Welche Art Schädling könnte das sein?




Hallo zusammen!
Die Freude über das neue Haus währte in der Tat nicht lange...
Der Vorbesitzer hatte ein Fable für Holzvertäfelungen, und diese hat er blöderweise auch im Keller angebracht, im Treppenhaus komplett, an einer Innenwand nur Meterhoch.
Wegen des furchtbaren Wetters seit einem Monat (täglich Regen) stellte ich plötzlich pilzgeruch im Keller fest (Bruchsteinmauer). Und da habe ich einen Pilzkörper entdeckt, Bild 1. Habe sofort Maßnahmen ergriffen, die Vertäfelung entfernt, aber was da zu Tage kam, daraus werde ich nicht schlüssig... Bild 2. Muss dazu sagen, zwischen Wand und Holz war flächig Styropor. Habe auch eine nicht befallene Wand entdeckt, hier war das Styropor wahrhaft tropfnass, wohlbemerkt, an einer Innenwand!
Das Myzel hob die Farbe vom Putz ab, Bild 3. Myzel war oberflächlich und schwarz/braun bis weiß-gelb.
Ich hoffe sehr sie können mir weiterhelfen, falls es sich um den EHS handelt, was ich bei Verdacht von einem Gutachter prüfen lasse, werde ich gerichtliche Schritte gegen den Verkäufer einleiten.
Danke einstweilen



Leider!



Hallo,
leider sieht es sehr nach dem Echten Hausschwamm aus, auch wenn die Fotos arg unscharf sind. Vergleichen sie bitte Ihren Schwamm mit dem auf meinem beigefügten Foto. Dieser wuchs hinter einer Wandvertäfelung.
Die Farbvariationen können bei frischem Mycel vielfältig sein: weiß, grau, rosa, bis hin zu zitronengelb. Strangbildung tritt nicht sofort auf.

Schalten sie umgehend einen Gutachter ein (z.B. www.dhbv.de) und lassen sie die Vertäfelungen in seinem Beisein weiter öffen. Evtl. können Hinweise dafür gefunden werden, dass bereits ein Versuch unternommen wurde, den Pilz zu bekämpfen.

Gruß
Boris Blenn



Danke



für die rasche Antwort.
Es waren nur 2 Wände vertäfelt, habe sie bereits entsorgt, aber es waren noch Rigips-Platten an den Aussenwänden verbaut, die ich gestern entfernt habe. Diese waren holzlos befestigt und siehe da, keine Hausschwamm, Mycel oder ähnliches. Kann man hier von einem örtlichen Befall ausgehen? Kein Holz - kein Befall! Und ich habe auch keine Wurzelstränge entdecken können, nur diese Pilzfladen... Die Ursache für die Feuchtigkeit werde ich beseitigen (Dach verlängern) aber zwecks dem Parasit bin ich nicht schlüssig, wie ich vorgehen soll. Wenn der Befall tatsächlich oberflächlich war, wäre ja nach Abstellung der Ursache nichts zu befürchten, oder?



Kein Holz, kein Befall....



ist zwar prinzipiel richtig, aber: wissen sie auch genau, dass kein Holz in der Nähe mehr verbaut ist? Wie sieht es mit hölzernen Türzagen in der Nähe aus? Sind unter den Fliesen im Keller auch keine Altlasten vorhanden (z.B: zugeschütteter Kohlenkeller mit Holzresten)? Wurde vielleicht mal der Keller von außen freigelgt und dort Holzreste oder verlorene Schalung eingebaut? Haben sie Holz in der darüber liegende Decke und wenn ja, wie weit ist der Schwamm auch innerhalb der Bruchsteinmauer bis dorthin vorgedrungen (Probeöffnungen notwendig). Und nicht zuletzt Rigips: GipsKARTONplatten enthält doch schmackhafte Cellulose...

Weiterhin sehe ich in Anbetracht der nicht unerheblichen Mycelmassen zwar überwachsenes aber kein sichtbar abgebautes Holz. Wo ist die Nahrungsquelle? Vielleicht sogar im Nachbarhaus?

Sie sehen: vor Ort gibt es einiges zu untersuchen bevor man es wagen kann, eine Prognose abzugeben.

Gruß
Boris Blenn



Ein Desaster



Das war mir bisher nicht bewusst, das der Schwamm bis in das Erdgeschoss vordringen könnte! Vorausgesetzt er bekommt Feuchtigkeit oder? Habe über dem Keller eine Betondecke.
Für die unscharfen und rotstichigen Bilder muss ich mich entschuldigen, habe heute ein besseres Bild gemacht und hoffe, es ist nicht der EHS, diese Wand war am stärksten befallen. Aber auf jeden Fall werde ich fachmännischen Rat einholen, das Haus ist sonst in einem super Zustand, Baujahr 1962. Und ich will endlich wieder ruhig schlafen können. Ist eigentlich dieser Pilzgeruch typisch für Hausschwämme? Es roch im Keller wie nach Pilzen aus dem Wald!!!





Betondecke ist schon mal sehr gut. Wenn sie keine tragenden Holzbauteile in Reichweite des Pilzes haben, auf Holz im Befallsbereich plus Sicherheitsbereich verzichten können sowie gewisse Nutzungseinschränkungen im Keller hinnehmen wollen (Kartoffeln direkt an den Wänden lagern, Bücher stapelweise auf dem Boden aufhäufen etc.) könnte sich u.U. die Bekämpfung des Pilzes wesentlich einfacher gestalten. Da berät sie aber der Sachverständige vor Ort.

Der Pilzgeruch ist typisch.

@Foto: diesmal scharf, aber das Motiv ist nicht aussagekräftig. Können viele Pilze sein. Bestimmung kann auch nur vor Ort oder im Labor erfolgen.

Ich drück Ihnen die Daumen.