Im Altbau eine Art Fachwerkwand gefunden

26.01.2010


Im Altbau eine Art Fachwerkwand gefunden

Wir haben eine ETW in einem Haus von 1915 gekauft. Es handelt sich dabei um die Etage unter dem Dachstuhl, die nun umgebaut werden soll.

Dazu wollten wir eine Wand Freilegen (in der sich die Balken befinden) und eine Wand (Beton) komplett entfernen.
Die freizulegende Wand befindet sich auf der linken Seite des Zimmers unten rechts.
Die zu entfernende Wand ist wie gesagt nicht eingezeichnet, befindet sich vor dem unteren mittleren Zimmer (blau markiert).

Nun müssten wir aber einen kleinen Querbalken, der von einem Vertikalbalken ausgeht und in einer Tür endet nach oben versetzen. Ist das unproblematisch möglich?.

Auf dem Grundrissplan ist die Wand, die wir komplett entfernen wollen nicht eingezeichnet. Das spricht doch dafür, dass diese nicht statisch relevant sein kann, oder? Sie ist ca. 7cm dick und aus Beton.





Hallo Exbonner,

im Prinzip hast Du recht, aber es macht mich stutzig, dass es sich um Beton handelt. Vielleicht hat sich der Erbauer dabei doch etwas gedacht (auch nachträglich möglich).
Es wäre interessant was darunter (auch eine Wand) und was darüber (Pfette) liegt.
Handelt es sich jedoch nicht um eine gegossene Betonwand, sondern um eine gemauerte Wand aus Leichtbetonsteinen o. Ä. bei der ggf. sogar erkenntlich ist, dass der Deckenputz durchläuft und die Wand zweifelsfrei später eingezogen wurde, ist ein leichtes Entfernen vorstellbar.
Trotzdem sollte sich das mal jemand anschauen, der das Lastsystem des Hauses durchschaut.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Nachtrag



In der Etage darunter ist diese Wand nicht vorhanden. Auf dem Dachboden steht keiner Pfeiler oder ähnliches. Nur ein Kaminschacht, der aber in die dicke mittlere Wand geht...



Fauler Balken



So wir haben heute angefangen die erste Wand freizulegen. Einen Architekten haben wir befragt. Nun hat sich natürlich gleich ein Problem ergeben. Der Balken auf dem Boden ist völlig verfault (im Prinzip fast nur noch Sand...)

Unter dem verfaulten Balken ist eine Betondecke, dass ist klar erkennbar, Über dem Raum ist das Dach, dass allerdings nicht auf der Wand lastet. Sorgen macht mir jetzt nur der schräge Balken (auf dem Foto zu sehen). Der ist unten links, wo er auf den Bodenbalken trifft, auch angefault.

Wie ersetzt man den Bodenbalken nun?



Weiteres Foto (Schrägbalken)



Hier der Schrägbalken



Und der faule Balken



Hier ein Bild des faulen Bodenbalken (drunter ist eine Betonplatte.





Hallo,
das lassen Sie mal von einem Holzfachmann begutachten.
Das letzte bild sieht nicht so gut aus.

Grüße aus Schönebeck





Man kann mit dem Finger durch den kompletten Balken durch. Ist quasi nur noch sandig. Sollte ein Zimmermann aber doch tauschen können, oder (Länge ca. 2m) Angeblich sind die Balken ja nicht tragend.





Ja, ja,darum eben.
Ich habs gesehen.

Grüße

Wenn nicht der Zimmermann wer dann?



Balken



Wichtig ist, dass da jetzt nichts einkracht... Den Balken wird der Zimmermann schon tauschen, oder? Was könnte sowas kosten (2m)?



In vielen Häusern...



...ist innenliegendes Fachwerk als Trennwandlösung vorzufinden und da bekommen die meisten schon kalte Füße.
Aber hier ist etwas Sachverstand und materialtechnisches Wissen von Nöten.
Also wie will ich die Wände herrichten, was soll als Endgestaltung her und wie will ich die Räume generell nutzen.
Also, was soll an die Wände, was muss an die Wände und wie möchte ich generell mit der vorgefundenen Substanz mich indentifizieren.
Und hier beginnt dann bereits die Odyssee mit den verschiedensten modernen Baustoffen und Materialien.
Also da ist ein sensibles Händchen gefragt und ein guter Fachplaner, der mit solcher Substanz umgehen kann, fast ein muss.

Holen Sie sich Beistand, aber nicht nur Fernwissen aus dieser Plattform.

PS: O.Struve hat da bereits den Finger in der Wunde!!

Handwerklicher Gruß,
Udo Mühle



Balken



Am Montag kommt ein Zimmermannmeister. Aber das wochenende ist halt noch lang ;)
ich hatte jetzt halt echt Sorgen, dass die Decke absackt.



Zu der Zeit,



aus der das Gebäude stammt, war es durchaus üblich, die Aussenwände massiv zu mauern, aber Innenwände, Decken und Dachstuhl waren immer noch Fachwerk. Auch in statischer Hinsicht. Also Vorsicht, von wegen nichttragend. Das kann fix nach hinten losgehen, oder in diesem Fall eher nach unten ;-))).
MfG
dasMaurer



Balken



Tragend scheint die Wand nicht zu sein, so zum Architekt. Hoffentlich hatte er Recht.



@ Hansch...



...oder "Exbonner"?

Was ist hier nun richtig?

Gute Nacht und bis Montag hält es schon, wenn nicht noch mehr entfernt wird!!!