Wohnungen, Planung, Heizung, komplett, baut

01.09.2011



Guten Tag an alle,
heute beginnt nach längerem nächtlichen Grübeln ,der Versuch ,mit Ihnen hier im Forum zu kommunizieren. Worum es sich dreht, natürlich um ein Hausprojekt
( BJ. 1853,DG ist Fachwerk, EG , gemischte Bauweise, 1 Zimmeraußenwand ist komplett Sandstein, OG gemauert )d
was zu unserem Heim werden soll ist eine DG Wohnung
Insgesamt werden 5 Wohng. je nachdem wie das Geld verdient wird ,in 2 Jahre wieder vorgerichtet
..vor Ort habe ich Handwerker, Klempner, Elektriker,Zimmermann, Maurer.
Eigenleistung geht nur, was so die Entrümpelung etc. betrifft.Am 1.November müssen wir aus unserer Wohnung raus.Nun unser Konzept zur Diskussion:

Wir lieben Holz an Wänden und Decken( die schwedischen Landhäuser als Orientierung)



1. da wir schnell in unsere Wohnung müssen, gut erhaltenen Putz an Wänden und Decken mit Holz verkleiden
allerdringlichste Frage:was sollte ich beim Holzkauf beachten?.........ich bin für alle Hinweise dankbar

DANKE, für eine kurze Rückinfo

alte Tapete haben wir komplett abbekommen in allen Zimmern

2.die Elektrik sollte ergänzt werden mit mehr Steckdosen,wir möchten die nicht benutzten alten Leitungen nur abklemmen,
es müssen zusätzlich für die Beleuchtung neue E-Kabel rein

3.Streichen und neu verkitten der alten Kastenfenster

4.Esse sanieren, ist versottet

5.Heizung einbauen für das DG

Ich frage jetzt nicht, ob das zu schaffen ist !!!!

sondern, was haben wir vergessen?

Bestimmt haben wir was ganz und gar vergessen

Danke der geht nicht, gibts nicht



Sanierungsvorhaben



Tja, was haben Sie vergessen?
Ganzheitlich zu denken.
Das Haus hat 5 Wohnungen und nicht nur eine.
Ich empfehle ihnen deshalb dringendst, sich schnell einen erfahrenen Planer zu suchen, der Sie beim erarbeiten folgender Unterlagen unterstützt bzw. sie fertigt:
1. Bauzustandsanalyse (was ist defekt, was wird in absehbarer Zeit versagen)
2. Nutzungskonzept (was soll aus dem Haus mal werden: Nutzung, Ausstattung, Gestaltung)
3. Sanierungskonzept (Was muß, was soll gemacht werden)
4. Ablaufplanung (Einteilung in Bauabschnitte, zeitliche Vorgaben)
5. Kostenrahmen (was kostet die Sanierung pro Abschnitt).

So was muß nicht lange dauern, in ein bis zwei Wochen können die Unterlagen stehen.
Damit können Sie auch Ihre finanziellen Möglichkeiten ausloten und, falls es erforderlich ist, einen Bauantrag stellen.

Viele Grüße





Was Sie geantwortet haben trifft genau den Kern....Nun weiß ich, dass ich wegen diesen konfusen und diffusen Vorstellungen nicht in den Schlaf kam.Da ist mir jetzt ganz klar, weshalb mir diese Unruhe so zu schaffen macht. Es gab beim Hauskauf Grundrißzeichnungen der Wohnungen,Sanierungs- minimalrahmen ,Nutzungsvorstellungen, etc. aus 2001 dazu.
Die haben wir uns auch gründlich angeschaut.Ist aber nur die halbe Miete, weil da halt das nicht dabei ist, was Sie aufgezählt haben. Ich bin erst erleichtert, wenn ich so einen Bauablauf usw. habe. Danke , kann ich nur sagen.da haben sie mir eine echte Erleichterung verschafft.Können Sie mir im PLZ-bereich 018 /Sebnitz Neustadt den Fachmann (machen das Architekten ?)für sowas benennen.



Lass dich



auf jeden Fall gut beraten, von jemand der wirklich "Ahnung" von Altbau, insbesondere Fachwerk hat.
Gut geplant ist halb saniert. Ich habe darauf verzichtet, saniere allerdings auch nur 1 kleineres Haus und habe sicher 1000 graue Haare mehr, war x-mal kurz vorm Nervenzusammenbruch und wurde des öfteren von unerwarteten Dingen geschockt.
Bis November ist, je nach Zustand des Hauses und guter Planung, sicher einiges machbar, ob du dann wohnen kannst ???
Ich saniere heute genau seit 8 Wochen 120 qm. Wir haben bis dato: komplett neue Wasserleitungen,Gasanschluss des Hauses wurde heute fertig, neue Heizung samt Heizkörper ( vorher Nachtspeicher ), komplett neue Elektrik, 1/2 neues Dach ( die andere Hälfte bleibt alt ), alles verputzt, einen Boden, inkl. Beton neu aufgebaut, fast alles gestrichen, Fliesen zu 60% verlegt...
In 2 Wochen wohne ich!!! Hoffentlich...

Viel Erfolg bei eurem Projekt!

