Ziegelwand, unten dünn oben dick?

15.04.2015 Der Hannes



Moin zusammen,

ich stecke gerade mitten in den Renovierungsarbeiten an meinem zum Teil aus Fachwerk bestehendem Haus.
Nun habe ich eine Innenwand aus Ziegeln von Putz befreit und siehe da, unten liegt die Ziegelwand einreihig (12er) auf dem Fundament (vermutlich das original Fundament aus Naturstein) und nach ca. einem halben Meter wurde die Wand auf die doppelte Wandstärke (24er) verstärkt.
Nur weiß ich leider nicht warum?
Mein erster Gedanke war/ist, das eine einreihige Wand keine genügende Steifigkeit oder Stabilität hat...
Links im Bild zu sehen ist die Außenwand (36er Ziegelwand) und meine Innenwand ist punktuell angefixt.
Auf dem Natursteinfundament liegen noch ein paar dünne Ziegel aus Ton, vermutlich eine Art Feuchtigkeitssperre.

Hat noch jemand eine Idee, wozu man die Wand sich so verdickend gebaut haben könnte?
Kann man das so lassen oder sollte man die Wand komplett in 12er oder 24er Wandstärke aufarbeiten?

Gruß der Hannes



Ziegelwand



Moin,

das was dort auf dem Bild zu sehen ist ist nicht das alte Bestandsmauerwerk. Hier hat mal jemand eine Öffnung geschaffen und derjenige oder auch ein anderer wieder zugemauert. Bestandsmauerwerk ist ein Vollsteinmauerwerk im Kopf/Läuferverband. Die Halbsteinmauerschale ist ein Läuferverband. Auf der rechten Bildseite sieht man noch die Läufer bzw. die Löcher wo mal einer gesessen hat, was darauf schließen lässt, das das Mauerwerk einst so durchgemauert war. Betrachtet man das Mauerwerk über dem Halbsteinmauerwerk sieht man, dass es von den Schichten genau hinkommt. In wie weit es zu statischen Missständen kommt hängt auch davon ab, wie weit sich dieser Zustand, also auf welcher Länge, dahinzieht. Ist es nur eine kleine Öffnung ist das relativ unproblematisch.