EVO-Heizung

01.08.2012 B. Gerlach



Hallo, Hallo!
Habe die Beiträge zur EVO-Heizung gelesen. Alle schon etwas älter; aber immer noch aktuell?
Wir überlegen uns, in eine PV-Anlage oder Windrad zu investieren. Um dann die Energie selber verbrauchen zu können, wollen wir unsere alte Ölheizung (17 Jahre alt) abschalten und über EVO-Heizung unsere 100 m² Wohnfläche heizen.
Hat hier jemand Erfahrungen gemacht?
Wäre nett, mal hierzu einen Hinweis zu erhalten.

Gruß
Bettina



Das ist...



... nicht ernst gemeint, oder?

Sebastian Hausleithner



Ok Ok, das war grad nicht ganz fair...



... also erstmal Ruhe bewahren...

Eine Stromdirektheizung kann finanziell durchaus Sinn machen, wenn
A) nur temporär geheizt wird
B) die Heizlast gering ist

Beides scheint erstmal nicht der Fall zu sein...

PV:
Die Idee mit dem Eigenverbrauch kannste Dir abschminken, denn wenn Ihr Heiligabend unterm Tannenbaum sitzt, dann scheint die Sonne nicht...
Das heißt, selbst wenn die Jahresbilanz der reinen Energie aufgehen sollte, was ich auch mal für eine "übliche" Kleinanlage pauschal bezweifle, dann müsst Ihr Euern Strom via Einspeisevergütung im Sommer abzgl. Eigenverbrauch verkaufen und dann im Winter als Heizstrom zum Normaltarif wieder dazukaufen... bitte bedenke die Phasenverschiebung zwischen ertragreichen Zeiten und verbrauchsintensiven Zeiten, das betrifft Sommer/Winter genauso wie Tag/Nacht.

Ähnlich sieht es mit einer Winkraftanlage aus, wobei hier die Investition wahrscheinlich deutlich höher ausfällt, wenn die reine Energiebilanz stimmen soll.

Nimm doch mal den Durchschnittsverbrauch an Öl der letzten Jahre, multipliziere mit 10 und dann noch mit 0,75 (gesch. Wirkungsgrad), dann hast Du einen Richtwert für den zu erwartenden Stromverbrauch für die Heizung in kWh. Jetzt denk nochmal darüber nach, wann die meiste Heizleistung anfällt und wann die PV-Anlage Strom liefert.

Erneuerbare Energien sind ne feine Sache, aber das mit dem weitgehenden Eigenverbrauch und somit Heizen zum Nulltarif kannst Du vergessen.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



EVO



Bettina


Ihr wollt also komprimierte Energie, die jederzeit verfügbar ist, gegen Spontanenergie, die nur dann verfügbar ist, wenn sie niemand wirklich braucht und dann auch nur in geringer aber teurer Dichte vorhanden ist, austauschen.

Der EINZIGSTE Vorteil einer Stromheizung ist, daß sie verlustfrei arbeitet: Das was am Gerät ankommt, wird auch verbraucht. Transportverluste, Abgasverluste, Isolationsverluste gibt es nicht oder zahlt die Allgemeinheit.
Was Wind und Solar angeht, bin ich ein absoluter Gegner von. Nicht, weil es Öko ist, sondern weil jeder einzelne für das Gewinnbestreben einiger Neureiche bezahlt. Und, weil es wie GEZ eine Abzocke ist, die man nicht umgehen kann. In dem Moment, wo der Verbraucher wählen könnte, ob er Ökostrom für teures Geld nehmen will oder lieber billigen Strom aus Wasserkraft oder Atom, bricht dieser Wahnsinn zusammen (siehe E10). Damit das nicht passiert, wurde das Ökostromgeset erfunden, damit die Gierhälse ihren teuren und netzbelasteten Spontanstrom los werden.

Fußbodenheizung mit Solarunterstützung, WW mit Solar, dazu WP, Gas oder Pellets als Wärmeerzeuger mit Versorgungssicherheit....dann passts.


Nimm deine Ölrechnung, rechne sie auf ct/kWh um. Dann nimm Deine Investitionen, nimm Deine zu erwartende Stromrechnung in ct/kWh, rechne Dir die Armortisationszeit (inkl Reparaturen, Wartung und Ersatz) um und Du wirst merken, daß es eine teure Spielerei ist. (Solange es keine sinnvollen und verlustarmen Speichermöglichkeiten gibt)

Stromheizung ist die teuerste Variante, die auch EVO verschweigt, und Strom aus Solar und/oder Wind ist die unsicherste.

Erst als die Menschen am Ende des Mittelalters jederzeit verfügbare Endergie fanden, begann das Industriezeitalter.
Was meinst Du, warum es heute keine Windmühlen mehr gibt? Oder warum Wassermühlen ausgestorben sind.


Andreas



Das war mir jetzt ein bissel wirr...



@ Andreas
Ein paar Sachen stimmen nicht:

Teurer Öko-Strom und billiger Strom aus Wasserkraft ist erstmal ein Widerspruch...

Windmühlen und Wasseräder gibt es nach wie vor, bzw. wieder, allerdings in weiterentwickelter Form, siehe Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke...

Es ist natürlich unbestritten, dass nur die Subventionierung von "Öko-Strom" Investitionen in die entsprechende Technologie attraktiv macht... aber vergiss' bitte nicht, dass das schwarze Gold & Co. knapp wird und dementsprechend auch nicht billiger... Auch die ganze Pelletsgeschichte incl. sonstigem Biomasse-Tralala wird niemals die Versorgung von immer mehr Haushalten sicherstellen, von industriellen Anwendungen mal ganz zu schweigen...

Die Klimaproblematik lasse ich mal lieber außen vor...

Es gibt noch einen Vorteil von Stromdirektheizung... Dieser liegt in der geringen Stör- und Wartungsanfälligkeit, auch dies ist im Sinne von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung durchaus ein Argument.

Zusammenfassung:
Im dezentralen Bereich ist es m.E. derzeit nicht möglich, ein dauerbewirtschaftetes kleines Gebäude autark mit Strom so zu versorgen, dass eine Stromheizung energetisch und finanziell Sinn macht, das liegt vor allem an fehlenden Speichermöglichkeiten. Dies ist unabhängig von der genannten Firma, ebenso ist die Technologie außen vor (Nachtspeicher, Direkt, WP).

Investiert von mir aus in PV, wobei gesagt werden muss, dass der Wirkungsgrad mit knapp 20% durchaus nach wie vor entwicklungsfähig ist, oder auch in eine Windbeteiligung (mit aller Vorsicht), aber schminkt es Euch ab, dass Ihr Selbstversorger werden könnt...

Zu den Vertriebsmethoden der genannten Firma möchte ich mich auch nicht weiter äußern, hier hilft eine kurze www-Recherche.

reicht jetzt...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Sebastian



"Windmühlen und Wasseräder gibt es nach wie vor, bzw. wieder, allerdings in weiterentwickelter Form, siehe Windkraftanlagen und Wasserkraftwerke..."

Wasserkraftanlagen zähle ich zu den "Sicheren" Erzeugern, Windkraftanlagen zu den "von geistig minderbemittelten hochgejubelten Ökoanlagen zufallserzeugenden Leistungsbereitstellern). Sprich: ich bin gerade in M/V im Nordosten, um mich herum in Sichtweite ca geschätzte 200 WKA, von denen sich 0!!!! drehen, sodaß ich mein Laptop auf Akku betreiben muß.
Bleib mr weg mit diesem Ökoscheiß, ich bekomme einen dicken Hals bei solchen Argumenten.

Und, was das schwarze Zeugs angeht, was da aus dem Boden komm. In den USA sind in den letzten 10 Jahren mehr Öl gefunden worden, als im Nahen Osten je gefördert wurde. Alleine die Menge der bisher gefundenen Lagermengen reicht aus, um den Bedarf der nur USA für mind 200 Jahre zu sichern. Weitere Lagerstätten werden gerade erkundet.

Davon wirst Du in den MSM nix finden, denn dann wären die Ölpreise nicht mehr zu rechtfertigen. Diese werden künstlich hochgehalten.

Lies mal hier:
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-energiereichtum-nordamerikas/

Und hier, warum die Ölpreise hoch sein müssen (ohne die 53%ige Steuerabzocke NUR alleine durch den Staat:

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/politische-gefahren-niedriger-oelpreise/

Lesen bildet, aber nicht durch die Bild.

Den Mist mit der "Öko"energie glauben nur noch Schlafschafe und SPDCDUFDPGRÜNE Wähler. Aufgeklärte Zeitgenossen bereiten sich auf Netzzusammenbrüche vor. Selbst die Polen bauen Netztrenner an der Grenze ein, weil der grüne Schwachsinn die Netze chaotisiert...

