Gipsverkleidung

29.12.2007



Hallo,

Wir möchten ein Fachwerkhaus kaufen das ist gut 300 Jahre alt und der Architekt sagte Es ist ein Schnäppchen!
Da die Wände doch sehr ungerade sind möchte ich diese von innen mit Gipsplatten verkleiden welche ich auf ein Holzgitter anbringen würde.
Nun habe ich gelesen das Gipsplatten nicht für die Innenverkleidung geeignet ist... wieso stand nicht wirklich dabei ausser Feuchtigkeit.
Wenn ich die Gipsplatten nun mit Luftschlitzen anbringe... ich dachte da an 2-5 cm vom Boden und Decke... dann könnte doch die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit könnte nicht entstehen oder?



Sie haben richtig gelesen!



Gipskarton kennt zwar jeder, verarbeitet auch fast jeder. wird zu "Toppreisen/m²" angeboten, doch hat es in einem so historischen Gebäude nichts verloren!
Die Toppreise sind ja auch nicht von ungefähr, denn "Sondermüll" muß ich ja auch unter die Leute bringen.
Hier handelt es sich um Recyclinggips aus der Rauchgasentschwefelung und über den Kreislauf der Verbrennung werden auch sämtliche anderen Sondermüllprodukte verheizt.
Und da soll uns noch einer Sagen, daß dies ein gesunder "Baustoff" sein soll?
Außerdem möchte ich Sie höflichst fragen, ob Ihr derzeitiges Wohnumfeld eine Mehrfamilienwohnanlage, Wohnblocksiedlung etc. ist?
Denn genau aus dieser Tendenz der Gewohnheit heraus, kommt der sterile gerade Wandgedanke.
Lassen Sie doch dem Hause den Charakter, begleiten mit den Renovierungsmaßnahmen die Wandbereiche und schaffen sich ein Umfeld, was nur Sie haben.
Technisch betrachtet sollen Wandscheiben im Fachwerkbau homogen ausgebildet werden, soll heißen, mit dem Untergrund fest verbunden (verklebt). Dies schafft man hervorragend mit Lehmbaustoffen, denn diese sind sorptionsfähig, speicherfähig und gut Temperatur regulierend.

Überdenken Sie Ihre Herangehensweise nochmals gründlich und sprechen dazu vielleicht noch ein paar andere Communarde aus dieser Plattform direkt an.

Für Ihre Entscheidungsfindung viel Glück und Geschick,
einen guten Rutsch ins neue Jahr

und vielleicht auf weitere handwerkliche Tipps,

Udo Mühle



Wenn´s



nur um die Begradigung der Wände geht, sollten Sie einen Lehm- oder Kalkputz nehmen. Das würd dem Haus auf jeden Fall am besten bekommen. Wenn Wärmedämmung ein zusätzlicher Aspekt ist, sollten Sie sich einen Fachmann holen, der über entsprechende Erfahrungen mit Fachwerkhäusern verfügt und mit diesem dann eine funktionierende Lösung erarbeiten. Patentrezepte gibts da nicht. Und mal eben ein paar GK-Platten auf Holzkonstruktion anschrauben, vielleicht noch Mineralwolle reingepackt, dann können Sie das Fachwerk in ein paar Jahren noch nicht mal als Feuerholz gebrauchen.
MfG
dasMaurer



Wenn Du gerade Wände



bevorzugst, wäre vielleicht doch ein moderneres Haus angesagter. Ich würde das Schnäppchen nur nehmen, wenn die schiefen Wände ok sind. Sonst riskierst Du massig Investitionen in die "Modernisierung".

In meinem Haus wurden auch viele Gipskartonplatten und ähnliches verbaut (habe erst nach dem Kauf beim herumstöbern erfahren, dass es ein Fachwerkhaus ist). Resultat: in diesen Wänden mindestens eine Mäuserennbahn und/oder verfaulte Balken, die so einen modrigen Geruch verbreiten.

