Unterschiedliche Untergründe im Raum ! Dampfsperre für Dielen

21.10.2014



Hallo,

ich habe ein 120 Jahre altes Fachwerkhaus. Im Erdgeschoß (unterkellert, feuchter Keller) möchte ich Eichendielen verlegen. Die eine Hälfte des Zimmers hat noch original Dielenboden. Die andere Hälfte Estrich. Wenn ich insgesamt Absperre kann ich zwar die Feuchte der Raumluft aussperren, habe aber Bedenken wegen des alten Dielenbodens und evtl Feuchtigkeit von unten. Ist es denkbar erst einmal 19mm Spanplatte flächig zu Verlegen und dann darauf erst abzusperren. Oder nur Spanplatte und ganz auf die Sperre verzichten? Eine Unterlage brauche ich, da ich Massivholzdielen nicht auf einen zweigeteilten Untergrund verlegen kann - dass würde reißen.



Dielenboden



Hallo Jörg
Ganz kann ich mir die Situation noch nicht vorstellen-vielleicht setzt du mal ein Bild von dem zweigeteilten Raum hier rein?
Grundsätzlich aber erst die Feuchtigkeitsspere und dann den Holzboden,Platte etc .
Wenn das Holz o.a. Unten ist gammelt es weg, weil die Feuchtigkeit nach oben nicht mehr abtrocknen kann.
Wie sieht denn der gesamte Aufbau aus und die Deckenkonstruktion ?

Wie soll der Raum später genutzt werden?
Gruß von Andreas



Massivdielen...



sollten geschraubt werden. Wie willst Du das auf dem Estrich realisieren?

Ein bisschen mehr Input wäre hilfreich.

Grüße

Thomas



Unterschiedliche Untergründe im Raum ! Dampfsperre für Dielen



Hallo,
danke fürs mitdenken! Die Dielen würden in die Spanplatten geschraubt werden. Frage ist halt: sperre ich die Feuchtigkeit in der Raumluft aus oder evtl aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Keller. Ich kann dazu sagen : Hier hat über viele, viele Jahre ein Teppichboden gelegen, der die letzten 8 Jahre noch als "Unterlage" für Laminatboden gedient hat und als ich alles abgebaut habe war es darunter völlig trocken. D.h. der Keller darunter ist zwar feucht, dies wurde bisher aber nicht zu einem Problem. Frage ist aber immer wenn etwas verändert wird hat es möglicherweise Auswirkungen aufs Klima... Foto einstellen probiere ich. Falls es nicht klappt. Man kann es sich so vorstellen. Die hintere Hälfte des Raumes hat einen Dielenboden (120 Jahre alt, sehr guter Zustand, Kleberreste) dann kommt eine Dehnungsfuge und der vordere Teil des Zimmers ist dann ein gegossener Estrich. Unter den Dielen ist ein geziegeltes Tonnengewölbe. Unter dem Estricjh ist ein Kriechkeller. Soweit ich vorgedrungen bin ist unter den Dielen der übliche Lehm.

Viele Grüsse
Jörg



Raumnutzung



Der Raum soll fürs erste ein Gästezimmer sein.



Du brauchst...



etwas mehr Aufbauhöhe. Eine Spanplatte in der angedachten Stärke ist kein geeigneter Schraubgrund für massive Dielen.

Vorschlag: 25mm Dachlatten (NUR im Bereich des Estrichs über einer Sperrbahn, z.B. Gefitas 3/300, werden auf den Estrich gedübelt (Schlagdübel reichen aus); auf die Altdielung Latten geschraubt. Zwischen die Latten Dämmung aus Holzweichfaser (DOSER DHD N25). Damit wird ohne großen Aufwand die Wärmedämmung verbessert. Bei diesem Aufbau reicht eine 20mm starke Diele, da die Diele nicht nur auf den Lagerhölzern, sondern auch vollflächig auf der tragfähigen Holzweichfaserplatte aufliegt.

Verschraubung mit Dielenschrauben SPAX 45mm, Schraubwinkel beachten, damit die Schrauben über dem Estrich in der Dachlatte bleiben. UND: Getrocknete Latten verwenden, sie sollten nicht imprägniert sein.

Die Dielen sollten wachsfrei geölt werden, dann ist auch ein gewisser Dampfaustausch möglich.

Grüße

Thomas



Dielenverlegung



hallo
Jetzt wird s mir langsam klar.

Auf Spanplatte würde ich nie einen Boden Schrauben.

Theoretisch wäre auch auf dem Estrich eine Feuchtigkeitssperre mit Epoxidharzfarbe möglich, dann die Eichendielen mit PU Kleber verkleben.
Setzt aber CM-Messung, Haftzugprüfung, Ebenheitsprüfung, ggf Spachteln des Estrichs voraus, also viel Aufwand, zuviel Chemie, Fachkenntnisse erforderlich, zudem verbliebe eine Dehnungsfuge zum alten Dielenbelag.

Wenn überhaupt mind 25 mm OSB-Platte nehmen wegen höherer Auszugswerte der Schrauben, massivholzähnlicheren Eigenschaften, geringerer Leimanteil etc.
Die hat aber einen rel. hohen Sd-Wert, was über dem alten Dielenboden negativ wäre.
Wenn dann auf den Estrich Folie als Feuchtigkeitssperre legen aber nur hier, nicht auf den vorhandenen Dielenboden.

Wenns auf Dauer was werden soll würde ich mir allerdings 1-2 Tage (je nach Raumgröße natürlich) die Mühe machen alles herauszureißen, also Alte Dielen mit Unterkonstruktion , den alten Estrich( falls kein Verbundestrich) und dggf Zwischenschichten.
Dann Feuchtigkeitssperre (Dicke PE-Folie oder besser ab 1 mm EPDM Folie oder Bitumenschweißbahn
auf den Boden , vorher Schutzfolien verlegen.
Darauf Kanthölzer, dazwischen Dämmung , z.B Zellulose, Hanf etc und darauf dann die Eichedielen schrauben, Boden danach am Besten Ölen.

So bekommst du zusätzlich eine gute Dämmung, die auch bei Bedarf im Energieausweis berücksichtigt und gefördert werden könnte.

Das ist natürlich erst einmal mit Aufwand verbunden gibt dafür aber einen wärmeren, Techn einwandfreien, dauerhaften Fußboden-habe ich selbst so ibei div Bauvorhaben gemacht.



Danke



Vielen Dank für Eure Vorschläge! Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen.
Es gibt halt Häuser, da brauchts für jeden Raum eine neue Lösung...

Liebe Grüße
Jörg