es geht immer weiter...

04.08.2006



Liebe Community,

zuerst wollte ich mich bedanken, dass es so eine tolle page gibt! Wie hilfreich uns diese Seite schon war und wie beruhigend es doch ist, dass man nicht alleine diese ganzen Probleme bewältigen muss…!
Wir stecken zurzeit mitten in der Sanierung (wie Ihr hier sehen könnt!).
Es tauchen so viele Fragen, Überraschungen und neue finanzielle Problemchen auf, aber wir lassen uns nicht unterkriegen!!!
Wir haben tolle Handwerker empfohlen bekommen, die schön fleißig sind…
An erster Stelle steht die Front, anschließend die Seite und erst danach, werden wir mit der Innenrenovierung weitermachen!
Laut der Firma Claytec, ist es erst einmal besser, die Gefächer über die Heizperiode des kommenden Winters nicht zu verputzen. Dies geschieht dann also erst im Frühjahr.
Von innen werden wir Ständerwerk + Rigips verwenden. Der Hohlraum wird mit Tongranulat ausgekippt! Die neuen Fenster werden dann auch eine zusätzliche Dämmung sein!

Dieses Haus wird wohl wahrscheinlich unser Lebenswerk werden. Bei jedem weiteren Fortschritt ist man so glücklich, dass man alle bisherigen Probleme erst einmal vergisst!
Toll, ich liebe dieses Haus einfach!

Also liebe Mitmenschen: LASST EUCH NICHT UNTERKRIEGEN!!!

Wir wünschen noch viel Spaß mit der Heimwerkerei und hoffen noch viel Nützliches von dieser Seite entnehmen zu können!
Natürlich werden auch wir gerne mit Rat zur Seite stehen!

Liebe Grüße aus der Eifel
Britta



mich interessiert die Vorsatzschale innen vor den Aussenwänden:



hallo Frau Schmitz,
so wie ich es verstanden habe, machen Sie hinter Rigipsplatten eine Schüttung aus Tongranulat? Diesen Begriff kenne ich nicht, Sind das evtl. Blähtonkügelchen?
Werden die lose reingeschüttet oder mit Lehm oder...gebunden?
danke für Ihre Info im Voraus.



Blähton



Hallo Herr Schillberg,

ganz genau, die Hohlraumschüttung bei uns genannt "Tongranulat" heißt in der Fachsprache "Blähtonkügelchen" von der Firma Fibotherm oder Liapur z.B.. Diese werden einfach dahinter geschüttet. Diese Kügelchen gibt es sogar nach meinem Wissen in 3 Varianten:
- Schalldämmung
- Wärmedämmung
- Schall- und Wärmedämmung
Genauer haben wir uns bisher noch nicht informiert, da wir mit der Innenrenovierung erst ab Herbst (so Gott will) anfangen werden.
Hier zur Info noch die tollen Eigenschaften des Blähtons:
hohe Wärmedämmung und -speicherung
gute Schalldämmung
hohe Dampfdiffusion
hohe Druckfestigkeit
baubiologisch neutral
gesundes Wohnraumklima
feuerbeständig (A1)
witterungs- und frostbeständig
leicht zu Verarbeiten
kein Faulen oder Zersetzen
nagetier- und ungeziefersicher
recyclingfähig

Hoffe Ihnen ein wenig geholfen zu haben.
LG
Britta Schmitz



ja,ja die Werbung für Blähton ist schon einmalig,ob das alles



stimmt ist die große Frage!! Nach über 25 Jahren Fachwerksanierungserfahrungen würde ich Blähton kügelchen höchstens in die Holzbalkendecke über EG als Hohlraumfüllung einbauen,aber niemals als Vorsatzschalenschüttung; denn die losen Blähtonkügelchen leisten keinen kapillaren Feuchtetransport innerhalb der Gesamtaußenwände. Gebunden mit Lehm (Lecalehm) gäbe es zumindest einen definierbaren Feuchtetransport.



Alles bedacht?