PS: Ich finde Recyclinggips gut, weiß nur keine Verwendung im Hausbau.



ganz so schlimm kann es nicht sein



Gipskartonplatten werden millionenfach verbaut, gerade auch in alten Häusern. Und zwar, soviel ich weiss, nahezu ausschliesslich für die Innenverkleidung. Mir sind im Gegensatz zu den vorherigen Beiträgen noch keine Schäden begegnet, deswegen sehe ich das auch nicht sooo kritisch.

Es ist aber richtig, dass es durchaus noch andere Baustoffe gibt, und gerade in einem Fachwerkgebäude bietet sich Lehm an, da Lehm aus vielen Gründen sehr gut zu Holz passt. Ist aber nicht ganz so einfach zu verarbeiten.

stt



@ STrapp





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ganz so schlimm kann es nicht sein -
Gipskartonplatten werden millionenfach verbaut, gerade auch in alten Häusern. Und zwar, soviel ich weiss, nahezu ausschliesslich für die Innenverkleidung. Mir sind im Gegensatz zu den vorherigen Beiträgen noch keine Schäden begegnet, deswegen sehe ich das auch nicht sooo kritisch.

Es ist aber richtig, dass es durchaus noch andere Baustoffe gibt, und gerade in einem Fachwerkgebäude bietet sich Lehm an, da Lehm aus vielen Gründen sehr gut zu Holz passt. Ist aber nicht ganz so einfach zu verarbeiten.

stt mehr ...
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Haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, warum sämtliche Gipskartonwände vor einer Weiterbehandlung stets imprägniert werden müssen?
Damit wird die Atmungsfähigkeit dieses "Baumaterials" fast gen Null gefahren, denn es ist ja bereits mit Papier eingepackt worden.
Natürlich wird es millionenfach verbaut, sonst würden ja die Halden uns auch bald über den Kopf wachsen.
Und so macht man eben aus Abfall ein Zivilisationsprodukt!

Nachdenken zum Jahreswechsel

Udo Mühle



Gipsverkleidung



Bei der Dikussion über die physiologische Schädlichkeit von REHA- Gips würde mich einmal interessieren, WORAUF denn nun die Behauptungen basieren, REHA- Gips hätte schädliche Inhaltsstoffe.
Wenn das so ist, gibt es verlässliche Zahlen bzw. Inhaltsanalysen zum Gips und was sagen diese aus?

Viele Grüße
Georg Böttcher



Nun ja,



die Gipsindustrie hat vor etlichen Jahren den "Kraftwerksgips" aus den Spachtelmassen verbannt, da es immer wieder zu üblen Verfärbungen und Farbdurchschlägen bei Tapeten und Anstrichen auf GK-Wänden und -Decken kam. Aus dem selben Grund wurde der Anteil von diesem Gips in Gipsputzen stark reduziert. Auch hat der Gips aus Steinkohlekraftwerken eine höhere Radioaktivität durch die relativ hohe natürliche Radioaktivität der Steinkohle, wobei man bei der Bewertung auch berücksichtigen sollte, dass Radioaktivität eigentlich überall auf diesem Planeten vorhanden ist und bis auf Ausnahmen keinen Einfluss auf organisches Leben hat. Und ich denke mal, auch mit entsprechenden Messgeräten wird man kaum GK-Baustellen aus der natürlichen Radioaktivität herauslokalisieren können. Ich denke mal, bei der morgigen Böllerei wird mit den Sprengstoffen mehr an Schadstoffen freigesetzt ;-))).
MfG
dasMaurer



Danke, Danke



Erst einmal vielen Dank für all die Antworten.

