Wachsendes Interesse an temporären Bauten in Holzbauweise

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Als
Single ein eigenes kleines Haus, das sich später flexibel für ein Leben zu zweit
oder gar zu dritt erweitern lässt. Und dies mit geringem Aufwand. Bei Häusern in
Holzbauweise ist dies längst Realität. Sie lassen sich je nach Lebenssituation
beliebig umbauen, erweitern oder verkleinern. Der gesellschaftliche Wandel hin
zu mehr Mobilität und Flexibilität verändert ebenfalls die traditionellen
Baukonzepte. Bauen für Lebensabschnitte statt für die Ewigkeit ist die
Herausforderung an moderne Architekturen - nicht nur für große Sportereignisse
wie die Fußballweltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele, sondern auch beim
Haus- und Wohnungsbau.




<img border="1" src="http://www.baulinks.de/webplugin/2004/i/1345-holz.jpg" hspace="0" vspace="2" alt="Holzhaus, Holzhäuser, temporäre Bauten, Holzbauweise, Holzbau, Hausbau, Wohnungsbau, Wärmedämmung, Fertighaus, Fertighäuser">

<span style="font-size: 9px">Foto: WeberHaus</span>



Das Interesse und der Bedarf an kleinen Gebäuden und Häusern aus
Modulen, die miteinander verbunden werden können und gleichermaßen auch wieder
"trennungsfähig" sind, wächst. Sie bestehen aus kostengünstigen Modultypen, die
einzeln eingesetzt und so ideal auf die Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten
werden können. In Karlsruhe wurden beispielsweise auf einem ehemaligen Gelände
der US-Armee statt herkömmlicher Reihenhäuser 13 Einfamilienhäuser in
Holzbauweise gebaut. Die so genannten Würfelhäuser sind von außen alle gleich.
Aber die Raumaufteilung im Innern wurde von jedem Bauherrn nach seinen
persönlichen Vorstellungen geplant. Da nur die Außenwände und eine Mittelwand
tragend ausgebildet sind, konnten die Grundrisse flexibel gestaltet werden.
"Dies ist nur mit dem Baustoff Holz möglich. Der Holzbau ist wegen seiner
kostengünstigen Veränderbarkeit ideal für wandelbare Gebäude", so Dipl.-Ing.
Architekt Ludger Dederich, Leiter der Holzbaufachberatung beim HOLZABSATZFONDS.
Hinzu kommt, dass bei Holzhäusern die Wärmedämmung in die Wände integriert ist.
Dadurch sind die Wände dünner als herkömmliches Mauerwerk, was zu einem relativ
großen Wohnflächenzugewinn führt. Ludger Dederich: "Dieses Plus an Wohnfläche
gewinnt bei Kleinbauten überproportional an Bedeutung."



Schnelle Montage und hohe Flexibilität für jede Nutzungsart



Ob Wohnraum, Bürogebäude, Kindergarten, Sport- und
Mehrzweckhalle oder Ausstellungsraum - neuer Raumbedarf muss in Zeiten
zunehmender Mobilität und Flexibilität schnell und variabel verfügbar sein. In
Fürth musste beispielsweise für einen bestimmten Zeitraum ein bestehender
Kindergarten um eine zusätzliche Gruppe erweitert werden. An einer anderen
Stelle in Fürth sollte zu einem späteren Zeitpunkt ein dreigruppiger
Kindergarten neu entstehen. Die Architekten entwickelten ein versetzbares und
erweiterbares Gebäude, das für beide Aufgabenstellungen verwendet werden kann.
Es besteht aus modularen Raumzellen in Holzbauweise. Durch den hohen
Vorfertigungsgrad im Werk, unter anderem von Wänden und Decke, konnte die
Bauzeit auf zwei Monate reduziert werden. Vom Aufstellen des Gebäudes bis zur
schlüsselfertigen Übergabe vergingen nur zwei Wochen. Aus konstruktiver und
bauphysikalischer Sicht steht es Gebäuden in konventioneller Bauweise in nichts
nach. Wird es am ersten Standort für die zusätzliche Kindergartengruppe nicht
mehr benötigt, kann es binnen kurzer Zeit und für ca. 15 Prozent der
Entstehungskosten versetzt werden.



Der Vorteil der temporären Holzbauweise liegt in ihrem geringen
Aufwand, ihrer schnellen Montage und hohen Flexibilität, die das Gebäude bei
Bedarf auch wieder verschwinden lässt. "Als kontrollierte Zwischennutzung können
temporäre Bauten daher auch in der Stadtentwicklung eine wichtige
Anschubfunktion übernehmen. Sie können helfen, neue Nutzungsmöglichkeiten zu
erkunden, ohne große Investitionen vornehmen zu müssen", so Ludger Dederich.



<div align='right'>Siehe auch:

HOLZABSATZFONDS
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