Trockenbauwand in Altbau quietscht



Trockenbauwand in Altbau quietscht

Hallo,
wir haben eine Altbau-Eigentumswohnung im 2. OG, Bj 1905 bezogen und wollen dort zwischen dem gefangenen Zimmer und dem Durchgangszimmer eine 2 x 2 Meter Schiebetür haben, damit die Räume zusammen genutzt werden können, aber dennoch trennbar sind. Die Wohnungen über und unter uns haben an dieser Stelle keine Wand mehr, die wurden vor vielen Jahren bereits entfernt. Beim Anfertigen des passenden Türausschnitts ist die alte Rabitzwand zerbrochen und teilweise abgestürzt. Nun wurde eine neue Trockenbauwand an gleicher Stelle aufgestellt. Die Rahmendaten: Breite 5m, parallel zu den tragenden Balken, Wand direkt auf den Balken gestellt. Höhe 3,05m. Der Aufbau ist Doppelschalig durch UW und CW-Profile erstellt worden, darauf jeweils einseitig, aber doppelt verplankt mit 10mm Gipsfaser. Nun stellt sich heraus, dass die Wand metallisch quietscht, wenn die Bewohner über uns durch ihr Zimmer laufen. Auch das mittlerweile fertige Verplanken brachte keine Linderung. Auf dem Foto ist erstmal nur eine Seite verplankt, da die Schiebetür noch eingebaut und justiert wurde. Das Quietschen kommt sicherlich durch die winzigen Schwingungen der Holzbalkendecke, durch die die Metallprofile gegeneinander arbeiten.
Meine Frage: Kann man daran noch etwas retten oder muss die Wand raus? Und viel wichtiger für mich: Wie kann ich eine neue Wand aufbauen, die keine Geräusche von sich gibt? Ich dachte da an eine Holzkonstruktion, die nur zwischen unserem Fußboden und der Wand hängt, aber keine Befestigung an der Zimmerdecke hat.
Später soll jedoch noch eine Stuckkehle zwischen Wand und Decke, so wie es an der entfernten Rabitzwand gewesen war.
Über Ideen und Tips würde ich mich freuen.
Gruß Boris



Etwas zwischen Prfile und Wände/Boden gelegt?



Habt ihr Trennwandband eingebaut? Vorallem an den horizontalen Profilen ist das Unerlässlich.
Profile an den Wänden andübeln, nicht einfach nur reinstellen.

Links und rechts vom Türausschnitt würde ich des weiteren noch zu UA-Profilen raten



Leider nein



ich hab bislang keine Erfahrungen mit Trockenbau, und deswegen einen berufsmäßigen Handwerker engagiert. Der hat aber keinerlei Trennwandband benutzt. Ich wusste dass es das gibt, aber naja mein Einwand wurde abgetan. Nun hab ich den Salat. Die Profile an der Wand sind festgedübelt, mit solchen Einschlagdübeln. Die Zwischenprofile sind aber nur unregelmäßig mit diesen Schnellbauschrauben mit Borspitze verbunden. Das Foto zeigt den Aufbau etwas genauer. Vielleicht wichtig: Jeweils die Innenseiten der Wände sind überhaupt nicht verschraubt. Kommt das wohl daher? Was muss man beachten, um eine Trockenbauwand auf schwingender Holzbalkendecke garantiert Geräuschfrei zu bekommen?



und



die Ständer + Platten oben werden als Bewegungsfuge ausgebildet (Deckendurchbiegung wird nicht in Wand übertragen !)- bei Systemanbieter Einbauanleitung nachlesen !



Nach den Regeln des Handwerks arbeiten



Die Wand muss abgebaut werden, sonst wird es keine Ruhe geben.

-Trennwandwand unterlegen
-Verstärkte Träger (UA) links und rechts des Türausschnittes
-Wände beidseitig doppelt planken, vorallem diese, an der die Aufhängung der Türen befestigt ist
-Schraubabstand 2. Lage max. 25 cm
-Ständerabstand 62,5 cm
-Anschlag für Schnellbauschrauben verwenden

Es gibt ausserdem die Möglichkeit die vertikalen Ständer oben und unten jeweils einmal anzunieten, wenn ihr auf Nummer Sicher gehen wollt.