Hallo,
da stimme ich Herrn Schillberg zu, eine solche Konstruktion halte ich für zumindest bedenklich. Haben Sie alles bedacht?
Kann da keine warme, Feuchte Innenraumluft in die lose Schüttung geraten? - und somit viel Feuchte und Kondensat?
Zum Beispiel an Steckdosen ...wo befindet sich die Elektroinstallation und die Heizungsinstallation?. Sind die Deckenbalkenanschlüsse dicht? Angeklebt an Gipskarton? Wie kann man das vernünftig einfüllen, oben unter der Decke z.B.? Es gibt meiner Meinung nach bessere Varianten. Viel Erfolg, Johannes Prickarz



Gedanken über Gedanken



Vielen Dank schonmal für die Kritik.
So richtig mit dieser ganzen Sache haben wir uns noch nicht auseinandergesetzt, und irgendwann musste der Haken an dieser Simplen Vorstellung ja auftauchen.
@Herr Prickarz: Wäre es möglich, dass Sie uns Ihre besseren Varianten einmal vorstellen? Wir wohnen im Raum Zülpich und Vlatten ist uns ein Begriff (wenn wir das gleiche Vlatten meinen).

Man lernt lieber aus den Fehlern anderer, als aus den eigenen ;-)

LG
Britta Schmitz



...bei mir...



... taucht die praktische Frage auf:

- wie verfüllen Sie die letzten 10cm der Raumhöhe ? ( siehe Herrn Prickarz)

- wie stellen Sie sicher, dass eine durchgehende Ebene zum nächsten Stockwerk gegeben ist?

-Alles bedacht?

- gut, dass Sie hier andere Möglichkeiten anfragen!

- "..am Haken hängt, zum Haken drängt... "

oder verwechsele ich da etwas?- kann sein.

MfG

Horst Paulik



Varianten



Hallo Frau Schmitz,
sie hätten ganz in der Nähe die Möglichkeit, sich verschiedene Möglichkeiten der Außenwandertüchtigung anzuschauen. Zu allen Varianten gibt es Vor-, aber auch Nachteile. In Heimbach Hergarten betreue ich 2 Baustellen; ein Bauherr hat in den vergangenen Wochen magnesitgebundene Weichfaserplatten mittels Lehmmörtel an die Außenwände "geklebt". Das wirkt sehr stabil, hierauf kommt im September eine Wandheizung und ein Lehmoberputz. Bei der 2ten Hergartener Baustelle werden in ca. 3 Wochen Schilfrohrplatten (auch in Lehmmörtel) zum Einsatz kommen. In Zülpich Bürvenich werden in den nächsten Wochen Aussenwände mit einer 11,5er Leichtlehmziegelwand auf der Innenseite verstärkt. Genauso denkbar wäre ein kräftiger Innenputz in einer Stärke von 5 - 10cm, oder Innenschalen aus schwerem Holzleichtlehm. Aber Innenschalen aus Ständerwerk mit Gipsplattenbeplankung und Trockendämmfüllungen irgentwelcher Art halte ich für völlig ungeeignet. Das alles sollte auf eine geeignete Beheizung abgestimmt werden, dann gibt es ein stimmiges Gesamtkonzept. Bei Interesse könnte ich nach Rücksprache mit den Bauleuten evtl. Kontakte ermöglichen. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Streichen Sie aus Ihrem Kopf...



Gipskarton und lose Schüttverfüllungen!
Die Nachteiligkeiten sind Ihnen ja hier bereits mehrfach mitgeteilt worden.
Bei Ihren Innenwandlösungen bzw. Dämmaufbauten der Außenwände innenseitig, sollten Sie homogen und kapillar leitfähig arbeiten.
Soll heißen, dass Sie mit Lehm gebundenen Materialien die verschiedensten Aufbaulösungen herstellen oder erstellen lassen können.
Mit Leichtlehmsteinen vorgemauert, mit einer Lehmdämmebene gestampft, mit Holzweichfaserplatten in Lehm gebettet usw.

Und wenn Sie dann noch das Energiekonzept darauf abstimmen, also vielleicht mit einer Wandheizung arbeiten, die in Lehm verputzt wird, dann haben Sie eine wirklich gute Lösung gefunden bzw. erstellt.

Wir stehen Ihnen zu fachlichen Beratungen auch gern telefonisch mit zur Verfügung.

Frohes Schaffen,
Udo Mühle