Ich bin laie was Haus- Bau/Sanierung angeht und habe bestimmt eine falsche Vorstellung von dem was Gipsplatten angeht. Mein Gedanke war ...weil wir Wasser-/Stromleitungen und eine Heizung dann auch gleich neu legen wollten Gitter+Gips drauf Fertig! War wohl nix ...aber gut wenn dann richtig. Und schiefe Wände stören mich eigendlich nicht wollte halt nur keine Tapete mehr an die Wände bringen sondern mit verschiedenen Farben anstreichen und da die Wände nicht nur schief sonder auch von der Oberfläche ziemlich wüst sind ...dachte ich halt an Gips!Wir möchten ja alles richtig machen und man liest ja auch viel aber es gibt immer ein Pro und Contra zu lesen und das verwirrt.
Was für Putz ? Welche Farbe(nicht Rot oder Blau )sondern spezielle für Lehmgrund oder was für eine Heizung? usw.



Rubrik Farben Putz Malerarbeiten



Hallo
die leichte Verwirrung nach all den vielen Antworten und noch mehr Meinungen kann ich gut verstehen. So geht es wohl jedem Laien am Anfang beim Lesen dieses Forums, also nur nicht verschrecken lassen :)

Schauen und stöbern Sie doch mal in der Rubrik Farben Putz und Malerarbeiten oder werfen Sie mal ein Auge auf die Plattform "Bilder", und Sie werden Unmengen von Anregungen und Lösungen zum Thema Wandgestaltung finden. Nur Mut! So nebenbei, auf den Homepages der verschiedenen Hersteller wie z.B. Kreidezeit, Claytec oder anderen finden Sie auch genaue Produktebeschreibungen, wo auch unter anderem erklärt wird, welche Putz- bzw. Farbenart zu welchem Untergrund passt.
Und noch ein Tip, falls Sie sich nach dem Kauf für Lehmputz entscheiden würden. Fragen Sie mal bei einer Ziegelei nach, ob auch Lehmputze vertrieben werden, dort sind die Preise eventl. um einiges tiefer als im Ökohandel. (Und jetzt bitte keine Schläge von der Lehmbaufraktion, aber ist doch so...).

Grüsse und falls ihr es kauft, nur den Mut nicht verlieren:)
Marlene Leimbach



Also



wenn Ihr keine Tapeten wollt, dann solltet Ihr euch mal im Lehm- und Kalksektor umschauen, z.B. bei den Firmen Kreidezeit und Claytec. Auf deren Internetseiten findet Ihr bestimmt genügend Anregungen für Innenwandgestaltung, von traditionellen Anstrichen bis zu modernem Design. Und die geeigneten Materialien findet Ihr dort auch. Und das ist das Ergebnis von Weiterentwicklung alter Produkte und unseren heutigen Ansprüchen an die Gestaltung von Wohnraum angepasst und absolut alltagstauglich.
Mal einen guten Rutsch und ein buntes 2008.
MfG
dasMaurer



Ja Supi



Hallo,

und nochmal besten Dank für all die Tips und Ratschläge.
Ich denke wir werden das Haus kaufen und mit Lehmputz die Wände verarbeiten.(Haben schon einiges angeschaut und toll was damit alles geht) Also nochmal Dank und eine Frage hätte ich da doch noch. Was halte Ihr/Sie von einer Heizung? Wir wollten in jeden Zimmer(8) je einen Wandheizkörper anbringen. Müssen wir etwas besonderes(im verglech zum Betonklotz) beachten?

Dank und guten Rutsch ins Jahr 2008



Energiekonzept



Hier sollte die Gesamtheit des Gebäudes betrachtet werden.
Und da ist zukunftsträchtig eine Wandheizung bzw. auch eine Fußleistenheizung sehr sinnvoll. Gekoppelt mit Fußbodentemperierung eine gute sache.
Zur Gesamtheit Ihrer Maßnahmen wäre ein Handwerkerbetreuungspool über Fachwerk.de sicherlich sinnvoll.

In diesem Sinne einen guten Rutsch, Gesundheit
und daß die gesteckten Ziele erreicht werden,

Udo Mühle





Hallo Herr Mühle,

das Foto sieht toll aus welches Sie in Ihren letzten Eintrag mit hochgeladen haben ....aber ich glaube ich habe mich falsch ausgedrückt....mit Wandheizung dachte ich ...das ist wie man es so kennt ein Heizkörper unter dem Fenster. Ist das ratsam?

