Terrassentürelement auf Feldsteinfundament?



Terrassentürelement auf Feldsteinfundament?

Wir möchten in unserem Haus Bj. ca. 1850 (Umbauten 1930, 1960, 1990, 2014) zwei Terrassentüren einbauen und stehen vor der Frage, wie der Untergrund im Einbaubereich zu gestalten ist, damit das Fenster eine saubere und tragfähige Aufstandsfläche hat.


Wie in den beigefügten Fotos zu erkennen, liegt im Einbaubereich das Feldsteinfundament frei.
Meine Idee war es zunächst, diesen Bereich nach Auftrag einer mineralischen Dichtschlemme mit Estrichbeton auszugießen. Hier stand aber der Einwand einer Wärmebrücke entgegen, den ich auch nachvollziehen kann. Leider kam außer dem Einwand kein Lösungsvorschlag.

Die Fensterelemente besitzen an der Unterkannte eine sog. Altbauschwelle mit einer Höhe von 30 mm. Der Untergrund müßte hier also auf die Aufstandsebene dieses Profils gebracht werden. Nur wie?

Wäre hier von Außenkante Mauerwerk bis Innenkante Fenster (also ca. 20 cm tief) eine 50 mm Extruderschaumplatte als Unterlage für das Fenster sinnvoll? Hier wäre natürlich Armierung usw. nötig.
Oder steckt man besser Senkrecht eine solche Trennebene in den aufzufüllenden Estrichbeton?

Erwähnenswert wäre hierbei vielleicht noch, dass am Gebäude kein WDVS o.ä. vorgesehen ist und das der gesamte Innenfußboden ausgetauscht wird (FBH vorgesehen).


Anbei Fotos sowie eine Schnittzeichnung der betreffenden Wand.



Weiteres Bild


Fenstereinbau Terrassentür

Anbei ein Foto von der Lage.



Moin Reddish,



im Prinzip müsstest du deinen Betonsockel komplett dämmen, um eine Kältebrücke im Erdfreien Bereich unterhalb des Fensters zu vermeiden.

Ansonsten würde ich einen "Glattstrich" aus Beton erstellen, um eine ebene Aufstellfäche für die Fenster zu ermöglichen. Abdichtung aussen/oben.

Dann fehlt in deiner Zeichnung noch die thermische Trennung von FBH zur Aussenwand innen.

Lass also nochmal jemand Fachkundiges über deine Pläne schauen, bevor du loslegst.....dat wackelt noch....

Gruss,
Boris



Lösung?


Lösung?

Hallo Boris,
vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, ich habe inzwischen eine praktikable Lösung gefunden, die ich teilweise bereits umgesetzt habe.

Die Details habe ich in die neue Zeichnung eingefügt.

Zunächst habe ich die Feldsteinlage mit einer mineralischen Dichtschlämme als horizontale Sperrschicht behandelt und bin damit bis über die zweite Sperrschicht im Mauerwerk gegangen.
Darauf gieße ich nun Estrichbeton mit Glattstrich. Jedoch trenne ich Innen von Außen kurz vor dem Fußpunkt des Fensters mit einer Senkrecht eingelassenen 50mm XPS-Platte.
An das Fußprofil des Fensters kommt eine Folie, die bis über den Betonsockel läuft und anstehendes Wasser abführen kann.
Vor dem Betonsockel wird Recyling aufgefüllt und die Terrasse nahezu ebenerdig zum Innenfußboden realisiert. Entlang der Fassade wird eine Rinne eingelassen.



Mit den fachkundigen Leuten ist das aktuell so eine Sache. Die sind schwer zu bekommen, und wenn sie da sind, erscheint es, als wäre dieser Fall noch nie aufgetreten...
Da mir wegen der Jahreszeit die Zeit knapp wird, muß ich bestmögliche Tatsachen schaffen. Planer und ähnliche lassen mich auf Dauer leider erfrieren... Das Haus ist immerhin bewohnt!

Die thermische Trennung der FBH zur Außenwand kann ich mir ansehen, wenn die Fenster eingebaut sind. Der Innenfußboden muß wie gesagt ohnehin komplett raus.