Pavatex als Bodendämmung

Diskutiere Pavatex als Bodendämmung im Forum Sanierung allgemein im Bereich - Hallo Leute, ich bin immer noch dran, am Fachwerkhaus von 1848. Immer wenn ich dachte, ich kann was erhalten, hat sich später herausgestellt, dass...
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Bernhard9

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Hallo Leute,
ich bin immer noch dran, am Fachwerkhaus von 1848. Immer wenn ich dachte, ich kann was erhalten, hat sich später herausgestellt, dass es alles so verrottet war, dass ich es neu machen musste.
In drei Zimmer habe ich nun den alten Rauspundboden herausgerissen und durch neuen Rauspund ersetzt. Meine Frage nun:
Unter den Räumen ist ein Keller (Bruchstein, gestampfter Boden, Fenster, etwa Stehhöhe) der wohl als Kohlenkeller genutzt wurde. Der Rauspund liegt auf massiven Eichenbalken. Nun wird an den Füßen sicher im Winter kalt, weil natürlich keine Isolierung des Bodens zum Keller da ist. Mit schwebt nun vor, das Ganze von Unten mit Pavatexplatten zu isolieren. Da habe ich im Dachgeschoss gute Erfahrungen mit dem Material gemacht.

Hat einer von euch schon so etwas gemacht? Das Ganze soll ja auch atmen. Styropor kommt da ja wohl nicht in Frage.
Ja, ich weiß auch, dass man so ein Haus ganz entkernen kann und dann mit einem Ingenieur ganz neu aufbauen kann.
Nur leider ist das eben was für reiche Leute.... für mich also nichts. Ich muss das mit Bordmitteln stemmen.

Grüße
Bernhard aus Lippe
 
Ja, ich weiß auch, dass man so ein Haus ganz entkernen kann und dann mit einem Ingenieur ganz neu aufbauen kann.
Man kann aber auch, wenn sich nicht eingeplante Maßnahmen ergeben, überlegen was die optimalste Lösung ist, und die wäre hier sicher die Dämmung mit dem neuen Bodenaufbau zu realisieren.
Ich denke das wäre einfacher und preiswerter gewesen als jetzt zusätzlich noch die Kellerdecke zu dämmen.
Machen kann man das freilich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oli8 hat recht, hättest besser vorher gefragt. ;)
In einem alten, feuchten Keller mit organischen Materialien zu dämmen, halte ich für sehr gewagt. Ich würde die Decke eher mit Mineralschaumplatten belegen. Zumal die so leicht sind, dass man sie ganz easy ohne Unterstützung mit Kleber an die Decke kleben kann, ohne dass sie runter fallen bevor der Kleber fest ist.

Gruß,
KH
 
Nun wird an den Füßen sicher im Winter kalt, weil natürlich keine Isolierung des Bodens zum Keller da ist. Mit schwebt nun vor, das Ganze von Unten mit Pavatexplatten zu isolieren.
Ich würde ja erstmal abwarten, wie es denn im Winter wird, wenn denn der Bodenbelag schon fertig ist... Die Böden auf unserem Gewölbe sind im Winter nämlich nicht kalt. Wärmeverluste lassen wir mal außen vor.

Ein altes Gewölbe mit irgendwas zu verkleiden halte ich im Übrigen für eine ausgesprochene Bausünde. Das gehört saniert/gepflegt!

Und Organisches als Dämmung in einem Gewölbekeller mit Lehmboden wird sicher nicht funktionieren. Das fängt spätestens im nächsten Sommer an zu verrotten. Alles, was von Pilzen verwertet werden kann, ist dort dauerhaft nicht haltbar. Das habe ich in den letzten 8 Jahren in unserem alten Bauernhaus erfahren.
 
Ein altes Gewölbe mit irgendwas zu verkleiden halte ich im Übrigen für eine ausgesprochene Bausünde.
Das macht auch energetisch ab einer gewissen Deckendicke keinen Sinn mehr, wenn durch die Widerlager mehr Wärme verlustigt geht als in den Keller. Hier war aber bis jetzt noch nicht die Rede von einem Gewölbe, aber von
massiven Eichenbalken

.
 