Herzlichen Dank und Gruß.
Hans Kuhställer



Ich habe Sie schon verstanden!



Aber eben nicht diese Energieschleudern bzw. thermischen Drecksauger (Staub und anderes wird von unter "angesaugt" und nach oben verteilt!), sondern eben gerade die alternativen Lösungen.
Energiesparender und gesünder.

Zu weitern Fragen können Sie uns auch gern anrufen, um im Wort zu erläutern und zu beraten.

Liebe Grüße zurück und einen guten Wechsel
ins neue Jahr 2008,

Udo



Heizungstypus



Hallo,
ich denke, auch bei dieser Frage könnte jetzt wiedermal eine hitzige Diskusion entstehen.

Wir haben bei unserem Haus eine Gastherme auf Niederengergiebasis eingebaut und diese mit hydraulischen Heizkörpern (unter den Fenstern) versehen. Die Heizkörper wurden mit speziellen, für Fachwerk geeigneten, Halterungen ohne Probleme von unserem Heizungsbauer installiert. Und wir sind damit glücklich und zufrieden.

Beim Studieren der Rubrik Heizung + Heizen werden Sie sicher schon bemerkt haben, dass hier die persönlichen oder geschäftlichen Vorlieben der hier schreibenden Handwerker gerade bei diesem Thema leider öfters in zum Teil hitzigen Schlagabtauschereien ausarten und leider meistens damit enden, dass jeder fast dogmatisch auf seinem Standpunkt beharrt - sprich Wand-, Gas- oder Elektroheizung.

Als Laie kann ich Ihnen nur das Raten, was bei uns unser Bezirksschonsteinfeger geraten hat, suchen sie sich einen guten Heizungsbauer und lassen sie sich mal kostenlos beraten.

Gruss und guten Rutsch
Marlene Leimbach



Recyclinggips & Heizung



Ich bezweifle, dass es zulässig ist, Schadstoffe im Rigips zu entsorgen. Vielleicht war es früher so, aber heute sicher nicht mehr. Genau weiß ich das auch nicht, aber ich denke, da schwirren mehr Gerüchte rum als Fakten.

Eine Wandheizung habe ich gerade im Bad installiert und bin noch am sammeln von Erfahrungen. Im Moment würde ich sie nur installieren, wenn die Wände sowie so neu verputzt werden müssen oder andere Gründe für den Austausch der Heizkörper sprechen.



@Stephan





---Forenreferenz-----------
Nun ja, -
die Gipsindustrie hat vor etlichen Jahren den "Kraftwerksgips" aus den Spachtelmassen verbannt, da es immer wieder zu üblen Verfärbungen und Farbdurchschlägen bei Tapeten und Anstrichen auf GK-Wänden und -Decken kam. Aus dem selben Grund wurde der Anteil von diesem Gips in Gipsputzen stark reduziert. Auch hat der Gips aus Steinkohlekraftwerken eine höhere Radioaktivität durch die relativ hohe natürliche Radioaktivität der Steinkohle, wobei man bei der Bewertung auch berücksichtigen sollte, dass Radioaktivität eigentlich überall auf diesem Planeten vorhanden ist und bis auf Ausnahmen keinen Einfluss auf organisches Leben hat. Und ich denke mal, auch mit entsprechenden Messgeräten wird man kaum GK-Baustellen aus der natürlichen Radioaktivität herauslokalisieren können. Ich denke mal, bei der morgigen Böllerei wird mit den Sprengstoffen mehr an Schadstoffen freigesetzt ;-))).
MfG
dasMaurer mehr ...
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Heute wird sehr viel im Sack verkauft, wo was drauf steht, aber nicht unbedingt das drin ist.
Funktionsergebnisse nachher bringen da sehr viel mit ans tageslicht.