Andreas


Der eine Insellösung bei Energie für den GAU plant



Leseprobe



@Andreas,
Du scheinst irgendwie auch nur das zu lesen, woran Du glauben möchtest. Ansonsten würde Dein Blick in punkto Ökoenergien etwas weiter reichen, und Du würdest Dich nicht auf die Hoffnung zurückziehen, daß das verfügbare Öl schon irgendwie weiter für eine sichere und stabile Zukunft sorgen wird.

Genau wie Du, kann ich mich in diesem Zusammenhang nicht für Steuerabschreibungsmodell oder Rendite getriebene Privatinvestoren ohne wirklichen Bezug zur Idee einer nachhaltigen Energieversorgung begeistern. Dennoch ignorierst Du dabei eine reale Alternative! Nämlich das Potential dezentral betriebener Anlagen in Bürgerhand. Dieses Modell gibt es nämlich auch, und genügend Beispiele zeigen wie das funktioniert. Die von Dir so verteufelte Energie des Windes birgt dabei neben Solar nachweislich das größte Potential. ... Daß man hier erst am Anfang des Weges steht sollte dabei klar sein.

@Bettina
Die Idee einer völlig autarken Versorgung durch Sonne und Wind klingt verlockend, und deren Machbarkeit wird einem von den Werbebotschaften der Systemanbieter oft sugeriert. Die Realität sieht jedoch erwartbar nüchtern aus. Unter ökonomischen Gesichtspunkt ist mit allein auf Strom basierende Wärmeversorgung kein Blumentopf zu gewinnen.

Es gibt dennoch Konzepte die unter Umständen z.B. eine volle solare Versorgung eines Wohngebäudes erlauben. Wissenswertes hierzu findet man in Büchern oder im Netz. Jedoch sollte dabei recht schnell klar werden, daß diese Vision niemals in gleicher Weise mit einem Bestandsgebäuden zu erreichen ist (fehlende Möglichkeit zur Einbindung großer Solarpufferspeicher, Wäremisolierung, Nutzung solarer Gewinne). Es wird dabei wohl noch einiger technischer Inovationen bedürfen, bis dies realistisch scheint.

Noch zur Windenergie: ... Stand heute ist, daß in Wohngebieten realisierbare Windenergieanlagen nur eine sehr geringe Leistung (bis etwa 3kW, meist sehr viel kleiner) aufweisen und zudem unverhältnismäßig teuer sind. Solche Anlagen taugen eher als elektrische Zusatzheizung mit kleiner Leistung für die Warmwasserversorgung, oder die Hauslichtversorgung über einen Pufferakku. Der Nutzungsgrad solcher Anlagen ist zudem wegen der fehlenden Turmhöhen eher bescheiden.
Für größere Anlagen (bis 100kW) fehlt es oft an geeigneten Standorten. Auch die Genehmigung ist schwierig. Noch größere Anlagen (MW-Klasse) sind für Privatpersonen nicht ohne weiteres allein zu finanzieren und taugen auch nicht für die Direktversorgung. Für das grüne Gewissen kan hier unter Umständen eine Anlagenbeteiligung Abhilfe schaffen - wie bereits Sebastian geschrieben hat.


Abschließend möchte ich Dir noch empfehlen, bevor Du Dich auf die Suche nach einem neuen Energiekonzept für Dein Haus machst, prüf doch zunächst mal Deine Möglichkeiten zur Einsparung von Energie. Dies läßt sich zum einen durch Verzicht und zum anderen durch technische Maßnahmen erreichen - jeweils mit individuellen Vor und Nachteilen. Ein niedriger Energiebedarf eröffnet nämlich von ganz allein neue Möglichkeiten eine umweltgerechte und Resourcen-schonende Wäremversorgung für Dein Haus zu erreichen.
Eine sorgfältige Planung ist dabei der Schlüssel für eine ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Entscheidung. Hier im Forum wirst Du einige Beiträge zu diesem Thema finden. Aber Achtung: ... Der Weg zu DEINER Entscheidung wird dabei sehr wahrscheinlich zunächst in eine völlige Orientierungslosigkeit ob der verfügbaren Möglichkeiten führen.

Gruß aus Berlin,



@ Andreas



Du argumentierst recht eigenartig...

Alles, was mehr oder weniger konstant Energie liefert ist OK, alles was wetter- oder Jahreszeit-abhängig ist, ist "Öko" und damit Mist?!

Die Funde in Nordamerika beziehen sich auf Ölsand und -schiefer, die Erschließung lohnt erst ab einem gewissen Preisniveau, welches lange noch nicht erreicht ist, und Du freust Dich über hohe Energiekosten?!

Weiter ist es konzeptionell auch weitgehend egal, ob der Sprit in 40 Jahren oder in 120 Jahren ausgeht...

Die Schwäche des variablen Prinzips liegt in der fehlenden Speicherung, da sind wir uns einig.

Viele Talsperren ließen sich in Richtung Pumspeicher umrüsten, ein paar Neubauten, trotz des markanten Flächen- und Landschaftseingriffs... könnten das "Problem" entschärfen... Ein Stauwasserkraftwerk lässt sich relativ schnell an- und abfahren...

Hier bei uns hat der örtliche Versorger ein kleines Fließwasserkraftwerk hingestellt (außerdem jetzt noch ein Holzhackschnitzelkraftwerk, aber das ist nicht das Thema), dessen Amortisationszeit soll 25 Jahre betragen... nette Sache...

Das alles löst Bettinas Problem nicht...

Als Energieversorgung würde ich aktuell Gas-Brennwert für die nächsten 20 Jahre im eher konventionellen Haus anpeilen, wenn Erdgas nicht möglich, dann eben Öl, auch Flüssiggas ist eine Option, wenn man denn entsprechend verhandelt (ISH, "Schweinepreise") ist der Spaß nicht teurer als Öl und wesentlich sauberer...

Sind geringe VL-Temperaturen möglich, dann ist eine WP auch eine Option...

Ansonsten investiert gerne in eE, aber löst Euch von dem dem Gedanken der Autarkie...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Versorgungssicherheit



@ Stephan


Ich lese gerade nicht nur das, was mir in den Kram passt. Ich lese richtig und uch das, was zwischen den Zeilen steht, ich lese das, was ich zur Verfügung gestellt bekomme und ich lese auch das, was Grünpiss und Konsorten nicht in den Kram passt.
Und dazu gehört auch, aß alle von Wind und Solar abhängige Energieformen IM MOMENT technische Spielereien sind, da Strom (Leistung) in dem Moment verbracht werden muß, in dem er erzeugt wird.
Jede kW "ÖKO"energie braucht ein kW Schattenkraftwerk, welches im Standby mitläuft oder innerhalb vom ms verfügbar sein muß.
Das Thema Effekivität, oder im Fachjargon Wirkungsgrad genannt, ist den Spinnern völlig egal. Selbst der so supertolle Spruch "Die Sonne schickt keine Rechnung" zeigt doch schon das geistige Niveau dieser Birkenstockgeneration.
Alleine die Erzegung der Materialien (Beton, Stahl, Kunststoffe usw) verbraucht mehr Energie, als diese Schredderanlagen je produzieren werden.
Der Windgeschwindigkeitsbereich, in dem diese Teile ihre Nennleistung bringen, ist so klein, daß diese Anlagen nur an wenigen Tagen im Jahr Nennleistungen erzeugen.

Toll finde ich, wenn sich "Würdenträger" in Positur stellen und erklären: Diese Anlage versorgt XXXXX Haushalte mit Strom..." Selbst meine beiden Kinder wissen schon, wie der Satz weitergenen muß: ....wenn der Wind in einer ausreichenden Stärke weht; ....wenn die Sonne stark genug scheint.
Denn nicht die installierte Leistung ist entscheidend (die immer genannt wird), sondern die am Zähler gemessene Leistung.

Man (auch Du) sollte mal langsam realistisch sein und politischen Blödsinn nicht ungeprüft übernehmen. Im Moment wird von der Politik eine Ideologie verkauft, die den Wirtschaftsstandort DEutschland nachhaltig ruiniert.
Keine Industrie kann "Vielleichtstrom" gebrauchen, sondern sie braucht sichere Leistungsversorgung, die nicht von Wolken oder plötzlichen Flauten unterbrochen wird.

Wir reden von Terrawatt Leistung pro Jahr unterbrechungsfrei und nicht von Megawatt instllierte Vielleichtleistung....


Andreas


Der jetzt die Sonne nutzen muß, da der Wind nicht weht....



