Vorbereitung Untergrund für Massivholzdielen




Hallo Zusammen,

ich plane die Verlegung von Massivholzdielen. Ausgangslage ist ein alter Massivholzdielenboden der ausgetauscht werden soll. Der Untergrund besteht aktuell aus Konstruktionshölzern die auf einem Stampflehmboden über einem kleinen Gewölbekeller liegen. Das Haus ist gegen einen Hang gebaut und der Gewölbekeller hat zwei Seiten, die Kontakt zum Erdreich haben, der Eingang liegt unter Erdniveau in der Scheune, die ans Haus angrenzt und eine Seite des Kellers grenzt an das Badezimmer im Haus. Die Küche ist gegen den Hang ebenerdig, bzw. leicht über Aussenerdniveau. Die Hauswände sind mit Klimasan von innen gedämmt, beheizt wird über Wandheizungen die über einen wasserführenden Holzofen / Solarthermie (1000 l Pufferspeicher) versorgt werden.
Die Zwischenräume zwischen den Hölzern sind mit Schlacke und ähnlichem Material verfüllt.
Prinzipiell wollte ich den Aufbau beibehalten, dabei aber die Konstruktionshölzer gegen neue aus Eiche und die Schlacke gegen ein neues Material (Lisapor oder ähnlich) austauschen.
Unser Fußbodenlieferant hat mich jetzt etwas verunsichert da er meinte das wir unbedingt eine Abdichtung gegen die Feuchtigkeit benötigen, damit sich die Dielen im Winter (Heizperiode) nicht verziehen (Schüsseln). Ich habe dabei aber Bedenken das die Feuchtigkeit sich irgendwo unter der Abdichtung sammelt oder aber zur Seite ausweicht und in die Wände zieht. Würde der für die Verlegung notwendige Randstreifen nicht ausreichen, um einen Luftaustausch zu gewährleisten und somit verhindern das kritische Feuchtewerte gar nicht entstehen? Oder ist der Effekt nicht so groß?
Wenn Abdichtung, dann in welcher Form und direkt auf den Lehmboden?
Gibt es andere sinnvolle Alternativen?

In verschiedenen Beiträgen habe ich schon recherchiert, bin aber zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen, bzw. jeder Fall liegt doch irgendwie anders, so das eine Aussage nicht unbedingt auf andere Situationen übertragbar ist, das war zumindest mein Eindruck.
Über ein konstruktives Feedback würde ich mich freuen.


Gruß Klaus



Fußbodenaufbau



1. Eine Abdichtung führt nicht dazu "...das die Feuchtigkeit sich irgendwo unter der Abdichtung sammelt oder aber zur Seite ausweicht und in die Wände zieht."
Das ist ein Märchen das sich hartnäckig hält, physikalisch völlig unbegründet und in der Praxis nicht vorhanden.
2. Der "... für die Verlegung notwendige Randstreifen..." verhindert durch den Luftaustausch keinen Feuchteeintrag, ER IST DER GRUND für Feuchteeintrag in den Hohlraum zwischen Abdichtung und Dielung. Die warme Luft die unter die Dielung gelangt kondensiert zuerst an den kühleren Wandfüßen aus. Das wird dann fälschlicherweise mit aufsteigender Kapillarfeuchte interpretiert. Die Luft gelangt durch die Pumpbewegungen unter die Dielung die beim Darüberlaufen entstehen; Dielung und die Lagerhölzer federn leicht.
Verwenden Sie einen anderen, hohlraumfreien und gedämmten Fußbodenaufbau der unseren modernen Lebensgewohnheiten besser angepasst ist:
Ebene, waagerechte Ausgleichsschicht aus Zementestrich oder als gebundene Schüttung,
Abdichtung,
trittfeste, kapillaraktive Holzfaserplatten als Dämmung,
in die obere Lage Lagerhölzer (Latten) zur Fixierung eben einbetten,
Dielung.
Die Dielen liegen vollflächig auf der Dämmung auf, die Lattung dient nur zur Fixierung der Dielen.



Rückfrage zu Aufbau



Vielen Dank für die Rückmeldung. Schüttung und Faserplatten sind klar, was würden Sie als Abdichtung empfehlen? Sollte die Abdichtung an den Rändern "hochlaufen", d.h die Faserplatten am Rand umschließen oder einfach Wandbündig enden?



Fußbodenaufbau



Die Abdichtung immer bis in Höhe Oberfläche Fußboden führen.