Wie bekomme ich wenigstens eine trockene Kellerwand in unserem in den Fels gebauten Fachwerkhaus?

18.04.2012



Wir sind handwerklich nicht die totalen Linkshänder und haben vor einiger Zeit ein Fachwerkhaus gekauft. Es ist mit einer Seite direkt in den Schiefer in den Felshang hineingebaut. Das sieht schön aus, ist aber eine Feuchte Angelegenheit. Der Hausschwamm ist nach dem Abriss einer Wand und einer fachgerechten Sanierung und dem Einzug einer horizontalen Sperre für die nächsten Jahre vertrieben. Jetzt möchten wir die Wände eines der Kellerräume auf der Seite, an der kein Felsen sondern Talblick ist, so herrichten, dass eine glatte einigermaßen ansehnliche Oberfläche entsteht, damit mensch sich dort gelegentlich aufhalten kann. Der Fußboden ist isoliert und trocken aber die horizontale Sperre in der Wand ist wohl nicht mehr taufrisch, deshalb bröselt und salpetert der Altputz vor sich hin. Gibt es eine Lösung, ohne die Wand aufzusägen?



Kellerwand



Ich sehe bei ihrem Vorhaben ein Problem:
Sie erneuern die waagerechte Abdichtung und die Wand bleibt feucht.
Das kann passieren wenn die Feuchtequelle nicht aus dem Boden sondern aus einer anderen Quelle stammt.
Deshalb ist so ein Eingriff wie Sie ihn vorhaben erst dann sinnvoll, wenn ALLE! anderen Ursachen für Feuchte erkannt und abgestellt sind und immer noch eine für die zukünftige Nutzung inakzeptable Feuchte verbleibt.
Dazu kann ich Ihnen nur konkretere Angaben machen wenn ich etwas über die zukünftige Nutzung des Raumes und den jetzigen Zustand (Fotos!) erfahre.

Viele Grüße



Kellerwand Feuchte



vielen Dank für die Antwort. Ein Foto kann ich gerade nicht machen, weil es das Ferienhaus ist. Das werde ich zu Pfingsten nachholen. Genauer beschreiben kann man es vielleicht so: Der Felsen ist teilweise direkt in der Kellerrückwand und im Fußboden. Dort kann man die entstehende Feuchtigkeit und Nässe nur ableiten. Auf der Talseite ist der Keller quasi dort, wo bei ebenerdigen Häusern die erste Etage ist. Die Feuchtigkeit könnte sich von hinten bis nach vorn durch die Wände ziehen oder aber in Form aufsteigender Feuchtigkeit über die Außenmauer nach oben ziehen. Die horizontale Sperrung in der Mauer ist vermutlich nicht mehr dicht, wogegen der Fußboden gut isoliert und völlig trocken ist. Die Wand ist nicht richtig nass, aber eben auch nicht richtig trocken. Der Raum soll für Küchenarbeiten (Pilze putzen) und gelegentlich einmal zum Kochen genutzt werden - er grenzt an die Terrasse.
Das wäre im Sommer schön bequem und die Schmuddelarbeiten kommen gar nicht erst ins Haus. Schönen Gruß



feuchte Wand



Rein gefühlsmäßig klingt das nach Kondensat und/oder Spritzwasser aus dem Sockelbereich und nicht nach kapillarer Feuchte aus dem Untergrund.

Viele Grüße



So wie sich das liest,



denke ich auch mehr an Kondesfeuchtigkeit und nicht an aufstiegende Feuchtigkeit.
Ein Ansatz wäre, den Putz zu entfernen, das Mauerwerk zu säubern und mit Luftkalkmörtel zu verputzen.
Eine genau Vorgehensweise kann man nur vor Ort entscheiden.

Grüsse Thomas