Recht ytongkritischen Beitrag nach Ytong googeln kann, um besonders günstig selbige zu erwerben.
LG
Ach so, klopp-vorn-kopp !
grins....so genau hatte ich gar nicht hingeschaut :-)))))
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Claudia Junghans | 01.08.06
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Claudia Junghans | 01.08.06
Freilichtmuseen-doch Apltraum ?
Hi,
da kann man nur kopfschütteln über angebliche Historien-experten in Freilichtmuseumsanlagen staunen.unsere handwerklichen Vorfahren haben sich sicherlich schon im Grabe umgedreht.
wozu brauchen wir noch Handwerkskammern etc.,wenn Sie(die zertifizierten Handwerksunternehmen) doch gegen den Strich arbeiten?
wozu soll dieses Forum nütze sein,wenn sich nur ganz wenige sich berufen fühlen ,danach richtig zu handeln.
Nachdenkliche Grüße
metallfreies Fachwerk ist wahres Handwerk
Mitglied der Fachwerk.de Community
Marc Hohnsbehn | 22.07.07
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Marc Hohnsbehn | 22.07.07