BEE: "Begründung für Strompreiserhöhungen vorgeschoben und falsch!"

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"Erneuerbare
Energien haben nichts mit den Strompreiserhöhungen in Deutschland zu tun!" Dies
stellt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) klar. BEE-Geschäftsführer
Milan Nitzschke: "Bereits in den vergangenen zwei Jahren haben die deutschen
Stromversorger von ihren Kunden etwa 500 Millionen Euro zuviel für Strom aus
Erneuerbaren Energien kassiert. Wenn die aktuellen Preiserhöhungen für 2005
erneut mit der Einspeisung Erneuerbarer Energien begründet werden, ist das eine
ganz dreiste Verkaufslüge."



Von Hamburg bis München begründen Stromversorger ihre teilweise
kräftigen Preiserhöhungen aktuell unter anderem wieder mit der Einspeisung von
Strom aus Erneuerbaren Energien, also aus Wind, Wasser, Sonne, Bioenergie und
Erdwärme. Nitzschke: "Das war schon in den letzten Jahren vorgeschoben und hat
zu einem erheblichen Rufschaden der Erneuerbaren Energien geführt. Tatsächlich
stärken die Konzerne mit den Preiserhöhungen nur ihre Gewinne. Gleichzeitig
versuchen sie, sich mit Negativpropaganda die unliebsame Konkurrenz der sauber
erzeugten Energie vom Leib zu halten."



Richtig sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien in
Deutschland weiter voran gehe. Jedoch: "Die Menge von sauberem Strom steigt -
nicht aber die Kosten!", so der BEE.



Entscheidend für Mehrkosten der Verbraucher sei die Differenz
zwischen der Vergütung des Erneuerbare-Energien-Stromes und dem Preis für Strom
aus Kohle, Gas und Uran. Nitzschke: "Die Kostendifferenz sinkt stetig. Während
die Preise für herkömmlichen Strom steigen, sind für Erneuerbare Energien per
Gesetz sinkende Vergütungen vorgeschrieben. Heute stammt von jeder
Kilowattstunde, die in Deutschland aus der Steckdose kommt, knapp ein Zehntel
aus Erneuerbaren Energien. Dennoch liegen die sogenannten Mehrkosten für die
Verbraucher unter einem halben Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Der
Gesamtstrompreis für Tarifkunden liegt bei etwa 20 Cent pro Kilowattstunde."



Wenn 2005 die deutschen Energieversorger wie schon im gesamten
Jahr 2004 deutlich mehr als einen halben Cent bei den Kunden für Strom aus
Erneuerbaren Energien abrechnen sei das ein Fall für Verbraucherschutz und
Gesetzgeber. Nitzschke: "Bisher wird dieser Bereich weder von der
Strompreisaufsicht noch den Kartellbehörden beaufsichtigt. Solange hier keine
Transparenz und Kontrolle eingeführt werden, können die Energieversorger ihre
Kunden weiter abzocken und die Schuld auf die Erneuerbaren Energien schieben."



<div align='right'>Siehe auch:

Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
</div>
 
Thema: BEE: "Begründung für Strompreiserhöhungen vorgeschoben und falsch!"

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