Zwischensparrendämmung ohne Unterspannbahn

04.04.2014



Hallo,

das Ziegeldach des Landarbeiterhauses (1957) ist nur mit einer einfachen Lattung gedeckt. Also nur waagerechte Traglattung direkt auf den Sparren. Von einer nachträglichen Einbringung einer Unterspannbahn zwischen den Sparren hat man mir abgeraten (wegen der Ableitung von gelegentlicher Feuchtigkeit / Flugschnee). Die Dachziegel sind nicht voll vermörtelt. Laut Dachdecker ist die Unterspannbahn hier nicht zwingend erforderlich.

Wenn ich nun einen Klemmfilz oder Dämmkeil einbringe, dann stößt der ja voll an die Tragleiste an. Als Hinterlüftung bleibt also der waagerechte Raum zwischen den Traglatten (50 mm) und der senkrechte Raum, der sich durch die Rundung der Dachziegel auf den Traglatten ergibt (etwa H20 x B40 mm pro Ziegel über die ganze Höhe des Daches, etwa 6 m).

Ist das bei der Verwendung von Mineralwolle bedenklich? Ist ggf. Steinwolle optimaler als Glaswolle?

Freundliche Grüße
Peter



Ähnliches Problem



Hallo,
ich hatte vor ca. 15 Jahren ein ähnliches Problem. Kein Geld für ein neues Dach, aber wollte für mich ein Dachzimmer ausbauen. Sparrenhöhe ist bei mir ca. 15 cm und es gab auch nur die waagerechte Lattung für die Dachziegel. Ich habe damals von innen zwischen den Sparren eine Unterspannbahn eingebracht. Wurde von mir seitlich an den Sparren und an den Latten (Sparrennähe) mit leichtem Durchhang angetackert. Dann kam 120 mm Dämmwolle rein und die Dampfsperre von innen drauf. Habe dann noch einmal ca. 4 cm Dämmwolle zwischen den Trockenbauprofilen verbaut und dann Gipskarton. Habe nun vor zwei Jahren mein Dach neu gemacht mit einer Aufsparrendämmung. Es gab in diesen Bereichen keinerlei Probleme. Alles war trocken und nichts war verfault oder sonst wie in Mitleidenschaft gezogen.
Wenn man auf die Unterspannbahn verzichtet, dann gelangt die Feuchtigkeit direkt in die Wolle und es dauert ewig bis alles wieder trocken ist, also genug Zeit zum Verfaulen.
Gruß Seppel