Hallo erst mal herzlichen Dank für die Antworten,
khh
du bist anscheinend der Einzige, der mich hier richtig verstanden hat.
Das Gebäude ist ein Fachwerkhaus von 1848 mit einem Keller, dessen Boden aus gestampfem Lehm besteht. Der Keller selber ist aus Bruchstein. Darüber sind ganz klassich die Eichenbalken, auf denen der Boden liegt. In einem Keller ist die Decke noch mit einem dicken Putz überzogen. Hier würde ich alles so lassen. In einem Kellerraum fehlt diese eta 15 cm dicke Schicht aber. Da wirds an den Füßen dann kalt. In diese "Fächer" möchte ich ein diffusionsoffenes Material einbringen, dass atmet. Deshalb die Idee mit dem Pavatex. Material wie Mineralschaum oder Styrodur halte ich hier für ungeeignet, weil das Material nicht "atmen" kann. Die Räume sind perse schon sehr niederig. Da kann ich von oben mit einem neuen Bodenaufbau nicht arbeiten.
 
Die neuen Dielen sind schon drin - oder? Schade. Hast du wenigstens ein Rieselschutzpapier darunter?
Von unten nehmen wir gerne in solchen Fällen Heraklith.
Ist in sich stabiler, diffusionsoffen und sehr gut überputzbar. Die Dämmwerte sind zwar nicht so gut wie Holzfaserdämmplatten aber ausreichend. Nicht optimal aber aus meiner Sicht hilfreich.
 
Hier war aber bis jetzt noch nicht die Rede von einem Gewölbe
Sorry! Dann hab' ich das missverstanden: Hatte bei "Bruchstein" und "Keller" an ein Gewölbe gedacht... Wenn da nur Dielen auf Eichenbalken liegen, sollte da heute sicher was gemacht werden!
 
Hallo, danke für die hilfreichen Antworten. Ja es ist ein Bruchsteinkeller, aber kein Gewölbe, eben ein normaler Keller mit Stehhöe von 180 cm und gestampftem Boden mit Steinen drauf und verschließbaren Fenstern. Von Oben habe ich nun in Teilen Rauspund draufgemacht, so wie es meine Vorgänger vor 100 Jahren auch gemacht haben. Ich habe den Raustund erneuert, weil er verwurmt war und weil auch die Farbe unglaublich schlecht abging. Teilweise war das Holz auch morsch. Der neue Rauspund liegt drauf. An einigen Stellen ist im Keller nun unter dem Rauspund so ein Putz aus Stroh und Kalk. Einige Stellen sind aber auch frei und man kann von unten auf den Rauspund sehen. Da will ich Holzfaserplatten unterschrauben (ohne weiter zu verputzen oder so). Meine Überlegung: Holzfaser atmet und ich versaue mir nicht die dicken Tragbalken aus Eiche. Ggf. kann es mein Nachfolger auch leicht wieder entfernen. Selber habe ich mit Pavatexplatten schon mal gearbeitet, aber es gingen sicher auch andere Platten.... es ist alles eine Sache des Preises. Rieselschutzpapier habe ich nicht untergelegt, danke aber für den Tipp. Aber bei mir gibt es keine Veranlassung, so ein Papier einzulegen, es kann ja nix rieseln.

Also gehen Holzfaserplatten oder ist meine Überlegung ganz abwegig?
 
Also gehen Holzfaserplatten oder ist meine Überlegung ganz abwegig?
Ja, gehen.
Mache es wie M. Mattonet geschrieben hat:
Von unten nehmen wir gerne in solchen Fällen Heraklith
und fülle den Hohlraum zwischen den Deckenbalken bis unter die Bodendielen mit Holzflexmatten. Dann ist zwar der Schallschutz nicht gut, aber wenn du keine Waschmaschine oder ähnlich lärmende Geräte im Keller hast, ist das ja nicht so kritisch.
 
Hallo KHH,
danke für die Rückmeldung. Dann werde ich das auch so machen. Vielleicht setze ich mal ein paar Fotos vom Ergebnis rein.
Grüße Bernhard
 
Thema: Pavatex als Bodendämmung

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