Grüße ins neue Jahr und stets gut informieren und nicht immer alles glauben,

Udo





Hallo und frohes neues Jahr

nee von Gips bin ich weg... denke mit Putz wird's auch schön.
Sollte ich einen Haftgrund vor dem Verputzen aufbringen und wie wird der Putz versiegelt?
Und wie macht Ihr/Sie das mit z.B. Hängeschränke oder überhaupt wenn etwas an der Wand/Decke angedracht werden soll?

@Udo
Komme gerne bei Gelegenheit auf Ihr/dein Angebot zurück. Danke.

Gruß Hans Kuhställer



Jetzt mach ich auch noch mit.



Gut, daß du von der Rigipsidee an den Fachwerkaußenwänden abgekommen bist. Ich glaube zwar nicht an eine gesundheitsgefährdende Wirkung durch die Herkunft des REA-Gips, aber der Hinweis von Udo mit dem imprägnieren stimmt. Mal abgesehen von bauphysikalischen Problemen, die sich bei einer Verschalung der Außenwände mit Rigips ergeben könnten, leidet meines Erachtens das Wohnklima erheblich. Kalk-, Lehm- und auch Kalk-Gipsputz nehmen bei Spitzen Feuchtigkeit auf (unterschiedlich stark) und können sie wieder abgeben. Mit ringsrum Rigips, der auch noch imprägniert ist, bzw. sein muß, hast du ein Kartonklima. Feuchtespitzen werden schlechter abgefedert. Ich verzichte auf Rigips, wo es mit vertretbarem Aufwand anders gemacht werden kann.
Für die 300 Jahre alte Bude wäre Lehmputz sicher angebracht. Bei der Gelegenheit solltest du dann aber auch vielleicht über eine fachwerkgerechte Innendämmung mit Holzfaserplatten nachdenken.
Bei der Heizungswahl bin ich etwas offener. In der Energiebilanz (@Udo "Energieschleudern") vertrete ich immer noch die Meinung, daß ich für eine Bude X mit der Heizlast Y eben ein Energiemenge Z reinbringen muß, mal egal wie. Wie angenehm oder nicht sie der Mensch dann empfindet, ist mal was anderes. Da können Flächenheizungen bei der Empfindung sicher besser abschneiden. Allerdings aus meiner Sicht je schlechter Dämmung, desto angenehmer die Wandheizung. Mit abnehmendem Energiebedarf pro Quadratmeter nehmen auch die unangenehmen Einflüsse kalter Aussenwände ab und ich muß sie nicht "durchglühen".
Auch müssen die Konvektoren nicht so ackern und der aufgewirbelte Staub hält sich in Grenzen. Wobei ich denke, daß der Staub, den ein Konvektor durch die Luft wirbeln kann, auch so leicht ist, daß ich ihn durch herumgehen und aufs Sofa plumpsen lassen ebenso verteile, geben tut es ihn ja auch in Räumen mit Wandheizung.
Da nun aber du Neubauwerte nicht mit einer fachwerkgerechten Dämmung erzielen wirst, könnte die Wandheizung eine Alternative sein.

Gruß Patrick.



Hallo Hans,



tut mir leid, dass ich noch mal vom Thema ablenke...

Lieber Udo,

eben nicht immer alles glauben...

Was (Zitat) "vor etlichen Jahren" war, muss nicht heute noch gelten. Früher war die Welt eine Scheibe, heute wird sie von vier Elefanten getragen. Das Schadstoffargument höre ich immer wieder aus einer Ecke ohne bis heute eine stichhaltige Quelle oder Nachweis gesehen zu haben. Mag sein, dass REA-Gips früher eine Schadstoffsenke war. Ich bezweifle nur, dass es heute noch so ist. Mag sein, dass ich falsch liege.

Die Idee der Verwertung von Abfällen finde ich grundsätzlich sinnvoll, auch wenn es hin und wieder schief geht. Ich recycle ja auch meine Hütte und baue nicht neu.

