Innendämmung Multipor + Wandheizung

27.12.2006



In den Verarbeitungsrichlinien von Multipor finde ich dazu nichts und bei Xella erreiche ich derzeit niemand, deshalb hier die Frage: Hat schon mal jemand eine Wandheizung (16er Aluverbund) auf den Multipor-Platten (60mm) befestigt? Wie befestigt man das Rohr am besten und wie (mit was) verputzt man die Wand dann? Vielen Dank im voraus.



Grundsätzlich



wird die Wandheizung auf den Untergrung geheftet.Die Fixierung findet duch das Putzsystem statt. Entsprechend des Putzsystems wird mehr lagig gearbeitet.
Z.B. wird bei Lehmputzen die erste Lage über Rohr abgezogen.
Nach Durchtrocknung dieser wird die nächste Lage einschließlich eines Gebwebes aufgebracht.

Jetzt kann der deckputz aufgeftragen werden.

Grüße aus Koblenz



Es würde mich auch interessieren,



ob eine Multiporplatte geeigent ist, die ca. 3cm Lehmputz zu tragen, die bei einer Wandheizung aufgetragen werden.
Wer hat Erfahrungen hierzu?

Bei Xella wird immer nur von einem dünnen Putz gesprochen.
Und zumindest per Email bekomme ich dort keine gescheite Antwort.



Wir "testen" gerade Kalkputz und Multipor.



Mittlerweile haben wir die 60mm-Multipor-Platten an der Wand (ließen sich sehr gut verarbeiten) und die Wandheizung mit Klemmschienen darauf verlegt. Die Klemmschienen habe wir mit entsprechend langen Dübeln in der massiven Kalksandsteinwand durch die Dämmplatten hindurch befestigt, so daß die Multiporplatten durch die Klemmschienen bzw. Dübel zusätzlich fixiert sind.

Derzeit sind wir dabei, die Wandheizung mit der ersten Schicht (bis Oberkante 16mm Rohr) Kalkputz zu verputzen. Bisher hält alles sehr gut. Dauertest folgt...



Prima



Bitte die Ergebnisse dann lauthals hier im Forum verkünden.
Ich glaube, auch für viele andere sollte das interessant sein.



Antwort von Xella



Ich habe mittlerweile Antwort von Xella bekommen.
Leider ist das Dokument nicht öffentlich, da evtl. Rechte Dritter berührt sind.

Die wichtigen Kernaussagen sind:

1. Die Wandheizungsschienen müssen durch die Dämmung in der Mauer verankert werden
2. Die armierte Putzlage (also der Lehm-Unterputz) muss ebenfalls mit 5 Tellerdübeln/m² in der Wand befestigt werden. Dieses dient der zusätzlichen Stütze der Lehmschale und soll die Oberfläche des Multipor entlasten.

Keine Bedenken bestehen hinsichtlich der Haftung vom Multipor am Untergrund, auch trotz der zusätzlichen Last.

Etwas nachdenklich lasse ich das mal so hier stehen....



Danke für den Hinweis.



Wir haben die erste Kalkputzlage (Oberkante Rohre) drauf und lassen jetzt langsam trocknen. Das mit den Tellerdübeln ist ein sehr guter Hinweis. Wir werden diese zusätzliche Sicherung vornehmen.

Für den Kalkputz scheinen die Multipor bisher sehr gut geeignet, da der Putz sehr viel langsamer austrocknet als auf anderen Untergründen. Ein Ausbrennen ist hier wohl nicht zu erwarten.



Zwischenstand Test Multipor - Wandheizung - Kalkputz



Mittlerweile haben wir 2010 und der Putz hält noch;-)

Zwischenfazit nach 1,5 Jahren:

60 mm Multipor mit 16 mm Wandheizung in Klemmschienen und mit Kalkputz verputzt hält und funktioniert wunderbar.

Zur ersten Kalkputzlage Rohroberkante (16mm) ist noch eine ca. 10-20 mm Kalkputzlage hinzugekommen, bei der ins obere Drittel über die komplette Wand eine Armierung eingelegt wurde. Die Multiporplatten wurden vorher nach dem Hinweis von Jens Puruckherr in den Bereichen, in denen keine Wandheizungsschienen sind, zusätzlich mit Tellerdübeln fixiert.

Auf die zweite Kalkputzlage haben wir dann als Endbelag einen Kalkfeinputz oder Lehmfeinputz aufgetragen.

War eine elende Putzerei, aber hoffentlich haben wir noch lange Freude dran...