Sebastian



Es geht eben nicht um Ölsande, sondern um verfügbare Ölfunde.

Daß wir auch neue Möglichkeiten der Energiegewinnung brauchen, da geb ich Dir recht.
Aber so lange das verlustarme Speicherproblem nicht gelöst wird, brauchen Wind und Sonne immer einen Spieler im Hintergrund.

Pumpspeicherkraftwerke sind KLEINE Puffer, es gibt Berechnungen, wie groß ein solches sein muß, um DE 1 TAG damit zu versorgen. Der See würde Norddeutschland bedecken und müßte etliche 100m hoch sein (Zugspitzenniveau).

Nochmals, ich verteufele Grüne Energie nicht, ich bin als Techniker aber Realist und kein Idealist.


Und was Bettinas problem angeht, da gabs von mir auch schon eine Lösung:

Pellets, Gas oder Wärmepumpe mit solarer Unterstützung...


Andreas


Der jetzt vor der Kaffeemaschine wartet, da gerade eine Wolke über dem Solarfeld hinterm Haus hängt und der Wind immer noch schläft..



In Mexico und Brasilien...



... geht es um Ölfunde in tiiiiieeeeeefer Tiefe, in Nordamerika um Sand und Schiefer...

sh



Ungeachtet …



… obiger Diskussion über Ölpreise, zufällig gerade mal stehende Windanlagen und subventionierte PV-Installationen, liegt das Hauptproblem in Deutschland m.E. an der Monopolisierung auf wenige Großanbieter, die auch nur Großprojekte können. Durch enge Verzahnung dieser "systemrelevanten" Anbieter mit der Politik kommt es dann zu Absurditäten wie den steuerfinanzierten neuen Stromtrassen, damit die Big5 ihren Windstrom aus der Nordsee nach Bayern oder BaWü transportieren können. Strom aus der Wüste wird eher als (windiges) Investmentprojekt durchgezogen, denn als ernsthafte Alternative für deutschland. Das alles, garniert mit den jährlichen Strompreiserhöhungen, wird uns als Preis für den Atomausstieg verkauft, obwohl gerade die Atomenergie bei satten Gewinnen für die Big5 volkswirtschaftlich der größte Draufzahlfaktor war. Initiativen, den Strom da und in dem Umfang zu produzieren, wo er gebraucht wird, sind auf wenige engagierte lokale Kleinanbieter beschränkt, werden ansonsten nicht gefördert, sondern in die Ökospinnerecke gestellt.

Was die Netzabkopplungen angeht: Ich erinnere an die Stromnetzkapazitätsprobleme in Deutschland im Februar, die von den konservativen Medien vorschnell dem Atomausstieg angelastet wurden. Tatsächlich war selbst an den kältesten tagen des Jahres die Stromversorgung in D mehr als sichergestellt. So gut nämlich, dass Strom an Frankreich abgegeben wurde, wo nämlich überwiegend mit Strom geheizt wird. Vielleicht machen die Polen ihre Netze dicht, weil sie sich vor staatlichen Ökoabgaben, also versteckten Steuern durch die EU fürchten, aber das alles soll nicht unser Problem sein.

Es gibt mehr als genug seriöse Studien, die belegen, dass in Deutschland die Energieversorgung über den Mix aus konventionellen Kraftwerken, die inzwischen sehr sauber und mit hervorragendem Auslastungsgrad arbeiten, wie z.B. die Kraftwerksneubauten in Grevenbroich zeigen und erneuerbaren Energien, vornehmlich sinnvoll installierte Kleinanlagen in Sachen Wind, Wasser, Sonne mehr als sichergestellt ist.

Jedenfalls braucht man auf die immer gleichen und immer wieder falschen Argumente der Großbetreiber nicht mehr einzugehen. Selbst die Entlassungen bei e.on, die der Konzern der Energiewende anlastet, sind tatsächlich langjährigem Mismanagement zuzuschreiben. Ich erinnere mal wieder daran, dass vor gar nicht mal so langer Zeit der Energiemarkt aus dem offiziellen Grund privatisiert wurde, um mehr Anbieter, mehr Wettberweb und ergo günstigere Preise für die Verbraucher zu erreichen.
Das genaue Gegenteil ist in jeder Hinsicht eingetreten.

Die in der Tat schwachsinnige Subventionierung von Wind- und Solarenergie in den vergangenen Jahren hat leider viele seltsame Blüten hervorgebracht. Jeder Bauer, der das Land und nötige Kleingeld hatte (notfalls per KfW-Kredit), stellte sich Windräder auf den Acker, die der Betrachter tatsächlich oft stehen sieht und die in wenigen Fällen zur Belästigung von Anwohnern führen (der Rest in m.E. trotzdem nur Hetze angesichts andersartiger Landschaftsverschandelung allerorten). Wenn sich jetzt das Land NRW beklagt, dass es mit vielen Milliarden Solarstrom in Bayern subventioniert, so ist auch das ein durchaus bedenkenswertes Argument. Allerdings sollte NRW mal lieber darüber nachdenken, warum es nicht selber die vielen Dächer in den Ballungsgebieten mit Solarpanels zupflastert, etwa weil hier die großen Energiekonzerne ihren Stammsitz und ihre Lobbyisten in der Regierung haben?

Wenn es tatsächlich so ist, dass PV-Panels schon bei ein paar Wolken ihren Dienst einstellen, ist es vielleicht doch noch nicht die finale Lösung. Wenn man aber selbst bei bewölktem Wetter auf eine dunkle Fläche fasst, kann diese sogar empfindlich heiß sein. Vielleicht liegt also in der Solarthermie noch mehr Potential als nur Unterstützung für die Heißwasserversorgung.

In Österreich ist übrigens auch die Wasserkraft an ihre Grenzen gekommen. Immer gewaltigere Baumaßnahmen mit nicht unerheblichen Folgen und Risiken (Überschwemmungen, ökologische Probleme, Beeinträchtigung der Landwirtschaft, nur temporäre Nutzung möglich wegen Niedrigwasser im Winter und Spitzen im Sommer, obwohl der Energiebedarf diametral verläuft). Als Wildwasserkanute habe ich so einige dieser Wasserenegiebauwerke kennenlernen dürfen (in der Schweiz ist es fast noch schlimmer), das ist ein hoher Preis, den man dort für ein bisschen Strom zahlt. Flüsse, die plötzlich in Stollen verschwinden, es bleibt nur ein Rinnsal, umgeben von ein paar stinkende Pfützen als Brutstätte für Mückenlarven, auch Stechfliegen fühlen sich dort wohl, erst nach vielen Kilometern schießt das Wasser wieder zurück in den Fluss, bzw. in dessen betoniertes Bett, nur um nach weiteren Kilometern wieder im Berg für die nächste Turbine zu verschwinden.

Dabei gibt es Kleinstkraftwerke, kaum größer als ein Mühlrad, die kleine Gemeinden locker versorgen können und mit minimalem baulichen Aufwand zu bewerkstelligen sind.

Genug erstmal, es gibt bestimmt genug Verbesserungspotential bei den Öko-Energien, aber darauf zu hoffen, dass US-Erdöl (oder das aus irgendwelchen korrupten Ländern mit dubiosen Potentaten oder Dikatoren) unsere Energieprobleme der Zukunft lösen sollen? Nee, nee, da setze ich lieber auf den Mix aus Putin-(oder Nordsee?)Gas, Holz aus den angrenzenden Waldgebieten und ein paar Solarthermie-Panels auf dem Dach (klar kommen jetzt wieder die Argumente, dass sich so etwas nie rentieren wird, aber die gewisse Unabhängigkeit von Weltmarkt-Unwägbarkeiten ist auch ein gutes Gefühl). Hier im Maas-Schwalm-Nette-Gebiet gibt es unzählige Wassermühlen (frühere Hochburg der Leinölgewinnung), die größtenteils noch funktionierende Mühlenradtechnik haben. Hier könnte ich mir durchaus Pilotprojekte zur alternativen Energiegewinnung im kleineren Rahmen (Dorf/Siedlung) vorstellen.



Christian



Genau das ist ja mein Argument FÜR Solar: Solarthermie als Zubrot für die richtigen Gebäude. Niedrigenergiehäuser im Neubau als muß und dann die thermische Energie zur Übergangszeit zum Heizen und WW bereiten. WW Bereitung im normalen "alten" Haus geht auch noch.
Bestandsgebäude umzurüsten kommt zu teuer, das armortisiert sich selten.
Beispiel: Mein Haus ist ein Altbau. Die Erzeugung von Wärme für Heizung und WW kostet richtig Geld. Allerdings brauchen wir für die WW Bereitung 4 Personen ca 1 to Pellets. Kosten uns im Moment 200 Euro/to. Wenn ich Solarthermie aufs Dach nagle, ist die Anlage eher verrottet als daß sie sich armortisiert hat. Für die Heizungsunterstützung geht bei mir Solarthermie gar nicht, da wir Vorlauftemperaturen über 45% haben.
Ich weiß nicht, wieviele Vetreter ich mit diesen Rechnungen bei mir hab wegtreten lassen....