Alternativ ein Holzständerwerk.



man



hätte die Wand auch nur bis über die Tür führen können und hätte oben Platz für ein Bücherregal gehabt. Schade um die schöne Decke.



Danke für die Antworten



ich denke um den Rückbau der Wand kommen wir nicht herum. Schade um das teure Material, dass dabei ja vollkommen unbrauchbar wird und in den Sondermüll wandert. Ich bevorzuge nun nicht zuletzt aus baubiologischen Erwägungen einen Holzständerwand. Kann man die Grundsätzlich genau so aufbauen? Der gedanke insgesamt mind. 3 doppelt verplankte Wände aufstellen zu müssen behagt mir irgendwie nicht (Materialschlacht und Gesamtgewicht der Wand). Umgehe ich das wirksam mit einem Holzständerwerk?

Als Problem sehe ich auch, dass für die Wiederherstellung des Raumeindrucks die Echtstuckkehle wieder angebracht werden soll. Widerspricht das nicht dem Prinzip einer Bewegungsfuge? Ich meine das was da hin soll hab ich schon x-fach in anderen Wohnungen gesehn. Kann ja nicht sein dass das hier nicht realisierbar ist.
Vielen Dank soweit!

Anbei ein Bild der alten Rabitzwand mit Türausschnitt, gespaltener Wand und der Stuckkehle. Die Füllung über dem Türsturz war da schon ausgeklopft.



Natürlich kann...



... das Metallständerwerk wiederverwendet werden... ist ja immerhin schon nehezu passgenau zugeschnitten...
Nimm' dir doch erstmal den berufsmäßigen Handwerker zur Brust...

MfG,
sh



Sehe ich auch so



Wenn man ordentlich Rückbaut, kann das Material auch nochmal verwendet werden, auch die Gipsplatten, soweit diese noch nicht gespachtelt sind.

Ein Holzständerwerk bei der zweiten Wand (welche die offenen Türen verdeckt) hätte aber den Vorteil, mit drei Elementen Arbeiten können, die Einseitig bereits ordentlich mit einer Lage Gips beplankt wurden und auf der anderen Seite mit einer Lage 10mm Speerholz oder OSB. So hätte man nicht das Problem, die Innenseite der Wand nicht richtig schrauben zu können. Zudem kann man dank der Speerholzlage sehr gut Sachen an der Wand befestigen.



Danke



leider sind die Gipsfaserplatten schon gespachtelt, aber probeweise habe ich einige Schraubköpfe wieder heraus gefummelt, und die Schrauben wieder rausdrehen können. Also der Rückbau der gesamten Wand könnte innerhalb eines Tages von statten gehen.
Als Neubau würde mir eigentlich eine Holzkonstruktion gut gefallen. Kann man hierzu bedenkenlos Konstruktionsvollholz aus dem Baumarkt nehmen oder ist das zu frisch zum daherhaften verbauen, so dass die Gefahr zu groß ist, dass es sich wirft? Ich liebäugele da mit Brettern 4 cm stark und etwas breiter, vielleicht 8 oder 10 cm, je nach dem was der Handel bereit hält, und eben 3,05 m lang. Das Holz ist zwar schwerer als die Blechprofile, aber ich denke dass es nur einseitig verplankt deutlich stabiler sein müsste.

Von dem Handwerker ist nichts mehr zu holen, ich bekomme meine Anzahlung nicht zurück, er bekommt die Restzahlung nicht. Ich verbuche das mal als Lehrgeld.
Handwerker sind hier in Nbg. übrigens echte Mangelware. Eine Firma hatte mir einfach mitgeteilt, dass sie z.Zt. nicht im Stande seien, mir ein Angebot zu machen. Eine zweite Firma hat nach der Baustellenbesichtigung und mündl. Vorab-Angebot einen Tag später ein Angebot zum doppelten Preis vorgelegt und zum Zuge kam dann dieser Dritte.
Daher der Gedanke zum Selbstbau. Die Wand sollte eigentlich schon im März fertig sein.