Alten Kuhstall zu Werkstatt umbauen, Außenwand innen dämmen

11.07.2012



Hallo zusammen,

ich möchte gerne einen alten Kuhstall als Werkstatt umbauen. Leichter Salpeter ist vorhanden, den kriege ich aber in Griff. Eine Wand ist südlich mit 2 Fenstern komplett als Außenwand, auf der Decke ist der Heuboden, 2 Seiten liegen an Nebenräumen an, eine Seite geht in die Scheune und eine Tür liegt im Schatten nach außen.

Nun geht es mir darum in erster Linie die Südseite von innen zu dämmen, damit mein Werkzeug sowie Farben und Lacke nicht einfrieren (beim nächsten -20°C Winter). Ich dachte mir evtl. Holzlattung, dazwischen Glaswolle oder Styropor, dann eine diffusionsoffene Bahn und dann OSB-Platten, an die ich dann mein Werkzeug "festnageln" kann.

Besteht hier Schimmelgefahr??? Geht es einfacher oder würde das zu viel Aufwand sein und nichts bringen aufgrund der anderen Wände?

Andere Frage: Wenn ich auf die Dämmung verzichte und nur eine Lattung mit Hohlraum erzeuge und darauf OSB Schraube um die Wand etwas dicker zu machen (sonst wird der Arbeitstisch - ruhend auf einer Futtertränke 1,10m) zu tief) - wäre das machbar oder schwitzt mir das Holz dann kaputt?

Vielen Dank für die Hilfe schon mal!



Etwas kryptisch...



... ist die Beschreibung schon und von daher ist die Situation schwer nachzuvollziehen...

Grobe Einschätzung: Das Vorhaben wird soooo nicht den gewünschten Effekt erziehlen und geht bauphysikalisch schief...

"Gutgemeinte" Innendämmung scheitert oft daran, dass die Kondensationsebene (=Taupunkt) in die Dämmschicht verlagert wird, das ist insbesondere dann kritisch, wenn punktuell diffusionsdichte Materialien verwendet werden.

Wie sieht denn der Wand-, Decken- und Bodenaufbau aktuell aus?

Bitte Info nachstecken...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Beschreibung



Soweit ich das nachvollziehen kann ist alles aus Vollziegeln gemauert, auch der Boden, die Decke besteht aus preuß. Kappendecken mit Stahlträgern. Die Außenwände jeweils ca. 24cm Vollziegel und von innen (Kalk) Putz.

Soll heißen die OSB-Platte ist zu dicht?
Wie bekommt man dann ein Nebengebäude halbwegs frostfrei ohne Außendämmung?

Alternativ ohne Dämmung: Wie kann ich die Wand nach innen dicker machen?



Moin



also Frostfrei bekommt man ein Gebaäude nur durch heizen, eine Dämmung ohne Heizung bringt nix.

Dem Farbe mach der Frost auch nix (bei Dispersionen weis ich's nicht), und selbst wenn der eine oder andere Pott kaputtfriert muss man mal rechnen wieviel Farbe man für die Dämmung kaufen kann. Meine Maschinen sind durch die Bank frostfest, das gleiche trifft auf Hämmer, Handsägen, Schraubendreher etc zu.
Und wenn mirs in meinem Nebengebäude zu kalt ist, boller ich das Heizgerät an und wenn ich fertig bin mach ichs wieder aus.



Frostfrei



So kann man das sicher auch sehen, bin nur etwas vorsichtiger... Trotzdem bleibt der Punkt daß ich aus arbeitstechnischen Gründen die Wand gerne etwas weiter in den Raum bringen will, also verdicken, da ich sonst 1,20m Arbeitstischtiefe hätte und da muß man sich ordentlich strecken. Kann ich also irgendwie eine "Wand davorhängen"???

Bringt es was zumindest einzelne Regale/Schränke mit Styropor zu verkleiden?

Letztes Jahr ist mir in der Garage die ganze Farbe eingefroren..., gut die Dispersionswandfarbe von Alpina ging neulich noch problemlos aber das Risiko bei den Preisen möchte ich nicht eingehen auch hab ich Schiß davor, daß die teuren Elektrowerkzeuge nen Schaden nehmen... Frost, Tauwasser usw.

Danke für die Tips!



Zu hinterfragen



Hallo,

durch die Dämmung kannst Du nur erreichen, daß Du weniger heizen mußt,
aber ohne Heizung (incl. Sonneneinstrahlung) ist trotzdem Frost angesagt.
Wenn Du die Fassade dämmst, bleibt zu klären, welchen Anteil die
eigentlich an den Wärmeverlusten hat: Boden, Dach, Luftwechsel durch
Undichtigkeiten. Ggf. kannst Du ja einen Schrank bauen und dämmen, der
die Farben und ggf. empfindliche Geräte aufnimmt und mit einem Frostwächter
beheizt wird. Ob man die ganze Werkstatt dann trotzdem dämmt, würde ich
davon abhängig machen, wie oft Du die im Winter nutzt und entsprechend
beheizt.



Nochmal



die Werkzeuge wie auch Maschinen sind frostfest.

Meine Scheune beherbergt, Handkreissägen, Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Oberfräse, Radio, Rüttelplatte, versch Schleif und Trennmaschinen sowie den Audi und die Ducati.
Ebenso alle möglichen Lacke und Epoxiharze.
(In meiner Jugend haben wir die angemischten 2K Lacke eingefroren um den aushärtungsprozess zu verlangsamen, hat bestens funktioniert)

Im Stall steht die Drehbank sowie die Fräse und das seit nunmehr 6 Jahren.
Vorausgesetzt die Werkstatt ist trocken und das ist sie im Regelfall auch, es sei denn es wäre ein bautechnischer Irrsinn konstruiert, kann nichts passieren. Nur mit einer Dämmung kann keine Frostfreiheit oder Trockenheit erreicht werden das geht nur mit dauerhafter Heizung.



Oh manno...



... bau Dir doch irgendein Regal oben drauf oder sowas, hauptsache ohne Styropor & Co...

Ich hatte noch nie das Problem eines zu großen Arbeitstisches...

Ansonsten heiz die Butze leicht und möglichst kostengünstig, stell da nen Ofen hin und schmeiß da 12 Scheite am Tag rein...


Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner