Sanierung Ochsenstall /Kalziumnitrat bzw. Kalksalpeter / Feuchtigkeit

08.02.2012


hallo,

ich habe an mein Wohnhaus angegliedert einen kleinen Ochsenstall ca. 2x4m, der mit Bruchsteinen, unverputzt, gemauert ist. Benutzt als Stall wurde er schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Er hat ein betoniertes (altes) Fundament, datieren kann ich das leider nicht. Keller gibt es keinen. An der schmaleren Seite des Stalles fließt direkt ein kleiner Bach entlang (1m Breite). Jedoch liegt der Ochsenstall ca. einen halben Meter erhöht über dem Bach.

Ausblühungen durch Salpeter sehe ich an der Innenwand keine, jedoch an einer der zukünftigen "Außenwände" (im Moment ist es noch die Trennwand zum Kuhstall). Spürbar feucht ist es jedoch nicht.

Nun hat uns ein Architekt vorgeschlagen, wir sollten doch den Raum als Speisekammer nutzen. Wäre von der Lage im Wohnhaus her (direkt an die Küche angrenzend) optimal. Nun bin ich aber an sich aber auch über die Beiträge im Forum skeptisch geworden. Eine gewisse Raumfeuchte, die ich durch die Lage am Bach vermute, in Kombination mit Lebensmittel wie z.B. Mehl, Zucker....geht nicht zusammen. Und dann noch das Problem mit dem ehemaligen Ochsenstall und dadurch verbundenen Belastungen des Gemäuers...

Was sagt Ihr, wie hält man ein solches Gebäude trocken und frei von Belastungen bzw. wird die spätere Nutzung dem Aufwand gerecht (nur eine Speisekammer)?

Viele Grüße
Monika Fersch



Einfach keinen Ochsen mehr in die geplante Speisekammer einsperren --



-- und dem Rindvieh beibringen, daß es im nahe gelegenen
Bach seine Notdurft zu verrichten hat ! - Sind wir hier
auf dem Pausenhof einer Hilfsschule der ehemaligen Deutschen Demokratischen DDR ?? --
-



@Tischlermeister Andreas Milling



ich habe nicht das Gefühl, dass Sie meine Frage gelesen haben.

@ alle
über alle konstruktiven Beiträge, die ich von diesem Forum hier gewöhnt bin, bin ich Euch allen sehr dankbar.

Grüße



Habe Ihre Gedanken und Ihre seltsamen Ideen zwar gelesen --



-- nur helfen kann ich Ihnen nicht.
-
Gute Besserung !
-
A. Milling



Ochsenstall



Hallo ,
Werden die Wände verputzt ?
Wie wird der Fußboden aufgebaut ?

Viele Grüße
Hans Peter Mast
Holz Pur Manufaktur



mal den Archi fragen,



wie er den Raum herrichten will. Mehl, Zucker und Salz wird man da ja vielleicht nicht unbedingt unterbringen zumindest nicht in dem Zustand in dem der Raum jetzt ist.
Bei Getränken, Obst und Gemüse und o.ä warum nicht, da soll ja eine gewisse Grundfeuchte nicht von Nachteil sein.

Das (einzig) schöne an der Salzbelastung ist doch, dass die Nässe dorthin geht, wo das Salz ist, man muss ja die Regale dann nicht gleich an diese Wand stellen.

Wenn ich aber das Bild so ansehe habe ich (neben einem gewissen Ziehen im Nacken) Zweifel, ob sich das alles eingermaßen hygienisch, Rieselfest und ungeziefer- bzw. frostsicher gestalten lässt.

Das würde ich mir als aller erstes überlegen, sonst kann man für den Preis der Sanierung easymatic eine ganz Weile jeden zweiten Tag den Lebenmittelhändler kommen lassen.

Gruß von Götz



Die Wände



würde ich im Normalfall innen verputzen. Außen würde ich, wenn möglich den Bruchstein auf Sicht lassen. Den Boden würde ich fliesen.

Aber was es für Materialien im Aufbau für Wand und Boden bedarf, um den Raum als Speisekammer nutzbar zu machen fehlt mir eigentlich noch gänzlich. Schätzungsweise müsste man den Raum auch isolieren, damit es keine zu großen Temperaturschwankungen für die Lebensmittel gibt?

Die Entscheidungen sind leider noch wage, da ich im Moment erst einmal grob abklären will, ob man diesen Raum überhaupt in den Griff bekommen kann.

Grüße und Dank
Monika Fersch



@ Götz



natürlich sollte der Raum gemäß den späteren Nutzungsbedingungen saniert werden. z.B. Dachstuhl ausbessern... Wände... alles was eben zur Nutzung nötig ist.