@Sebastia

Es geht um konventionelles Öl und Gas. Kanada hat Ölschiefer, in den USA geht es um riesige Ölfelder, die in den letzten 10 Jahren entdeckt wurden. Daß der Ölschiefer von den Grünen präsentiert wird, da besonders pööööse, kann ich nachvollziehen. Daß die neuen Ölfelder gerne verschwiegen werden, kann ich auch nachvollziehen. Ich kann sogar nachvollziehen, daß diese Meldungen in den MSM in DE gerne verschwiegen werden. Denn hier gehts um riesige Einnahmequellen durch CO² Steuern und Ökoabgaben, CO² Zertifikatehandel, die Milliarden in die Krallen des Staates wehen. Es ist eine Geldmaschine, auf die dieser Staat nicht verzichten will.


Andreas





Das der Staat durchaus bereit ist auf die laut Andreas so ertragreichen Einnahmen aus dem CO2 Handel und der Ökosteuer zu verzichten hat er gerade vor zwei Tagen wieder einmal mit einem breiten Krinsen im Gesicht eines Herrn Rösler bewiesen! Und zwar indem er die energieintensiven Wirtschaftszweige weiter von der EEG-Umlage und der anstehenden Verschärfung des Zertifikatehandels befreit hat. Das es dabei nicht wie vorgegeben um die Rettung der deutschen Wirtschaft geht, zeigt der Fakt das die Strompreise für die Industrie wärend der zurückliegenden 10 Jahre nur unwesentlich gestiegen oder sogar gesunken sind. Im gleichen Zeitraum haben sich die Preise für mich als Privatmann hingegen wenigstens um 50% erhöht. Immer mit der Argumentation der gestiegenen Einkaufspreise (Nachfrage am Markt) und den Kosten für den angeblichen laufenden Ausbau der Netze und der neuen Energien. Für mich ist das keine Abzocke, sondern Verarsche vom Feinsten! Der Gutklauben von Grünenpolitikern in die Machbarkeit einer nachhaltigen Energiewende durch Einsicht und Vernunft der Leute, scheitert im Realen an einem völlig banalen Faktum. ... Greift man den Leuten in die Tasche schalten Sie das Hirn aus, hören auf zu Hinterfragen und fangen das Heulen an. ... Nicht an der fehlenden Dauerverfügbarkeit der Alternativen wird damit die propagierte Energiewende gewollt scheitern!

Das konventionelle Kraftwerke derzeit wegen der schwankenden Einspeisung der Alternativen als Regelreserve verfügbar sein müssen stimmt. Diese Regelreserven sind aber durchaus auch heute schon mit einem Vorlauf von etwa 3 Tagen planbar! Daß von den Großen 4 der Hauptteil der Regelreserve heute meist durch alte, uneffiziente Kohlekraftwerke gestellt wird, liegt aber nicht daran, daß es nicht anders ginge. Der Strompreis an der Börse wird nunmal gewollt von dem teuersten der zur Deckung des aktuellen Bedarfs benötigten Kraftwerk bestimmt. ... Wer da Manipulation vermutet, weil das neue, schnell regelbare, effizeint und damit günstig produzierende Gaskraftwerk von um die Ecke alle zwei Tage ein neues Softwareupfdate aufgespielt bekommt, hat natürlich nicht recht!


Die weiterhin zitierten Meldungen von angeblich neuen großen Ölfunden in den USA klingen für mich wie die Hoffnungslieder über das Unternehmen Wintergewitter zur Rettung der 6.Armee im eingeschlossenen Staalingrad, oder aber dem Entsatzversuch der Armee Wenk zur Verhinderung des Falls von Berlin 1945. Faktum ist, daß der PeakOil bereits Geschichte ist!
Es geht bei diesen Meldungen nicht um Neuentdeckungen sondern das Ausquetschen der letzten erreichbaren Tropfen aus den bereits nach möglichkeit traditionellen Techniken zu etwa nur 40% abgeschöpften Quellen, mittels eines Verfahrens basierend auf unter Druck eingeleiteten, Chemikalien- haltigen (Säuren) Schäumen. Wieviel das letztendlich an Ertrag bringen wird kann keiner sagen. Teurer wird's auf alle Fälle! Über die massiven Schäden für die Umwelt brauchen sich auch erst nachfolgende Generationen Gedanken machen. ... Sowas beruhigt aber natürlich erstmal wieder die Gemüter der "Prayers at the Pump" sodaß die dann weiter praf zur Wahl gehen und schön gegen die "Entzeithysteriker" stimmen.

Gruß aus Berlin



In diesem Sinne...



... hoffe ich, dass auch bei uns der Fracking-Wahnsinn bald gestoppt wird.



Moin Bettina,



ich verstehe nicht was das bringen soll....weniger Heizkosten, renditestarke Geldanlage, Altersvorsorge, etwas für's Klima tun?

Interssantes dazu findest du sicher auch im haustechnikforum.

Gruss, Boris



Versorgungssicherheit die Zweite



@Sebastian und alle, die bis heute vergessen haben, wie Stromerzeugung und Versorgungssicherheit funktioniert:

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/je-mehr-sonne-umso-teurer-der-strom/

Der Bettina wird es insofern helfen, da diese Aufstellung ihre Probleme bei der Verfügbarkeit zum richtigen Zeitpunkt erklärt...

Leider lesen unsere grüngefärbten Politiker nur ihre Kontoauszüge, aber keine Fachliteratur. Und ihre Berater ...da war mal was mit Zitronenfalter...


Andreas



Dieser Artikel



ist zynisch, teilweise polemisch, subjektiv und erwähnt Fakten, die zu einer objektiven Information und Einschätzung der Problematik beitragen könnten, erst gar nicht.

Die Tatsache bleibt bestehen, dass Öl, Gas, Kohle, Uran endlich sind und insofern die Energieerzeugung aus diesen Rohstoffen immer teurer werden wird.

Außerdem löst das die Problematik der Ausgangsfrage in diesem Forumsbeitrag nicht.

MfG, Sebastian Hausleithner





Hallo Andreas,

danke für diesen Beitrag! ... Ich find es interssant wie sich doch das Feindbild des Ökotherroristen (das andere Wort benutze ich hier aus Prinzip nicht) gewandelt hat. Früher waren das Mathetee trinkende und Tüte rauchende Strickpolunder- und Häkelsockenträger die etwas verträumt in der Welt herumliefen. Heute scheinen das schon ausgewachsene Kapitalverbrecher zu sein ... Ham was aus sich gemacht die Leute! Immer den Großen Vorbildern der freien Wirtschaft folgend.

Den Rest meines Kommentars verkneif ich mir jetzt und gebe die EIKE-Jünger erstmal verloren. Würde aber zugern mal wissen was die Jungs da zu sonem Weltbild treibt. Wahrscheinlich haben Die früher schon immer vor dem Russen zitternd an der Tür gehorscht. Heute wär's vielleicht der Taliban, wenn da nicht zwischenzeitlich schon die bösen Windräder vor der Tür gestanden hätten. Das die sich mit Ihrem konservativen Geschnatter mehr zum Büttel der Politiker machen als Ihnen eigentlich lieb ist, scheinen die da ja irgendwie nicht zu begreifen.

Gruß aus Berlin,



Die letzten Beiträge…



… dieser Diskussion sind m.E. eher etwas für krude Verschwörungstheoretiker und somit der Sachlichkeit dieses Forums niht angemessen.

Nicht die diversen erneuerbaren Energieformen mit ihren jeweiligen Ausbaupotentialen sind abzulehnen, sondern die schwachsinnige staatliche Subventionspolitik, die bei Wind und PV nur zu einer reinen Abgreifmentalität führte.

Es sind übrigens weniger die bei manchen Forumsmitgliedern offenbar so über alles verhassten Ökos, die hier die Handuafhalter und Nutznießer sind, sondern durchaus konventionelle Landwirte, die ihre Scheunen- und Stalldächer mit PV vollkleistern und Windräder auf ihre Äcker stellen, was das Zeug hält, Industrielle und ihre Werkshallendächer und nicht zuletzt Kirchengemeinden mit Kirchen- und Gemeindezentrumsdächern oder als Krankenhausbetreiber, die Subventionskassierer Nr. 1 sind.

