Wofür ist dieses Papier/ Pappe gut???

17.08.2008



Hallo miteinander,

ich renoviere gerade das Badezimmer unseres Hauses (Bj.1982 Holzrahmen im OG).
Beim Abmachen vom Rigips ist mir eine Art schwarzes Papier/ Pappe aufgefallen. Dieses ist direkt auf die Konterlattung getackert worden.
Welche Funktion soll dieses Papier übernehmen? Und gegen welches sinnvolle Material sollte man das austauschen.
Sollte man das überhaupt austauschen?? Schimmel haben wir jedenfalls nirgends gefunden...es zieht dahinter aber ziemlich...



Wenns dahinter zieht,



funktioniert das Zeug als Winddichtung. Durch das Eindringen kalter Aussenluft ist jeder Dämmstoff dahinter ziemlich wirkungslos. Die eigentliche Aufgabe als Dampfbremse ist hier ziemlich sinnlos. Was da im Argen liegt und vor allem, wie mans lösen kann, lässt sich nur vor Ort feststellen.
MfG
dasMaurer





Sorry,

ich habe mich mißverständlich ausgedrückt. Es zieht nicht direkt hinter der Pappe ( also der Dampfbremse, wenn ich richtig verstanden habe), sondern eine Stelle oben an einem Holzpfosten ist quasi offen...ich habe mal versucht, ein Bild davon zu machen.
Ansonsten ist der Aufbau der Wand (von außen) folgendermaßen:
1. Holzverschalung 22mm auf Konterlattung
2. besandete Dachpappe
3. Ständerwerk(120mm) mit Zwischensparrendämmung (ca.80mm)
4. Mit der Konterlattung befestigte Mineralwolle (aluminiert), ca 30-40mm dick.
5. Dampbremspapier (wie oben gelernt)
6. Auf der Konterlattung grüner Rigips (12,5mm) mit Fliesen (jetzt ist der Rigips natürlich weg)

Das Loch, welches auf dem Bild zu sehen ist, war vorher durch hineingestopfte Mineralwolle verdeckt. Trocken ist das aber trotzdem, evtl. wegen des recht hohen Dachüberstandes von etwa 1,00mtr.

Ich bin halt etwas unschlüssig, wie ich mit der Wand weiter verfahren soll....bzw. jetzt, wo ich da schon mal dran bin, optimieren kann-falls sinnvoll.





OK,

ich sehe schon, dass ich hier so nicht wirklich weiterkomme...wen kann man denn für einen solchen Fall ansprechen?? Ist hier ein Dachdecker der richtige Ansprechpartner??

Ich habe mich heute mal intensiv ins Forum eingelesen, und festegstellt, dass eine Innendämmung recht umstritten ist...ok, es scheint, dass ich grundsätzlich um eine Außendämmung nicht herumkommen werde, oder??
Meine Frage ist jetzt: Wie kann ich die Wände und das Dach von innen so vorbereiten, dass ich damit bereits eine Basis für die künftige Außendämmung mache....
so, wie der Aufbau aktuell ist, würde ich bei einer Aussendämmung nicht mehr an die mit der Konterlattung vernagelte Mineralwolle drankommen, da diese ja von innen auf den Ständern befestigt ist....





So,

hatte heute Besuch vom Innenausbauer und ein Gespräch mit einem Energieberater.
Folgender Wandaufbau wäre jetzt geplant(von aussen nach innen):
1. Holzverschalung 22mm auf Konterlattung
2. besandete Dachpappe
3.Holzrahmen 120mm stark mit Klemmrock 120mm als Zwischensparrendämmung
4. Dampfsperre Delta Reflex
5. Konterlattung 50x50 mit vlieskaschiertem Formrock 50mm stark
6. Rigips 12,5mm oder Respatexplatten

Wäre das so ok, oder wäre da eine Taupunktverschiebung zu befürchten.
Ich frage deshalb, weil ich bzgl. der Dampfbremse unterschiedliche Aussagen bekommen habe. Der eine meinte- wie gehabt- eine diffusionsoffene Dampfbremspappe (also wie ursprünglich verbaut), dann gibt es den Energieberater, der zu o.g. Delta Reflex geraten hat.
Und parallel hatte ich noch ein Telefonat mit einer Firma "ecotherm" der mir zu einer Dampfsperre mit 1500mtr. geraten hat.

Über weitere Anregeungen würde ich mich freuen...möchte ja nichts falsch entscheiden...



Bei Einsatz von



Mineralwolle ist eine Dampfsperre unbedingt erforderlich.
Auf der Innenseite der Dampfsperre keine Dämmstoffe mehr verbauen.
Und besandete Dachpappe ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, besser eine Diffusionsoffene Unterspannbahn für die Winddichte Ebene.
MfG
dasMaurer