An sich haben wir keinen Architekten. Die Idee der Umnutzung als Speisekammer ist bei einer einmaligen Begehung, die wir vor Kauf des Hauses hatten, entstanden.

So gibt es im Moment lediglich eine Idee, bei der ich nicht einschätzen kann, ob die Sanierungskosten nicht utopisch werden??

Grüße und Dank
Monika Fersch





Fliesen kann man nur, wenn der Fußboden gerade ist,

Isolieren kann man, wenn man sich auch Gedanken um Decke, Dach, Fenster und Heizung gemacht hat,

Verputzen kann man, wenn die (Innen)Isolierung dran ist oder man keine will.

Da soll der Archi sich mal zuerst Gedanken machen, Wünsche kann man aber dennoch äußern.

Hat der Bach auch mal Hochwasser?

p.s.
wenn's gar keinen Archi gibt ??

der kostet im Bestand 13% der Bausumme, Verrechen oder Verplanen kostet mehr, insbesondere wenn der Raum hinterher nicht nutzbar ist.

Noch ein wenig Abwarten und Nachdenken kostet nix.



ja,



der Bach hat sicherlich auch Hochwasser. Fensterhöhe wird er aber, laut Vorbesitzer des Hauses, nicht erreichen.

Grüße und Dank
Monika Fersch





Ich habe mal einen Entwurf gesehen, da hat sich jemand eine Art "Sommerküche / Essplatz" in so einem Raum eingerichtet.

vergleichsweise geringer Aufwand: 8 qm lassen sich rasch mit einem Heizlüfter temperieren, ein wenig Rauhspund für die Decke, dort wo es nötig ist, Putz, Farbe, Licht... und natürlich eine ambitionierte Putztruppe.

und wenn's nicht gefällt kann man später immer noch die Gartenmöbel unterstellen.

Dass das Hochwasser nicht durchs Fenster kommt, beruhigt natürlich ungemein, da die Ochsen früher ihr Domizil sicher nicht durchs Fenster betreten haben, wird's doch auch eine Tür geben, oder?

Speisekammer ist schön, Schimmel ist ekelig, die Mäuse haben mir die Folie von den Bierflaschen abgenagt, Nachtfrost ist für eure Weine der Tod... wie riechts da eigentlich nach dem Sommerregen?


Ich würde erstmal überlegen, ob ich den Raum wirklich sinnvoll dauerhaft brauche und auch nutze.
Wenn ja, hängt alles vom Geldbeutel ab.


Ich schreib das nicht weil ich das alles so genau weiß, sondern weil wir auch so ein Nebengelass haben. Alle Ideen hieraus ein dauerhaft nutzbaren Raum zu machen waren vergeblich. Das Werkzeug ist verrostet, das Hundefutter hat das Ungeziefer eingeladen die Bude war immer klamm usw...
Entweder mit einem richtigen Konzept für Geld renovieren, oder so lassen und die Gartenparty dorhin Verlegen wenn's regnet.



Speisekammer



Ich kann mit dem Foto nichts anfangen.
Wo ist denn hier oben und unten?



wo ist den oben nd unten



... wenn man en Monitor ein viertele nach links dreht....



Sorry, das war ein Versehen,



hier nochmals das Foto richtig gedreht.

Vielleicht verdeutliche ich nochmals meine Fragestellung:
Meint Ihr, es gibt es eine realistische Chance unseren alten Ochsenstall in Bachnähe so zu sanieren, dass daraus eine Speisekammer werden könnte, sprich ohne Feuchtigkeit und Schimmel? Und wenn dann würde ich es auf jeden Fall mit Hilfe von Fachleuten umsetzen lassen, keine Sorge.

Ansich habe ich aber ganz unfachmännische Bedenken, dass man es überhaupt in den Griff bekommen kann und hoffe auf eine Entscheidungshilfe.

Über Tipps bezüglich der Herangehensweise oder Erfahrungen mit ähnlichen Situationen freue ich mich

Grüße
Monika Fersch



Hallo Monika



ich würde den Stall notdürftigst so verkleiden, daß eine Hinterlüftung da ist und das Dingen für die Lagerung von Gartenmöbeln im Winter o.ä. nutzen. Ansonsten würde ich da keinen Pfennig/Cent reinstecken. Der zweite Balken ist der schon angefault?? Jeder Sack Putz ist da zuviel. Ich habe auch so einen alten Schweinestall, da steht der Grill und die Gartenstühle drin und eine paar alte Fliesen und backsteine und Kinderspielgeräte. Das wars. Zu sonst was ist der Raum nicht ohne großen finanziellen Aufwand zu nutzen. Na vielleicht halte ich mal wieder ein Schwein, wenn die Krise kommt ;-).