Wer das Hauptmanko in der Energieversorgung nicht in den BIG5 und ihren Monopolen sieht, sondern bei ein paar idealistischen Ökos, tut mir leid.

Wer hätte sich vor 25 Jahren ausgemalt, was jetzt bereits in Sachen Handy, Laptop, E-Bike und E-Auto schon möglich und größtenteils tägliche Massenrealität ist?



Öko



Noch mal für alle, ich bin nicht gegen Ökoenergie und auch nicht gegen eine sinnvolle Nutzung dieser. Aber ich bin dagegen, den Leuten zu sugerieren, die Ökoenergie oder wie sie fälschlicherweise auch als Erneuerbare Energie genannt wird, als das Allheilmittel zu verkaufen, welche ständig verfügbar ist und alle Probleme der Energieversorgung lösen kann.
Solange das wirtschaftliche Speichern der erzeugten Energie nicht beherrschbar ist, wird Solar und Wind nur eine wirtschaftsschädigende und von der Allgemeinheit zu bezahlende Spielerei bleiben.


Andreas



Nicht die jeweiligen Energieformen...



... belasten die Volkswirtschaft, sondern die Überlassung der Energiefrage an wenige Monopolisten, gekoppelt mit wettberwerbsverzerrenden und sozial unausgewogenen Subventionen.

Kleinere Kraftwerke konventioneller Art lassen sich sehr wohl auf das jeweilige Lastaufkommen hin steuern, sodass sie bei Zuschaltung von Wind- Wasser- und Solarstrom generell entlastet würden. Niemand hat behauptet, dass wir in ansehbarer Zeit auf derartige Kraftwerke, die leider Dreckschleudern sind (was im erweiterten Sinne erst recht auf Kernenergie zutrifft) verzichten können, aber das Beharren auf Großkraftwerken alter Art, mit Technik, die seit Jahrzehnten überholt ist, wird sicherlich kein Weg sein, der in die Zukunft weist.

In Österreich gibt es ürigens sehr interessante kommunale Biogas-Projekte, wo nämlich nicht der (subventionierte?) Agrarmais, wie bei uns in D so oft, sondern auch diverse Abfälle, die bei uns auf der Deponie landen würden, zu Energie gemacht werden.



EVO



Oh je, was habe ich denn hier losgetreten!? So viele Meinungen und Anregungen; hätte ich nicht gedacht.
Also: auf die Frage, was ich denn eigentlich bezwecken möchte, folgende Antwort: Wir bewohnen mit den Schwiegereltern ein Zwei-Familien-Haus, am Ortsrand gelegen, dem Wind und Wetter ausgesetzt. Wir haben bereits eine Solar- anlage zur Warmwassergewinnung und Heizungsunterstützung. Dennoch verbrauchen wir ca. 3-4000 Liter Heizöl im Jahr. Das Heizöl hat mal 0,26 DM gekostet, nunmehr ca. 1,00 €, d. h. 1.040,00 DM (520,00 €) gegenüber 4.000 €. Also muß eine Ensparmöglichkeit gefunden werden!!! Vor einigen Jahren haben wir uns in´s Wohnzimmer einen Kamin gekauft. Den beheizen wir im Frühjahr und Herbst/Winter. Somit kann ich im Wohnzimmer die Fußbodenheizung schon einmal drosseln, tags über ist ohnehin niemand zu hause, und am Abend habe ich den Kamin. Dieser bringt schnell eine wohlige Wärme bei relativ geringem Aufwand. Natürlich geht das in den anderen Räumen nicht, kein Schornsteinanschluss. Somit unser Gedanke: PV und Windenergie nutzen, Strom erzeugen und sofort selber nutzen bzw. einspeisen, zurück kaufen, wenn notwendig, und damit unseren Wohnraum mit EVO-Heizung aufheizen.

Schlechte Idee?

Wie sieht es mit einer Luft-Wärme-Pumpe aus? Den Stromverbrauch könnte man über die PV oder Windrad erzeugen?!

Also man sieht, wir denken an unseren Geldbeutel und an die Umwelt. (Seit sieben Jahren fahren wir ein Erdgas-Fahrzeug uns sind zufrieden.)

Bettina Gerlach



Eine Stromdirektheizung...



... wie z.B. von der genannten Firma senkt doch den Energieverbrauch nicht, sie ändert nur die Energieform... um sich als Privatier weitgehend autark vom Strom zu machen, fehlt die Speichermöglichkeit und wahrscheinlich auch die Leistung.

Ich kenne Euer Haus nicht, aber aufgrund des eher hohen Verbrauchs trotz Solar und Ofen tippe ich auf Schwächen im Wärmeschutz. Vielleicht nehmt Ihr Euch mal der obersten Geschossdecke und der Dachschräge an, die Kellerdecke wäre auch ein spannender Kandidat.

Möglicherweise lässt sich ja auch mit eher einfachen Mitteln die bestehende Ölheizung auf etwas sparsamer tunen, z.B. durch Brenneroptimierung, Dämmung von Speicher und Leitungen.

Auch einen Kaminofen kann man mglw. so gestalten, dass er in das bestehende Verteilnetz einfüttert.

Es gibt zig Möglichkeiten, aber aus der Ferne ist das eher Kaffeesatzleserei.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Moin Bettina,



hört sich nach Ende 60er bis Anfang 80er Bj. an, ohne grössere dämmtechnische Verbesserungen, richtig?

Schwiegereltern habens gern mollig, DG = Wohnraum?

Wenn es so oder ähnlich ist würde ich zunächst das Dach und die Ölheizung unter die Lupe nehmen:

Ein neues Öl-Brennwertgerät in Kombination mit WW-Solar dürfte sich in ca. 10 Jahren allein durch die Einsparung amortisiert haben. Dazu noch ein wassergeführter Kamineinsatz (z.B. bei www.kratki.eu) und ihr heizt nicht nur das Wohnzimmer, sondern das ganze Haus.

Dachdämmung "rechnet" sich erst, wenn sowieso bauliche Veränderungen anstehen (DG-Ausbau, Gauben), das Dach fällig ist bzw. auch an den Wiederverkaufswert gedacht wird.

Wenn ihr direkt auf Strom umstellen würdet, wären das 40 000 Kwh x 0,25ct = 10 000,- Heizkosten, ohne Licht etc.

Solar-Akku's kosten derzeit ca. 8ct/Kwh = nochmal 3200,- p.a. dazu.

Mein Solarteur meinte, es kann durchaus mal vorkommen, das während der 20-jährigen Kalkulationszeit mal der eine oder andere Wechselrichter ausfällt = nochmal 1000,- für ein Tauschgerät.

Ein Freund, der viele Anlagen montiert hat, zeigte uns mal eine ganze Serie von Panels, die an drei bis vier Stellen nie einen Lötroboter gesehen hatten......nach nicht mal 5 Jahren musste sämtliche Panels gewechselt werden.

Klar, Garantiefall......was die Panels angeht, nicht jedoch Montage- und Entsorgungskosten.....bitte das Kleingedruckte lesen.....

Bei eurer Idee sind halt auch noch ein paar "Joker" mit drin - auch wenn es sich erstmal "einfach & sauber" anhört.

Gruss, Boris



Luft Wärmepumpe



Bettina

Luft Wärmepumpen entziehen dem Medium Luft die Wärme. Je kälter es wird, um so schlechter der Wirkungsgrad.
Ich würde trotz der höheren Investitionskosten zu einer Erdwärmepumpe mit Grabenkollektoren raten.
Vorher mal die möglichen Energieeinsparmöglichkeiten von einem Fachmann erschließen lassen.

Boris

Selbst eine Öl-Brennwertheizung amortisiert sich nie mehr. Öl wird von Jahr zu Jahr teurer. Im Moment ist Hackschnitzel die billigste Brennstoffform, allerdings braucht man dazu recht viel Lagerraum...



Andreas



noch ein Vorschlag:



wie wärs damit:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/liste_foerderfaehigen_mini_kwk_anlagen.pdf

Produziert Wärme und Strom wann man will

ist hoch effizient

ist förderfähig und subventioniert (auch wenn manche das für Schweinkram halten, man muss das ja im Sommer nicht auf Vollast laufen lassen)

Ökos können es sogar mit Biogas betreiben.

Nachteil: billig ist's nicht, aber wenn man ohnehin bereit ist Windrad und PV zu kaufen....