In dem Sinne bevorzuge ich auch Lehm anstatt Gips. Wenns mal wieder schief geht, kann ich es mit Wasser korrigieren. Gips muss ich weghauen. Na und alle anderen Argumente pro Lehm unterschreibe ich auch.

PS: Ich halte es für ein höheres Risiko in Deiner Gegend in einem Keller eine nennenswerte radioaktive Strahlung abzubekommen, als in einer gipsbeplankten Wohnung.



Mal



so gesagt, da werden nicht absichtlich irgendwelche Schadstoffe entsorgt, aber bei den Filteranlagen gibt´s keine 100% Reinigung, und der verbleibende Rest sorgt unter Umständen für Probleme. Bezüglich der Spachtelmassen stammt die Information von dem Vertreter eines Herstellers, nachdem aufgrund einer Vielzahl von Reklamationen etliche grosse Trockenbaufirmen den Lieferanten gewechselt haben. Und schon wurde seinerzeit reagiert. Bei den GK-Platten stellt sich das Problem nicht, also wird das Zeug dort weiter eingesetzt.
Soviel mal dazu.
MfG
dasMaurer



@Heizung



Ich bin diesbezüglich auch völlig offen, solange die Esotherik bei diesem Thema nicht überhand nimmt ;).

Falls mal Solar oder Wärmepumpe ein Thema sein könnte, auch Gas/Ölbrennwerttechnik "mag" Heizsysteme mit niedrigen Temperaturen: also Flächenheizungen (Fussboden/Wand/Decke). Wärmedämmung senkt das Temperaturniveau ebenfalls.

Wandheizung an Außenwänden haben, egal ob ungedämmt (=hoffentlich nie!) oder gedämmt höhere Wärmeverluste.

Das mit den Energieschleudern bezog sich vermutlich auf die vermeintliche Staubaufwirbelung durch Konvektion. Wie Patrick schon schrieb: nach einer Dämmung tut sich da auch nicht so viel, die Wände/Böden/Decken werden auch so warm, man kann dann ggf. auch zu Flachheizkörpern ohne Konvektoren greifen.

Am Ende alles auch eine Preisfrage.



Holzfaserplatten



Hallo

Patrik hatte von Holzfaserplatten(Hfp) als Innendämmung geschrieben. Heißt das, dass ich die (Hfp) wie z.B. Gipsplatten Verarbeiten kann? Sprich mit einer Unterkonstruktion an den Wänden/Decken anbringen kann? Hat jemand ein Bild von so einer Innendämmung?

Danke Hans Kuhställer



Da mußt du dich an Udo halten...



...der ist der Fachmann. In jedem Fall werden sie vollfächig hinterbettet, nix mit Holzgitter.
Er hat sicher auch ein paar Bilder auf Lager.

Gruß Patrick.



Ok



Hallo Patrik,

danke für die rasche Antwort.

Was heißt "vollfächig hinterbettet"?
Ich habe gelesen das die Hfp mit Lehmputz geklept werden wie muss ich mir das vorstellen ähnlich wie beim Fliesen? ... Sprich frisch putzen und die Hfp drauf drücken?

LG
Hans



telefonische Beratung denkbar



Wenn Sie fachliche Begleitung umfänglich benötigen, würden wir Ihnen diese natürlich gern weitergeben.
Melden Sie sich dazu doch unter: 035936-45398.

Bis dahin

Udo Mühle



@Udo



Hallo Udo,

gern komme ich den nach. Wann würde es dir/Ihnen passen?

Hans



Ich sehe gerade, dass Du aus der Region Hannover kommst,



Ich wohne nicht weit entfernt. Wenn Du möchtest, kannst Du mal vorbei kommen und Dir die Tücken des Heimwerkens mit Lehm ansehen. Ich bekomme es lange nicht so schick hin, wie in Udo's erstem Bild. Es sieht eher rustikal aus. Und die Ergebnisse der Gipsplattenbauweise meiner Vorgänger habe ich auch noch an einigen Stellen.