VG J. Simon



@ J.Simon



Warum auf die Krise warten?Ich wünscht ,ich hat nen Stall am Haus:-)
@ Monika
Das meiste zur Nutzung ist wohl schon gesagt,für eine Speisekammer wäre mir der Aufwand zu hoch,auch ein bisschen groß das ganze ,ausser Mehl und Zucker werden Säckeweise gekauft.
Wenn der Stall Mäusesicher ist ,ist die Lagerung von Gemüse möglich,wäre das meiner ,kämen da wieder Tiere rein,auch ne Art von Speisekammer!

Grüße Martin



Hallo Grünspecht



ich muss erst noch einen neuen Wurstkessel und Räucherschrank kaufen. Allerdings sind die nicht immer günstig zu bekommen.

Außerdem hat mir mein Arzt geraten, mich zu "verdünnisieren", das wäre gesünder und da möge ich auch nicht soviel Schweinerei essen :-)

VG J. Simon



Eiweissdiät !



Ich vermisse das morgens in den Stall zu kommen...das letzte Stück Bulle lag vor zwei Jahren auf m Teller... war leider nicht mein Hof...

Grüße Martin



Wenn ich mir das Bild so ansehe,



hat der Raum Potential und ist definitiv Erhaltenswert.

Erstmal ein paar Fragen.

Wie gross soll der Raum werden?
Wie hoch ist der Höhenunterschied zwischen Stall und Wohngebäude?
Wie weit kommt das Wasser, wenn der Bach Hochwasser hat, erreicht er das Gebäude?

Der vorhandene Putz sollte komplett runter und das Mauerwerk einschliesslich der Fugen gesäubert werden.
Die Deckenbalken auf Tragfähikeit geprüft und je nach Zustand erneuert oder aufgelascht werden um einen vernünftige Basis für die Decke zu schaffen.
Der Boden kann z.B. mit mineralische Dichtschlemme gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden und und mit Perlite wie ThermoFloor gedämmt und ausniveliert werden (keine Sorge, diese Perlite wird verdichtet und kann je nach Verdichtungszuschlag mit bis zu 8000 kg/m² belastet werden) und ein Nassestrich eingebaut werden.
Trennwände: hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine einfache und unkomplizierte Lösung wäre eine zweischalige Stauss Ziegelgewebewand, diese kann dementsprechend verputzt und gedämmt werden.

Grüsse Thomas



Danke,



für Deine Tipps, das gibt mir eine Ahnung, was machbar wäre wenn...

Der Raum sollte in der Größe erhalten bleiben, wie bisher ca. 2x4 m. Das passt für uns auch gut, da wir keinen Keller haben und der Raum neben der klassischen Speisekammer auch Weckgläser, eingelagertes Obst+Gemüse+Getränke... bergen müsste.

Sprich wir brauchen einen solchen zusätzlichen Raum sowieso. Zwar könnten wir in unsere Scheune (offene Balkendecken) auch an trockenerer aber zur Küche ungünstiger gelegener Stelle, einen Raum abtrennen. Bleiben würden uns denoch die Kosten für Wände, Decke und Bodengestaltung.

Der Höhenunterschied zwischen Wohnraum und Ochsenstall sind ca. 35 cm (der Ochsenstall ist niedriger gelegen)

Der Bach erreicht das Gebäude, jedoch schwillt er immer nur für kurze Zeit an, und läuft dann schnell wieder ab. Auch wurde in den letzten Jahren ein größeres Auffangbecken für den Bach von der Gemeinde geschaffen. Größere Katastrophen sollte es somit nicht mehr geben.

Decken und Dachbalken sind laut Zimmermann ok. Die Fußpfette müsste jedoch getauscht werden. Auch würden wir eine neue Lattung aufbringen und "neu" mit den alten Ziegeln (wir haben noch viele Austauschziegel) eindecken und bei der Gelegenheit auch eine Aufsparrendämmung machen, weil wir das in Kürze beim Wohnhaus sowieso angehen.

Wo würdest Du eine Trennwand einsetzen? Oder würdest du der Bruchsteinmauer Wände vorlagern?

Hättest Du einen Tipp für einen Putz, es gibt ja diverse Sperrputze?