Nebenbei halte ich alle anderen Versuche Energie zu sparen, im Sommer das warme Wasser per Sonne bereitzustellen und Holzheizung für sinnvoll. Da so eine KWK Anlage einen größeren Pufferspeicher braucht, harmoniert das vielleicht auch recht gut.
Das WW / Heizungsnetz per Wärmetauscher im Ofen zu betreiben, würde ich persönlich nicht tun.
Erstens ist das technisch nicht ohne und entsprechend teuer (Abgastemperatur, Regelung, Wärmeverteilung Wasser / Strahlung)
und zweitens muss man erhebliche Mengen Holz verheizen um das ganze Haus warm zu bekommen.
(http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/191496$.cfm)


Mit Wärmepumpen habe ich so ein Problem. Die Menge an Primärenergie, die eingesetzt wird, um den Strom zu erzeugen, der wieder die Wärmepumpe antreibt, ist in der Regel ähnlich groß, wie die Energiemenge die hinten 'rauskommt. Da hätte man sich gleich eine billige Gas Brennwerttherme an die Wand hängen können und der Rasen kann auch bleiben, wo er ist.
Mir kommt das so vor, als wenn man mit dem Schinken nach der Wurst wirft.
Ausnahmen sind gasgetriebene Geräte, die noch nicht so recht in Sicht sind.

Zu bedenken ist auch, dass wegen der unklaren Entwicklung der Energiepreise Rechnungen über Amortisation immer eine Wette auf die Zukunft sind, wie Aktienkurse.
Tatsächlich möchte man aber nur mit vertretbarem Aufwand eine warme Bude haben und dabei nicht arm werden. Diejenigen, die beim Energie-Roulette daran denken, was sie verdienen können, fallen nicht selten auf die Nase.

Gruß Götz

@ Andreas:
wenn mal so ein Windrad stillsteht, dann liegt es nicht selten daran, dass sich die Kernkraftwerke bei Überkapazitäten nur mit sehr großer Verzögerung und wirtschaftlichen Verlusten herunterfahren lassen, da drehen die Big5 lieber schnell mal ein paar Windmühlen ab.
Dass sich insbesondere Kernkraft kurzfristig bedafsgerecht regeln ließe, ist ein Märchen.



Ich bin mir nicht sicher…



… ob das hier nur Propaganda ist, aber wenn man den Beschreibungen glauben mag, sind kleine Gaskraftwerke der neuesten Generation die Ergänzungslösung zu Wind-/Sonnenenergie mit ihren temporären Schwankungen, denn diese Kraftwerke lassen sich offensichtlich schnell und exakt regeln, können auch quasi ohne Grundauslastung durchlaufen. Das ganze kombiniert mit sinnvoller Biogasnutzung (nicht aus Lebensmitteln wie Mais, die umweltbelastend produziert werden, sondern aus Abfallstoffen, die andernfalls teuer entsorgt werden müssten) könnte lokal/regional Modelle mit Pilotcharakter ergeben.

Was bei der ganzen Energiediskussion kaum noch thematisiert wird: Die ganzen Energiesparbemühungen, insbesondere bei den privaten Haushalten, fruchten ja längst. Nur werden die Verbraucher für die Anschaffung teurer Elektrogeräte mit A+++ mit einer Erhöhung des Strompreises bestraft, weil die Energiekonzerne ja weiterhin ihre Umsatzvorgaben haben.
Da die Wirtschaft, und damit meine ich Großverbraucher jenseits der oft zitierten systemrelevanten Aluminiumwerke im Gegensatz dazu mit Dumpingtarifen verwöhnt wird und somit kaum Anreize hat, in energiesparende Technik zu investieren, wird sich der Strompreis definitiv weiter nach oben schrauben, solange die jetzige Vernetzungsstruktur zwischen privaten Energieriesen und gesetzlichen Vorgaben besteht.

Somit kommen mir viele dieser strombasierten Heizformen für private Gebäude immer nur vor wie die logische Fortsetzung der alten Nachtspeicheröfen (soweit ich mich entsinne, waren die damals doch auch eine sehr teure Investition und wurden als besonders umweltfreundlich und energiesparend subventioniert).



Ich bin mir nicht sicher…



… ob das hier nur Propaganda ist, aber wenn man den Beschreibungen glauben mag, sind kleine Gaskraftwerke der neuesten Generation die Ergänzungslösung zu Wind-/Sonnenenergie mit ihren temporären Schwankungen, denn diese Kraftwerke lassen sich offensichtlich schnell und exakt regeln, können auch quasi ohne Grundauslastung durchlaufen. Das ganze kombiniert mit sinnvoller Biogasnutzung (nicht aus Lebensmitteln wie Mais, die umweltbelastend produziert werden, sondern aus Abfallstoffen, die andernfalls teuer entsorgt werden müssten) könnte lokal/regional Modelle mit Pilotcharakter ergeben:

http://www.vorweggehen.de/energieeffizienz/neue-gaskraftwerke-schnell-und-effizient/

Was bei der heutigen Energiediskussion kaum noch thematisiert wird: Die ganzen Energiesparbemühungen, insbesondere bei den privaten Haushalten, fruchten ja längst ganz massiv, was sich ja auch in Umsatzrückgängen bei den Energieerzeugern bemerkbar macht. Nun werden die Verbraucher für die Anschaffung teurer Elektrogeräte mit A+++ mit einer Erhöhung des Strompreises bestraft, weil die Energiekonzerne ja weiterhin ihre Umsatzvorgaben haben.
Da die Wirtschaft, und damit meine ich Großverbraucher jenseits der oft zitierten systemrelevanten Aluminiumwerke im Gegensatz dazu mit Dumpingtarifen verwöhnt wird und somit kaum Anreize hat, in energiesparende Technik zu investieren, wird sich der Strompreis definitiv weiter nach oben schrauben, solange die jetzige Vernetzungsstruktur zwischen privaten Energieriesen und gesetzlichen Vorgaben besteht.

Somit kommen mir viele dieser strombasierten Heizformen für private Gebäude immer nur vor wie die logische Fortsetzung der alten Nachtspeicheröfen (soweit ich mich entsinne, waren die damals doch auch eine sehr teure Investition und wurden als besonders umweltfreundlich und energiesparend subventioniert).



Ein Mini-BHKW...



... wird sich i.d.R. im 1-2-Familienhaus über die Einspeisevergütung nicht rechnen... Faustformel 5000 Betriebsstunden/a... es sei denn, da hängt noch ein Schwimmbad oder so was drann.

Einfach im Sommer durchlaufen lassen ist nicht, das Gerät muss ja auch die Wärme wegbekommen.

Außerdem ist es für die ursprüngliche Fragestellung kontraproduktiv, da der Strom ja eigenverbraucht werden soll und somit zu einer geringeren Wärmeabnahme in der Warmwasserverteilung führt.

Weiter würde ein leistungsmäßig passendes BHKW bei weitem nicht die elektrische Leistung erzeugen, die für elektrische Vollbeheizung notwendig wäre.

Die Idee macht an der Stelle wenig Sinn...

Das ist eher was für kleinere bis mittlere Hotelanlagen oder Jugendherbergen, eben da, wo auch im Sommer eher viel Heizenergie (Warmwasser) benötigt wird.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Götz



"@ Andreas:
wenn mal so ein Windrad stillsteht, dann liegt es nicht selten daran, dass sich die Kernkraftwerke bei Überkapazitäten nur mit sehr großer Verzögerung und wirtschaftlichen Verlusten herunterfahren lassen, da drehen die Big5 lieber schnell mal ein paar Windmühlen ab.W


Liegt es vieleicht eher daran, daß bei stabilen Wetterlagen oft der Wind fehlt? Und das ist idR im Winter oder Sommer. Denn von den hundert WKA bei Prenzlau hat sich in den letzten Wochen nicht mal eine Einzigste gedreht. Ab und zu mal nur langsam, aber dann fehlte die Mindestdrehzahl...

WK und Solar produzieren nun mal Zufallsstrom, da kann man hier reden, so viel man will.

Andreas



das verstehe ich jetzt nicht



wozu sollte man elektrisch heizen, wenn das KWK Gerät die systembedingte und gewollte Abwärme in den Heizungsspeicher abgibt?

Man speist im Winter, wenn man ohnehin heizen muss, soviel Übeschuss-Strom in's öffentliche Netz ein, wie man im Sommer (wenn überall die PV anlagen laufen) entnehmen will.
Selbstverständlich wird das Gerät im Sommer abgeschaltet, wenn das WW über Solarkollektor erzeugt wird.

Die Geräte auf der Liste haben Leistungswerte elektrisch/thermisch von 1/2,5 kW bis 20/45 kW

bei 40000 kWh / Jahr bisheriger Heizleistung dürfte schon etwas babei sein (z.B. 100 Tage à 10 std, 40 kW)



Die Ausgangsfrage...



