Welcher Außenputz für Bundsandstein-Bruchmauerwerk mit Feuchtigkeitsschaden




Guten Tag,

ich möchte gerne meine Kellerwand aus Bundsandstein (Bruchmauerwerk) sanieren (deutlich nass im Innenbereich) und hierzu aufgraben.

Die Wand dürfte im Bereich des Erdreiches noch nicht verputzt sein.

Nun möchte ich gerne die Außenwand entsprechend verputzen. Als Feuchtigkeitsschutz habe ich mir eine lose Tonziegelwand vorgestellt, die ich dann mit Bitumendickbeschichtung und Deltafolie versehen möchte. Zusätzlich möchte ich auch ein Drainagerohr legen.

Jetzt habe ich folgende Fragen und hoffe Hilfe zu erhalten.

Welchen Putz kann ich auf diesen Sandsteinen (wohl Kalkgestein) aufbringen ohne Schäden zu erwarten?

Bringt die Idee mit der losen unvermauerten Tonziegelwand überhaupt etwas?

Vielen Dank im Voraus

LG

Marc



... was für ein Horror? Oder nur keine Vorstellung der Situation???



Buntsandstein, d.h. meist roter Sandstein mit Eisenoxid mit Kalkmörtel?

Nass im Innenbereich:
Stauende Feuchte
Salziger Bürgersteig etc.
geringe Abtrocknung ... weil nicht www.temperierung.net

Sandstein oder Kalkstein?

!! Wenn man außen ausgraben will, dann gibt es sicher bessere Ideen als alle Leute zu quälen wegzulaufen ... doch anscheinend ist www.dernoton.de die natürlichste Art Wasser von der Wand wegzuhalten ...

... aber genug, weil man neben KalkTrass- oder KalkZiegelmehl-Mörtel, den die Römer für Wasserleitungen verwendeten auch weiter denken muß, wie z.B. bei dem Haus am Brinkesnocken, d.h. übersetzt 'Quellhubbel', wo bei der Ausschachtung die Grube augenblicklich überflutet wurde ...

Grundsätzlich ist jede Möglichkeit interessant, die das Wasser von der Wand weghält und Dörkenfolie genauso wie ein Anlehn-Halbgewölbekeller, doch anscheinend ist Drainage genauso wie WDVS auch manchmal ein Befeuchtungsmittel ...

Und eine mangelhafte, anscheinend als Mangel nicht verputzte Wand verhindert nur aufsteigende Feuchte, weil der frühere Kalkputz, der kapillaraktiv ist, die Feuchte im Fugenzickzack einfach nach außen transportierte.

Brink, Born, Spring uvm. sind Hinweise auf Quellen und damit Wasseradern und Bornheim als Traumort aller Hornbach-Fans gibt es auch noch in Rheinhessen und im Rheinland ...

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Man muß wissen, welches Wasser woher und warum kommt und dann eine Idee entwickeln, wie man das Wasser stoppen und 'wieder los werden' kann!
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Bei Zementputz hat man in vielen Fällen Fugenabriss bei Sandstein, weil Kalk passt augenscheinlich zu Ziegeln und Zement zu Klinkern ... und so muß man das ganze System sehen, d.h. Topographie, Bodenkunde, Wetter, Baustoffe ...

Noch ein Beispiel zum Abschied:
Hier in der Südpfalz werden bossierte Betonsteine, die mit Eisenoxid-Rot gefärbt sind, mit Zementmörtel vor Wände am Bürgersteig gesetzt, weil sie nicht so offen sind wie Sandstein mit Kalkmörtel, weil bei einer offenen Wand das Salz, Tausalz in die Wand wandert und Wasser saugt ... und den Sandstein zerstört ...



nun erstmal prüfen woher die Feuchte kommt



wie viel Wasser dringt denn tatsächlich ein?
Dann für was wird der Keller gebraucht?
Wegen was soll überhaupt ein Verputz aufgebracht werden?
Wer empfiehlt Ihnen all das Unsinnige?



Nachtrag



Hallo,
erstmal vielen Dank für die beiden Antworten.

Der Keller soll ansich garnicht genutzt werden, es gab nur bereits Durchrostung an den Deckenträgern.

Das Wasser kommt von drei Seiten. Einmal Hang und zweimal alte Güllegrube bzw. Klärgrube. Jeweils mit Regenwasser. Diese habe ich bereits geleert.

Da ich u.a. wegen diesen Gruben eh aufgraben muss empfahl mir diese Vorgehensweise ein Stuckateurmeister.

Der genaue Zweck des Verputzes ist mir Unbekannt . Soll ich ihn einfach weglassen? Bringt diese lose Mauer etwas?

Der Stein ist ein hiesiger rot-gelber Sandstein.



Nun geht dies noch etwas konkreter?



Von drei Seiten kommt Wasser rein oder sind nur die Wände feucht?
Wenn die Deckenträger rosten hat dies mit eindringenden Wasser nichts zu tun denn das kann auch durch Tauwasser entstehen.
Wegen was sollen die Gruben aufgegraben werden?
Ich denke Sie sollten sich besser vorher über die Zusammenhänge ein klares Bild machen.
Nicht einfach irgend etwas ausführen.
Sie können mich ja auch mal anrufen siehe Homepage.



Nachtrag2



Die Wände sind an drei Seiten völlig feucht, dies wurde auch so gemessen.

Die Seiten werden geöffnet, da zum einen neuer Kanal dort verlegt wird und ein Regenfallrohr neu verlegt wird. Zudem wird die Klärgrube auf der einen Gebäudeseite entfernt.

Das Aufgraben passiert somit eigentlich aus anderem Grund.

Kann nun eine Tonmauer eine Hilfe sein oder ist es unnütze Arbeit?



Also somit dringt auch (noch) kein Wasser ein!



Noch nicht - warum?
Es handelt sich bei der Feuchte um Kondenswasser auf den Wänden. Dies deswegen weil die Wände kalt sind. Wenn dann warme feuchte Luft auf diese Flächen kommt entsteht Tauwasser.
Nun wollen Sie am Haus aussen aufgraben.
Selbst wenn Sie (oder der Bauunternehmer) noch so gut Abdichten und evtl. auch dämmen spätestens beim verdichten kann man das Mauerwerk verschieben oder schädigen.
Es können Risse entstehen usw..
Füllen Sie doch die Klärgrube einfach auf. Vorher allerdings sollte der Boden durchgebohrt bzw. löchrig aufgestemmt werden, dass das Wasser nach unten ablaufen kann.
Wenn jedoch ein neuer Kanal verlegt werden muss sollte dies so weit wie möglich vom Fundament entfernt verlegt werden.
Beim Regenrohr ist ja nur eine geringe Breite zu öffnen somit unproblematischer.
Da Sie das Haus nicht hochheben können um eine Abdichtung von unten herstellen zu können ist das alles unnützer Aufwand.
Wenn seitlich nichts mehr eindringt dann kommt es eben von unten.
Zumindest bei meinen Vorstellungen und dem Wissen aus über 45 Jahren Praxis können Sie somit mehr Schaden als nutzen.