Danke nochmals für Deinen Beitrag, ich hatte schon fast resigniert

Grüße
Monika Fersch



Speisekammererweiterung



Den Höhenunterschied kann man z.B. mit ThermoFloor ohne weiteres ausgleichen und als Boden schlage ich Nassestrich vor. Vorrausgesetzt natürlich, dass die Deckenhöhe des Stalles ausreichendist für einen solchen Höhenausgleich.

Wo eine Trennwand gesetzt werden könnte, kann ich leider derzeit nicht sagen, da ich die Grundrissgegbenheiten nicht kenne.
An den Bruchsteinwänden würde ich definitiv keine Wand vorlagern, sondern wie schon geschrieben, Putz ab und Mauerwerk säubern einschliesslich der Fugen und fachgerecht mit Luftkalkmörtel verputzen (keine Sperrputze). Sollten Sie Stausswände in betracht ziehen, bietet dies den Vorteil, dass Sie alle Wände mit ein und dem selben Material verputzen könnten, was den Aufwand an Handwerkern minimiert.

Dass die Sparren und Balken OK sind vereinfacht die Sache etwas. Allerdings sollten Sie bei der geplanten Maßnahme am Dach beachten, dass hier dann die EnEv greift und es zwei Möglichkeiten gibt. Einmal die Ausführung nach EnEV und die Fördermittel Möglichkeit der KFW.
Bei KFW Fördermittel (Programm 151,152,Zuschussvarainte) sind Sie an deren U-Wert Vorgaben definitiv gebunden, wohingegen die EnEV mehr Spielraum zulässt.
Sie sollten in Ihrem Fall nach einem Gesamtkonzept arbeiten, welches entweder alles beinhaltet oder nur die geplante Erweiterung der Speisekammer und das Dach.

Ein hinzuziehen eines Energieberaters (vorausgesetzt Sie haben noch keinen) ist auf alle Fälle sinnvoll.

Da es sich bei Ihrem Gehöft um ein definitiv erhaltenswertes Gebäude von beachtlichem Alter handelt, sollte die Materialauswahl auf das Gebäude abgestimmt sein.
Daher ist eine kompetente Vor Ort Beratung dahingehend sinnvoll und wichtig.

Grüsse Thomas



Lieber Thomas



Danke für deinen Ansatz, ich denke den Rest müssen nun tatsächlich Fachleute vor Ort entscheiden.

Mit den Strausswänden mache ich mich mal kundig, klingt jeden Falls gut.
Kfws haben wir schon abgeklärt, allerdings haben wir bei unserer Bank so gute Konditionen bekommen, dass sich die Beantragung von Fördermitteln nicht mehr rentiert und nur zu mehr Bürokratie führen würde.

Habe auch gestern nochmals mit einem befreundeten Architekten gesprochen, der das Haus kennt. Der hat mir auch geraten die Sache anzugehen und mir einen Natursteinspezialist empfohlen.

Dass Du mir von Sperrputzen abrätst finde ich sehr gut. Alles was diffusionsoffen ist, ist mir sehr sympathisch. Dachte nur das muss wahrscheinlich unter diesen Gegebenheiten sein.

Die Betonung hier im Forum, Fachleute vor Ort mit einzubeziehen ist klar, jedoch schätze ich sehr an diesem Forum, dass man die Möglichkeit hat, recht schnell grobe Einschätzungen und Ansätze zu bekommen. Das ist sehr sehr wertvoll, denn ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass die lieben Fachleute und Handwerker oftmals einen sehr langen Vorlauf haben, bis sie mal auftauchen oder einen gar versetzten. Der Energieberater z.B hatte schon vor 2 Monaten behauptet er würde nächste Woche mal vorbeischauen. Nun kommt er diesen Samstag.


Jammer, jammer, aber ich denke meine Frage ist hiermit beantwortet

Dank nochmals an alle

Grüße
Monika



Freut mich,



Ihnen geholfen zu haben.
Auf meinem Profil unter Bilder finden Sie einen Aufbau der Stausswand.


Grüsse Thomas



Stallsanierung



Hallo,
ich verstehe Ihre Sorgen. Wir hatten ein ähnliches Problem (großer Stall im Wohnhaus mit großer Klärgrube).
Lösung:
- Boden: Fußboden raus, ca. 40 cm, kapillarbrechende Schicht, Liaporestrich, als Belag Ziegelsteine in Kalkmörtel, mit Hartöl behandelt,
- Wand: Liapor davor (ohne Hohlraum), 2 Schleifen Wandheizung (oben/unten), Fertig.
Funktioniert seit 4 1/2 jahren störungsfrei.
Viel Spaß.
UG




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