... lautete, ob es Sinn macht, in eine eigene Stromerzeugung (PV/WK) zu investieren um den Strom dann via Direktheizung selbst zu verbrauchen.
Dies ist ganz klar zu verneinen...

...und gilt auch für BHKWs. Das man mit einem BHKW auch seine Warmwasserheizung beschicken kann ist klar, allerdings reduziert das die Ölrechnung nicht...

Ist die thermische Leistung zu hoch, kommt das Teil zu stark ins Takten, ist sie so gering, dass das Teil möglichst durchläuft, dann ist die Einspeisung möglicherweise nicht mehr lukrativ.

Faustformel wie gesagt 5000 h/a.

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





selbstverständlich weht der Wind nicht immer und der Nutzungsgrad liegt im Durchschnitt bei 25-30%. Ideal ist das sicher nicht, aber schon beser als vor 10 Jahren.

So ein Rotor amortisiert sich energetisch in 4-6 Monaten, warum sollte man diese Energiequelle denn nicht nutzen?

Wenn man immer nur über den Preis argumentiert, begibt man sich auf das Diskussionniveau der Spekulanten. Da ist immer das das beste, was die dickste Brieftasche erzeugt.
Die, die dann irgendwann pleite sind, weil die Hochrechnungen nicht gestimmt haben, sind bedauerliche Kollateralschäden. Und wer sagt, dass sich eine Heizungsanlage über die Einspeisevergütung amortisieren muss?

Die PV-Erzeuger in Deutschland sind auch nicht deshalb pleite, weil das ein schlechtes System ist, sondern weil es gewinnorientiert vermarktet wurde, und da waren die Dumpingpreise aus China eben billiger.
Aber es gibt ja sicher bald etwas was sich in ähnlicher weise vergolden lässt, vielleich das viele Öl aus USA.

Ich würde ich gerne mal Zahlen sehen, die frei von offenen oder verstecketen Subventionen und Folgekosten sind.
Das sind aber streng gehütete Betriebsgehemnisse.



Sebastian:



"ob es Sinn macht, in eine eigene Stromerzeugung (PV/WK) zu investieren um den Strom dann via Direktheizung selbst zu verbrauchen"

keine Frage, dafür ist KWK so sinnvoll wie ein Kropf.

Wenn aber u.U. nur der alte Ölofen 'raus soll? immerhin war ja auch über eine Wärmepumpe geschrieben worden, die passt auch nicht zum EVO System und wird sich auch nicht amortisieren.

zu meiner Fortbildung:

"Faustformel wie gesagt 5000 h/a"

Soll ich das so verstehen, dass die Einspeisevergütung für den Überschussstrom den Mehrpreis für eine solche Anlage (Vergleich Gastherme) nur dann trägt, wenn sie über die Lebensdauer pro jahr 5000 Stunden läuft? Das wäre in der Tat prinzipiell weitgehend sinnlos, so ein Jahr hat ja nur 8700 Stunden, d.h. Pause nur in der Nacht? Wer braucht so en Gerät?

nun waren auf der Liste aber Geräte mit einem Leistungsverhältnis (Max) E/Th von 1:2 - 1:8, da dürfte es doch einen gewissen Spielraum geben.

bei einem 1:2 Gerät fallen bei 40000kWh Wärmeverbrauch 20000 kWh Strom an zum zum subventionierten Preis von etwa 10 Cent/ kWh = 2000€ / Jahr (über die ersten 10 Jahre), wenn man einen Teil davon selbst verwendet kann man dafür mit 25 Cent/kWh rechnen.
Ich habe eher den Eindruck, dass bei der Wirtschaftlichkeit viel mehr das Verhältnis aus elektrischer und thermischer Leistung sowie der Wärmebedarf eine Rolle spielt als die jährliche Nutzungsdauer.

Gruß Götz



Ein BHKW...



... als Alleinheizung einzusetzen geht schief, weil es nicht moduliert (jedenfalls ist mir kein Gerät bekannt, dass das leistet) und es kommt dann bei zu geringer Wärmeanforderung ins Takten und erreicht seine Laufzeit nicht...

Lass es von mir aus je nach Gerät auch 4200 h/a zum "Break-Even" sein. Wir haben seinerzeit mit Senertec ("Dachs") fünf Projekte verwirklicht, zwei Jugenherbergen in Niedersachsen, ein 30-Betten-Hotel, eine kleine Reihenhaussiedlung mit Nahwärme, eine Campingplatzanlage mit Schwimmbad im Harz, dreimal mit Flüssiggas, einmal Edgas, einmal Öl.

Begleitheizung durch Kaminofen und Solar ist im Sinne langer Laufzeiten ebenfalls kontraproduktiv.

Das BHKW muss als Grundlastheizung "geschaltet" sein, sodass eine weitere Spitzenlastheizung notwendig ist und das kann logischerweise nur eine selbstregelnde sein.

Je mehr Wärme abgenommen, desto höher die Stromerzeugung und abzgl. Eigenverbrauch die Einspeisevergütung.

Die Wärmeerzeugung substituiert doch lediglich die Grundlast, die vom Spitzenlastgerät dann nicht mehr aufgebracht werden muss, insofern ist eine nennenswerte Einsparung an "Treibstoff" nicht zu erwarten, lediglich der erzeugte Strom kann die rein finanzielle Kosten-/Nutzenrechnung herausreißen. Und das geht nur über lange Laufzeiten im Jahr und die müssen auch gegeben sein... den beheizten Pool und die sommerliche Warmwasserbereitung für bis zu 240 duschwillige Gäste hatten wir ja schon...

Jetzt kommen noch runde 20.000 Euro (Dachs) Installation incl. Elektrik plus evtl. zweiter Schornstein plus Platzproblem mit Pufferspeicher und die dauernde Geräuschentwicklung von zwei Waschmaschinen im Schleudergang hinzu...

Da stellt sich dann i.d.T. die Frage, ob man so ein Ding im EFH im Keller haben möchte... aber immerhin wird der Heizungskeller wieder warm... zum Wäschetrocknen...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Boaheheee...



... hat sich auf dem Gebiet der Kleinst- (Nano-) BHKW was getan, das wird dank Brennstoffzelle und Stirlingmotor allmählich richtig spannend... und natürlich gibt es auch modulierende Geräte... Ich bin halt ein paar Jahre raus...

Wen es interessiert:
http://www.bhkw-forum.info

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Ich hab's mir verkniffen, Sebastian hat's nun doch geschrieben. ...

Götz hat zwar Recht mit seinen letztem Kommentar, wenn man die Sache allein auf das Anliegen der Frage runterbricht elektrisch heizen zu wollen! Dennoch, das bestehen eines Warmwasser-Heizkreislaufes läßt ein M-BHKW als eine von vielen Optionen erscheinen.

Allein die Verfügbarkeit dieser M-BHKW ist noch nicht wirklichgegeben. Bedinkt durch das Förderchaos durch den Bremsfuß auf dem Gasbedal der Schwarz-Gelben Umweltpolitik.


Bettina ... Die Länge dieses Beitrags in allen Ehren. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen. Mach erstmal ne Bestandsaufnahme mit einem KOMPETENTEN (hier vorsicht) Energieberater. Die 300€ dafür, was etwa Deinem Beitrag bedeuten wird lohnen sich allemal. Erst damit hast Du die Grundlage um dann vielleicht mit einem guten Heizungsbauer oder besser noch Fachplaner die für Dich nach Glaubensfrage und Geldbeutel ideale Lösung zu finden.

Bei der Suche nach Letzteren beiden kann ich Dir wieder nur ein großes Vorsicht als Rat geben. Nicht der der das günstigste Angebot liefert ist hier der Beste, sondern der der abgestimmt auf Deinen Bedarf und Deinen Wünschen ein für Dein Haus stimmiges Konzept aufstellt.

Bei Heizungsbauer wirst Du da meist das Problem haben daß die das fachlich (planerisch) meist nicht hinbekommen oder auch nicht wollen. Bei den Planern scheint mir meist eher der Praxisbezug zu fehlen und die haben sicher nicht immer die neuesten Entwicklungen auf dem Schirm. Vielleicht müssen es die aber auch gar nicht immer sein.

Gruß aus Berlin,



Die...



... eierlegende Wollmilchsau, die sich selber säugt...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Götz



"selbstverständlich weht der Wind nicht immer und der Nutzungsgrad liegt im Durchschnitt bei 25-30%. Ideal ist das sicher nicht, aber schon beser als vor 10 Jahren.

