Eichenbalken zum Anschuhen künstlich trocknen?

17.03.2003


Hallo,
Ich hätte eine Frage an die Fachwerkgemeinde.
Das Eichenholz, welches zum Anschuhen der Ständer verwendet werden soll, sollte ja aus alten Ständern bestehen. Dieses soll ein öffnen der Fugen verhindern. Kann zu diesem Zweck auch neus Eichenholz (Einschitt vor ca. 1 Jahr) verwendet werden, wenn es zusetzlich heruntergetrocknet wurde?? Wer hat Erfahrungen damit gemacht und kann mir Tip geben.
MFG Frank




Müsste klappen.



Wenn die Eichenbalken auf so etwa 15-18% Holzfeuchte runtergetrocknet sind, sollte es eigentlich gehen, dann ist die größte Gefahr für Rissbildung vorbei oder sie sind schon da. Risse die stören sollten lediglich ausgekeilt werden! Das hellere Splintholz möglichst nicht verwenden! Gegebenfalls die verwendung neuer Hölzer mit der Denkmalpflege abstimmen, falls nötig. Manchmal legen diese Leute Wert auf die Verwendung alter Hölzer, manchmal sehen sie es genau andersrum. Grüße aus Leipzig von



trocken oder nicht



Moin,
wie bereits an anderen Stellen hier vorher angemerkt ,: Ja, es ist hilfreich , wenn das Holz trocken ist ! Wichtig aber vor allem , richtig eingeschnittenes (gesägtes ) Holz zu wählen ,also mindestens kerngetrenntes , besser kreuzgeschnittenes ! Wenn das Anlaschen mit einer kraftschlüssigen Methode ( Gerberblatt o.ä. )und dazu passgenau ausgeführt wird , klappt das ganze sogar bei Verwendung mäßig trockenen Holzes .
Gruß vom Wiehengebirge Jürgen Kube



Trocken



Hallo,
der richtige Weg ist trockenes Holz, Eiche läßt sich nur relativ schwer künstlich trocknen (viel Ausfall wg. großer Rissbildung, gerade bei großen Querschnitten). Trocken muß es aber sein!
Also wie bereits von anderer Seite angegeben Kreuzholz, evtl. Altholz sonst trockenes Neuholz. Trockenes Bauholz ist übrigens auch in DIN 1052 Holzbauwerke und 18334 Zimmerarbeiten, sowie 68800 Holzschutz vorgeschrieben. Faustregel zum Lufttrocken von Eiche ist 1cm pro Jahr, bei 16/16 als ca. 8 jahre.
mfG.
Ulrich Arnold