Grundwasser / Oberflächenwasser an Bruchsteinkellerwand - Abdichten??

28.07.2004



Wir haben ein komplett verputztes Fachwerkhaus (Bj. ca 1900) gekauft. Das Grundstück hat von Nord nach Süd ein Gefälle von ca. 0,5m auf 10m. Zwischen Haus und Bürgersteig ist auf der West-(Straßen-)seite eine Blumenrabatte (ca. 0,75 x 4m), deren Einfassung Regenwasser trichterförmig auf die Kellerwand lenkt (Ist leider Teil des Gemeindegrundes). Der Rest der Westseite ist mit einer Betonplatte (ca. 3m lang) mit dem Bürgersteig verbunden. Auf der Nord- und Südseite des Hauses ist jeweils Kopfsteinpflaster verlegt, in dem auf beiden Seiten Abflüsse das Oberflächenwasser ableiten.
Im unverputzten Teil des Bruchsteinkellers (Wandstärke ca. 40cm) ist die Nordwand trocken, die Südwand in den unteren ca. 30cm feucht. Wasser tropft aus der Wand und wird in innenliegenden Rinnen in einen Abfluss geleitet. Der südlich, hangabwärts liegende Nachbar hat das gleiche Problem: Obere zu uns gerichtete Nordseite ist trocken, Südseite tropft.
Die verputzte Westwand ist im Keller großflächig (ca. 1,2 x 2m U-förmig) hinter der Blumenrabatte durchfeuchtet, tropft aber nicht. Ca. 30cm um ein Kellerfenster herum scheint es wieder trocken zu sein (Das Innere des "U"). Der Bereich der Kellerwand unterhalb der Betonplatte zeigt keine extrem feuchten Stellen, nur ausblühender Putz im unteren Bereich.
Zum Erdgeschoss hin ist alles trocken und es sind keine feuchten Stellen erkennbar. Wir wollen den Keller nur als Lagerraum für Lebensmittel u.ä. nutzen. Der Kellerboden ist nachträglich mit einer Betonplatte verschlossen.
Mittels innerem Wasserabfluss, Entfernen des Innenputzes, offen lassen der Bruchsteinwand und mit einer Zwangslüftung unter Beachtung der Taupunktstemperatur im Keller haben wir vor die Feuchtigkeit einzudämmen.
Jetzt soll die Westseite mit der besagten Blumenrabatte aufgegraben werden um in ca. 80cm Tiefe einen Gasanschluss in das Haus zu legen.
Macht es nach Meinung der Fachleute hier Sinn, im Rahmen dieser relativ kleinen Tiefbauarbeit die komplette Westseite aufzugraben und abzudichten? Wenn ja welche Materialien und welcher Aufbau der Abdichtung sollten zum Einsatz kommen? Oder sollte ich versuchen, im Konsens mit dem örtlichen Bauamt die Blumenrabatte zu entfernen, um das Oberflächenwasser gezielt abzuleiten?
Jede Meinung ist mehr als willkommen – Danke schon mal im voraus.



Grundwasser oder Oberflächenwasser



Lieber Uwe

Grundsätzlich wäre es wichtig herauszubekommen, ob es Grundwasser oder Oberflächenwasser ist. Habt ihr auch die Möglichkeiten einer Rückstauerscheinung geprüft? Funktionieren die Entwässerungssysteme?

Zu den einzelnen Lastfällen (drückend oder nicht drückend ) bei Wasser gibt es die verschiedenen Systeme der Abdichtungsmöglichkeiten über die man sich trefflich streiten kann.

Was mir in den letzten Jahren immer mehr gefällt, ist die Abdichtungstrategie der Jahrhundertwende die "Isoliergräben".
Jederzeit kontrollierbar, langanhaltende Funktion, einfach zu erstellen etc.
Eine Schemazeichnung des Fachverbandes für Feuchte und Altbausanierung e.V. ist rechts zu sehen.

Mit besten Grüßen


Lutz Parisek



Rückstauerscheinung?



Hallo Lutz!

Alle Entwässerungssysteme sind funktionsfähig, das Wasser kann abfließen. Ich vermute, dass es kein Grundwasser ist, denn das eindringende Grundwasser auf der Südseite ist nur in den untersten 20cm der Wand sichtbar, darüber ist alles trocken. An der feuchten Westwand allerdings sind feuchte Stellen zwischen 0,1 und 1,5m Höhe und auch nur unter und hinter der Blumenrabatte. Unter der Betonplatte an derselben Wand sind keinerlei feuchte Stellen erkennbar.

Ich versuche mal ein Bild mit hochzuladen auf dem im Vordergrund die feuchte Wand zu sehen ist und im Hintergrund der Bereich unterhalb der Betonplatte, daher trocken.....hoffentlich geht es so wie ich mir vorstelle, dass es gehen müsste ;-)

Wodurch würde sich besagte Rüchstauerscheinung, von der du sprachst, bemerkbar machen??

Besten Dank nochmal

Uwe Böser



Den Keller selbst abdichten mit Porofin



Da der Schaden sich nach einer Durchfeuchtung des Mauerwerks anhört,kannst Du ihn ohne Probleme mittels Porofin selbst beheben. Und erhälst noch 20 Jahre Garantie.
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