So ein Rotor amortisiert sich energetisch in 4-6 Monaten, warum sollte man diese Energiequelle denn nicht nutzen?"


Woher hast Du diese Zahlen?
Der Wirkungsgrad der WKA liegt bei ca 10% pro Jahr bei Sofortabnahme und 100% Nennleistung (100% bedeutet, der Wind liefert bei der richtigen Windgeschwindigkeit die Nennleistung, zB 5MW/h Peak). Wenn unsere Bändchenzerschneider wieder einen Windpark in Betrieb nehmen, wird oft Nennleistung (100%) genannt. Der Zusatz... wenn der Wind weht und die Anlage 100% Nennleistung liefert... wird gerne verschwiegen. 25000 Haushalte mit der installierten Leistung versorgen hört sich ja auch viel besser an als... "naja, aber nur wen der Wind weht...

1 Windgenerator kostet landseitig zwischen 2 und 4 Mio Euro, Ofshore das doppelte. Nu rechne mal aus, wann sich solch ein Miefquirl amortisiert.


"Soll ich das so verstehen, dass die Einspeisevergütung für den Überschussstrom den Mehrpreis für eine solche Anlage (Vergleich Gastherme) nur dann trägt, wenn sie über die Lebensdauer pro jahr 5000 Stunden läuft? Das wäre in der Tat prinzipiell weitgehend sinnlos, so ein Jahr hat ja nur 8700 Stunden, d.h. Pause nur in der Nacht? Wer braucht so en Gerät?"


He, Du lernst schnell... dazu kommt, daß die Wartungen noch dazu kommen (oki, die übernehmen ab und zu auch die Hersteller). Ist wie beim Auto... 5000 Stunden sind wohl ca 250.000 km mit dem Auto (hab ich allerdings mal irgendwo gelesen)


@Sebastian


"Wen es interessiert:
http://www.bhkw-forum.info"

Mich hatte es mal vor ein paar Jahren interessiert. Aber nachdem ich nicht nur die von den Herstellern unterwanderte Seite gelesen hab sondern auch kritisch hinterfragt hab, ob alle Zahlen stimmen, gab es viele Ungereimtheiten. Am Ende wurde es Pellets...

Aber ja, es gibt immer Wieder Neuerungen und Weiterentwicklungen, einige davon sehr optimistische und hoffendlich nicht von irgendwelchen Ökospinnern abgewürgt werdend:

Kernfusionsreaktor, der in Lubmin gerade gebaut wird...


Andreas



Ich lasse es...



... wir sind sowas von weg... off-topic heißt das ja auch auf neudeutsch...
macht keinen Spaß mehr und führt die Frage nicht zum Schluss...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





"... eierlegende Wollmilchsau, die sich selber säugt..."

Mag sein Sebastian, daß du dies so aus der Sicht deiner Erfahrung im Umgang mit dem Thema siehst - insbesondere das selber säugen.

Dennoch! Ich hab lang genug nach einem Heizungsbauer gesucht, der mir nicht nur einfach das verkaufen wollte, was V., B. und Co. als Lösung von der Stange für Einfamilienhäuser anbietet einbauen wollte.

Die allermeisten haben Ihre Arbeit der Angebotserstellung darin verstanden mir endlose Listen technischer Apparate zu erstellen anstatt einmal auf die Ihnen von mir gelieferten Heizlastwerte zu schauen. Ich hätte nen 600l anstatt 300l Puffer. eine nicht realisierbare 6m² anstatt 2m² Solarkollektorfläche, eine 20kW Brenner anstelle 10kW. Dreiplattenheizkörper anstelle von Einplatten, etc. pp.

Du verstehst was ich meine!?
Das Geld kann man auch an anderen Stellen aus dem Fenster werfen. Was leided ist die Effizienz!

Gruß aus Berlin,



@ Andreas:



z.B. Stand 2006:
www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/.../2/.../emw-01-07.pdf
(diese Quelle dürfte wohl ausreichend unverdächtig sein)


Stand 2011 (da waren es knapp unter 20%, ein schlechtes Jahr) :
http://windmonitor.iwes.fraunhofer.de/bilder/upload/Windreport_2011_de.pdf
(ohne offshore, da ist es besser, es liegen aber noch keine belastbaren Daten vor)

betr. Abschalten, z.B.:
http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/windkraft-strom-fuer-40000-haushalte-verloren-gegangen/150/3095/99881/


Lubmin ? Ist das nicht ein Forschungsreaktor, der 2020 fertig werden soll um 2025 erstmals ein wenig Energie zu erzeugen?

Dann wird energietechnisch sicher alles gut und bestimmt haben die auch an die Brandschutzanlagen gedacht.



Götz



"http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/windkraft-strom-fuer-40000-haushalte-verloren-gegangen/150/3095/99881/"

Genau dieser Link ist doch DER schriftliche Beweis, daß zum derzeitigem Zeitpumkt niemand in der Lage ist, den Zufallsstrom aus Wind und Sonne zu nutzen.

Statt diesen ökonomischen Wahnsinn zu stoppen, bis preiswerte und verlustarme Speicher vorhanden sind, wird auf Teufel komm heraus weiter gebaut, ohne zu bedenken, daß Zufallsstrom jetzt schon nicht verbraucht werden kann.


"Kritiker fordern deshalb von der Bundesregierung einen raschen Ausbau der Verteilnetze. Bei einer optimalen Auslastung könnten Windräder in Deutschland derzeit eine Gesamtleistung von 27.000 Megawatt generieren und den Strom von rund 20 Atomkraftwerken erzeugen.".... aber nur, wenn der Wind weht.
Sonst muß diese Leistung von Atom, Kohle und Gas erzeugt werden. Und genau diese Leistung muß parallel vorgehalten werden, damit nicht plötzlich das Licht ausgeht...


Nochmals, erst Speicher entwickeln, dann weiter ausbauen...



Andreas





@Andreas,
Ich kann's nur wiederholen: ... "Du scheinst irgendwie auch nur das zu lesen, woran Du glauben möchtest!"


Dein Ansatz - erst Speicher, dann Alternative - führt auf die Frage, was war zuerst da: ... Die Henne, oder das Ei? ...

In diesem Fall ist es so, daß erst über die erfolgten
massiven Investitionen in die Regenerativen der nötige Druck aufgebaut wurde damit sich auch die Großen im Spiel - das sind die Konzerne aber auch die Politik - überhaupt mal bewegen! Nur ein Beispiel: ... Der Konzern RWE ist jetzt mit seinem grünen Riesen der vorRWEggeher und kaschiert damit ganz frivol die rote Laterne die Ihm eigentlich gebührt! ...

Ohne diesen Druck wäre Forschung in Bezug auf Speicher überhaupt nicht möglich, und es würde auch keiner Speicher bauen, ohne die nötigen Kapazitäten!

Faktum ist, daß die Regenerativen nicht daran schuld sin, daß in diesem Land eine falsche Politik damit gemacht wird. Daß rafgierige Konzerne und Investoren die Marschrichtung der Energiewende bestimmen und nicht wie eigentlich Programm die breite Masse der Bevölkerung. Mit dem Bedienen von individualitätsgetriebenen Vorurteilen haben diese in meinen Augen bisher das System ganz gut im Griff. Bei Dir scheints auf jeden Fall zu funktionieren! ... Denn die Regenerativen können viel mehr als man Ihnen hierzulande zugsteht.

Alles weitere zum Thema wird mir hier zu lang, und tut auch nicht's zur Beantwortung der Frage beitragen.

Gruß aus Berlin,





"Genau dieser Link ist doch DER schriftliche Beweis, daß zum derzeitigem Zeitpumkt niemand in der Lage ist, den Zufallsstrom aus Wind und Sonne zu nutzen"

Jeder von und (auch Du) ist in der glücklichen Lage diesen "Zufallssstrom" zu nutzen, nämlich ungefähr 10 % des Bedarfs. bei besserer Infrastruktur könne es noch deutlich mehr werden.

Energie aus sog. regenerativen Quelle ist (derzeit noch) teuer und selbstverständlich auch nicht problemlos, konventionelle Energiequellen sind billiger, wenn auch nicht so billig wie sie sein könnten, da wird trotz Quersubvention immer noch sehr viel Geld verdient.
Wenn man nun so weiter macht wie bisher und die Energiewende in 50 oder 100 Jahren unternimmt, wird man für die konventionellen Energiequelle (übrigens auch für das Uran) so viel mehr bezahlen müssen, das es dann richtig weh tut, eine neue Infrastruktur zuschaffen.

Hat meine Oma schon gsagt: spare in der Zeit, dann hast Du in der Not