Wärmedämmung bei altem Haus?




Guten Tag
Meine Frau soll das Haus ihrer Oma erben. Dieses laut der Oma ca. 150 Jahre alt. Jetzt wollen Frau und ich langsam uns von oben nach unten arbeiten und mal erneuern. Sprich Dämmung und so. Es ist ein Zweigeschössiges Haus.
Ganz oben noch ein Dachboden mit Gerümpel. Dämmung nicht vorhanden. Ich wollte erstmal die Dachschrägen auf dem Dachboden dämmen. Bei so einem alten Haus ist keine Unterspannbahn vorhanden (Bild folgt). Also ich gucke direkt auf die Ziegel und deren Verlattung. Direkt darauf die Dämmung zu klemmen ist ja nicht so gut. Was hättet ihr für Tipps wie ich das dämmen könnte, so dass es vernünftig ist. 
Außerdem ist zwischen den einzelnen aufeinanderliegenden Ziegeln so eine Art Zement. Dieser fehlt an vielen Ecken schon und ist auch porös. Ist das etwas spezielles oder was kann man da nehmen? 

Die Zimmer im 2.Stock haben auch alle schrägen. Wie es darunter aussieht weiß ich noch nicht. Aber da wir das Haus zur Vermietung fertig machen wollen, möchten wir alles ordentlich fertig machen. Sprich darunter muss ich auch noch schauen und dafür wäre es sehr gut zu wissen wie ich die schrägen alle dämmen kann. 

Außerdem besteht das Haus aus Bruchstein und Fachwerk. Wie sind da die möglichkeiten zu dämmen?





Wo steht denn das Haus von der Oma ? Wenn es nicht gerade auf dem Mond steht, könnte man sich ja ggf. vor Ort ein Bild davon machen. Grüße, Andreas Wugk



Wärmedämmung bei altem Haus?



Das steht im Raum Paderborn (NRW)



Werterhaltung steht an erster Stelle



Hallo, Fachwerksanierung von innen oder von außen gewünscht? Wir empfehlen Holzfaserdämmplatten Udi RECO mit integriertem Untergrundausgleich als Außen oder Innenwanddämmung. Damit bringt man keine zusätzliche Feuchtigkeit in das Gebäude da diese trocken montiert werden, den Untergrund gleich ausgleichen und das Fachwerkgebäude bleibt atmungsaktiv und diffusionsoffen, heißt wir erhalten den Urzustand verbessern aber die Wärmedämmung, Schallschutz usw. Thema Dach: bitte keine Dämmung einfach zwischen den Sparren. Ist in der Sanierung etwas aufwendig, aber es gibt wunderbare Lösungen. Die für das Forum zu lang wären. Soll es als Wohnfläche ausgebaut werden oder ein Kaltdach bleiben ? Schauen Sie doch mal unter www.udidaemmsystem.de Viele Grüße



Allgemein



So allgemein mit fast keinen Daten lässt sich die Frage nicht beantworten. Arbeiten durch Handwerker oder in Eigenarbeit.

Erste Frage zum Dach. Ist es in Ordnung oder muss es in jedem Fall erneuert werden. Wenn Erneuerung fällig ist wird sollte dies auch gemacht werden. Wenn es noch gut ist und noch 20 Jahre halten kann, kann Isolierung von innen erwogen werden. Zweite wasserführende Schicht erstellen; das kann eine Unterspannbahn sein oder eine hydrophobierte Holzweichfaserplatte. Anleitungen dazu bei Isover und Konsorten mit Unterspannbahn und Mineralwolle oder auch bei Pavatex, Gutex etc. mit Holzweichfaser. Oder Aufbau mit Zellulose. Dazu gibt es gute Anleitungen im Netz wo man sich einlesen kann.
Falls der Dachraum nicht ausgebaut wird, ist dafür aber der Aufwand zu hoch und die Dämmung der oberen Geschossdecke ist bedeutend einfacher.

Zweite Frage Wand: Wanddämmung hängt davon ab ober Fachwerk sichtbar ist oder von außen verkleidet/verputzt. Dann kommt die Frage ob Innen- oder Außendämmung. Alles abhängig von den Gegebenheiten. Ich habe Sichtfachwerk, muss also von innen dämmen. Ich habe mich für System Lehm Ausgleichsputz, Holzweichfaser und Lehmputz entschieden. Klasse Material, klasse zu verarbeiten. Kostet viel Arbeitszeit und viel Zeit zum Trocknen. Ich würde mich immer für einen diffussionsoffenen Aufbau ohne Dampfsperre entscheiden.

Dritte Frage Boden/Kellerdecke. Bei Keller kann von unten gedämmt werden. Systeme gibt es mit Mineralwolle, Styropor, oder Mineralschaumplatten. Ich habe mich für Multipor entschieden, da Decke eben verputzt ist und die Platten leicht an die Decke geklebt werden konnten. Dabei auch wieder diffusionsoffen und kapillaraktiv. Über Erdboden aber klassisch mit Isolierung und Zementestrich.

Also am besten mal die Aufgaben aufteilen und tatsächlich mal Planer und Handwerker für eine Begutachtung anfragen. Wenn man das selber machen will braucht man viel Fachwissen und holt sich trotzdem Fachleute für verschiedene Aufgaben ins Haus.

Viel Spaß
Herbert



Energiepass



brauchst du, wenn du eine Wohnung vermieten willst.
Daher ist der erste Schritt, nach meiner Erfahrung, einen Energieberater einladen, der sich das Haus anschaut und dann Vorschläge macht, was wie gemacht werden kann / muss.
Die Kosten sind so ca 300€, die du aber zurückholen kannst, aber es der wichtigste Schritt.
Auch sollte zunächst geschaut werden:
Wohin soll der Weg gehen? Welche Erinnerung sollen erhalten bleiben.
Steht das Haus unter Denkmal?
Ist das Fachwerk sichtbar und soll das so bleiben?

Lass dir helfen und mach bzw lass dir einen Plan machen.

Viel Erfolg

Klaus