Wohnraum von der Scheune isolieren. Feuchtigkeit?

14.03.2012



Liebe Forumsmitglieder

Wir besitzen ein 175jähriges Bauernhaus mit angrenzender Scheune. Die Wände des Wohnteils zur Scheune sind relativ dünn (ca. 20cm) und nur auf der Wohnraumseite mit einer ca. 2cm dicken Holzfaserdämmplatte "isoliert". Um was für ein Material es sich bei den Wänden handelt weiss ich nicht genau. Ich bin auch kein Fachmann. Es sind einzelne Steine erkennbar, welche mit einem Lehm(?)artigen Material vermischt sind. Das Material ist relativ fest und kann nicht mit dem Finger abgerieben werden wie z.B. Sandstein.
Wir planen die angrenzenden Wände(40qm)des Wohnraumteil von der Scheunenseite her zu isolieren. Nach diversen Recherchen im Internet bin ich mir nicht mehr so sicher welches Material ich am Besten verwenden soll. Steinwolle mit oder ohne Dampfsperre und abschliessender Holzverschalung? Oder einfach nur dicke (15-20cm) Holfaserdämmung, was mir vom Aufwand her lieber wäre. Einen Schönheitspreis muss das ganze nicht gewinnen. Die meisten Bedenken habe ich bezüglich Feuchtigkeit. Dass das Holz vorher noch gegen Schädlinge behandelt wird, versteht sich natürlich von selbst.
Wie sind Eure Erfahrungen? Besten Dank für Eure Ratschläge.
Viele Grüsse aus der Schweiz
Christoph



Eingespart



Die Behandlung der Bestandshölzer, die zudem noch verkleidet werden sollen, können Sie sich komplett sparen. Welchen Schädling sollte die Chemie dort verhindern oder vertreiben?
Ihre Dämmdicken erscheinen mir auch überdimensioniert.
Ich habe bei mir die Hölzer mit Putzträger versehen, alles mit Lehmmörtel egalisiert und in den frischen Mörtel 5 cm Schilfmatten mit Plattennägel befestigt. Alles zweilagig verputzt und gut.
Geht natürlich auch mit Holzweichfaserplatten, aber die passen sich nicht so leicht an die oft raue Oberfläche einer Fachwerkwand an.



Homogene Vorwand...



...durch eine Lehmsteinwand macht hier sicherlich einen guten Sinn.
Brandsicherheit und auch Massetrennung ist hier ein Aspekt.



Verstehe ich richtig....



..es ist im Prinzip eine Außenwand, die aber in der Scheune liegt und keinem Regen ausgesetzt ist, richtig?
Dann kannste alles machen, weil es sich hierbei um eine Außendämmung handelt, die keinem Regen ausgesetzt ist, das heißt der bauphysikalische Vorteil einer Außendämmung ist hier noch kombiniert mit dem Vorteil, daß kein Anschluß und Dichtungsgedöns beachtet werden muß.
Auch auf die Gefahr hin, Schelte zu ernten, da kannste drauf machen, was de willst. Von Hartschaumplatten über MiWo bis Holzweichfaser. Wenn von der Innenseite her so etwas wie eine Wand ist (übliche Wandstärke einer Fachwerkwand und innen verputzt), bist du völlig frei. Da kannst praktisch nix falsch machen.

Gruß Patrick.