Nicole





Hallo und schönen Feierabend,
das ist fast genau von der Menge der Arbeiten wie bei uns(Heizung war auch elektrisch, neue Wasserleitungen müssen auch her, wegen der veränderten Raumeinteilung von Küche und Bad.
Mir tun alle Knochen weh vom Eimer runter tragen, haben den z.T schimmligen und losen Putz von den Wänden im Bad in Eigenleistung abgeklopft.
Das hört sich gut an, wenn ich lese, was man so schaffen kann in 8 Wochen. Frage mich nur, was wird ,wenn die Handwerker doch nicht alles schaffen bis zum Einzugstermin....... Werde so schnell wie es geht mir eine Fachmann/frau zu Rate ziehen; wie es der Herr Böttcher schon dargelegt hat.Auf alle Fälle hilft es, wenn man hier Ansporn und Unterstützung erhält.Werde heute bestimmt wieder mal gut schlafen können.Es ist beruhigend zu wissen, dass wir nicht alleine mit solchen Projekten sind.Dann also gute Nacht. Mache morgen mal Fotos für die , die nach uns kommen.Der geht nicht gibts nicht





Wenn Du Dir die Mühe machst, einen guten Titel für Deine Frage zu vergeben, machst Du es allen hier einfacher.

Ich weiss, es ist schwer, aber bei so grossen Projekten steht vor Beginn jeder Eigenleistung nach der Entrümpelung wirklich die Planung. Je mehr Zeit man hier investiert, desto schneller und kostensicherer ist es dann fertig.
Es kann z.B. sein, dass Du Dich ärgerst, die Eimer runtergetragen zu haben, weil bei der Grösse des Objektes ein aussen hängendes Schüttrohr in die Mulde sowieso noch kommt.
Die Koordination und Kontrolle der Arbeiten, sprich eine gute Bauführung, ist bei der Objektgrösse auch ein Thema. Als Laie und neben dem Beruf kann man das nicht, und wenn das nicht klappt, wird es teuer und gibt ewigen Ärger und Bauverzögerung.
Auch die Bemerkungen zu Heizungen und Elektro passen nicht gut zu der Tatsache, dass 5 Wohnungen anstehen. In der Regel fährt man besser, wenn man das alte Gelump ausbaut, einen Schacht für die Hauptleitungen vom Technikraum nach oben und einen Verteiler pro Wohnung vorsieht. Ist scheinbar teurer, also abzuklemmen und zusätzlich einzuziehen (was in der Praxis sowieso nicht geht), und spätestens bei Vermietung der Wohnungen hast Du sonst das Problem, dass es unmöglich ist, wohnungsbezogen den Stromverbrauch sauber zu ermitteln, wenn der Strom irgendwo herkommt.
Der Strom kann in Leerrohre in den Boden, wenn dieser so aufgebaut wird, dass die Schallschutzanforderungen für übereinanderliegende getrennte Wohnungen eingehalten werden - etwas, was Du auch vergessen zu haben scheinst.
Das Gleiche gilt für Heizung - im MFH braucht es zwingend ein Dämm- und Verbrauchskonzept, sowie eine entsprechend dimensionierte Heizung, nicht einfach im DG noch irgendwas einbauen. Die Mehrkosten werden durch Minderverbrauch und Betriebssicherheit wieder eingefahren, und für Mietwohnungen ist das sowieso vorgeschrieben.
Wenn diese generellen Dinge in Ordnung sind, kann man immer noch frei nach Geld und Zeit die einzelnen Wohnungen vornehmen.



großes Projekt-Umbau eines eigengenutzten Mehrfamilienhauses auf dem Dorf



Hallo Herr Paulsen,
da kann ich Ihnen nur zustimmen. Werde vorrangig mir einen Bauplaner suchen, hoffe dass ich den richtigen finde.

Finanziell vermute ich bei einem Mehrfamilienhaus plus minus null rauszukommen, da mach ich mir nichts vor, auf einem Dorf Mietpreise aufwandsgerecht zu bekommen gelingt selten.

Kann ich denn als Überschrift wählen, Schrittweiser Umbau eines eigengenuzten Mehrfamilienhauses ?

Danke für Ihre Tipps
MfG der geht nicht gibts nicht



Also,



für die kurze Distanz (provisorischer Einzug) ist das Holz verschwendetes Geld. Streicht mit Kalkfarbe drüber und geht das mit längerem Atem und einer passenden Planung an.

Wir haben hier mit Schwerpunkt Oberlausitz - Dresden eine gute Truppe von Fachfirmen versammelt. Nicht immer ist der Handwerker gegenüber auch der Beste. Zur Planung: Vielleicht mögt Ihr 'mal mit Peter Garkisch sprechen? Der hat sein Büro zwar in Berlin (Dritte Haut Architekten), baut aber mehr hier unten und pflegt seine oberlausitzer Wurzeln. Leicht ergoogelbar, oder über die Suchfunktion hier im Forum. Für Fachwerk in jedem Fall kompetent und mit Referenzobjekten in der Gegend.

Wenn's in hölzerne Details geht (z.B. den Erhalt Euerer Fenster, Dielenböden), freue ich mich über einen Anruf.

Grüße

Thomas