Neues Fundament - welche Sperre zum Erdreich ist nötig?

13.07.2009



Hallo ihr Lieben,

wir möchten den Balken, der unsere Treppe trägt, gerne tauschen. Da der alte Balken bisher auf ziemlich bröseligem Magerbeton lag, werden wir ein neues Fundament giesen.
Dafür haben wir bereits einen U- förmigen Graben gezogen und sind gerade dabei, die Verschalung zu bauen.
Nach unten hin werden wir Kies auf die Erde schütten, damit der Beton kein Wasser zieht.
Aber was machen wir mit den Wänden? Auf dem Bild kann man sehen wo die Grenze zwischen altem Fundament und Erdreich verläuft. Sollte man die Seiten vorm Befüllen mit Noppenfolie oder was Ähnlichem "verkleiden", damit sie nicht mit dem Beton in Berührung kommem?
Auch verläuft auf der linken Seite noch ein Teil Backsteinmauer, die man doch bestimmt auch vom Beton fernhalten sollte, oder schadet der Beton den Ziegeln nicht?
Ich hab mal ein Bild gemacht und würd mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen würdet.

Viele Grüße
Nici (die Frau vom Bob) :-)



Abfangung



Ich sehe zwar keinen Sinn in dieser Arbeit,
aber wenn es denn Spass macht...

1. Den Graben bis Oberkante Boden mit Beton ausgießen.
2. Rechts und links ein paar Öffnungen als Verzahnung stemmen (1/2 Stein breit, 1/4 Stein tief).
3. Bitumenpappe auf den Beton auflegen, wo gemauert wird.
4. Mit handelsüblichen Kalksandsteinen oder Ziegeln für Innenwände den Sturz rechts und links untermauern.
5. Nach dem Abbinden des Mörtels mit Hartholzplättchen bzw. Keilen eine kraftschlüssige Verbindung zum Sturz herstellen.

Alternativ kann man auch statt der Ziegel den Sturz rechts und links mit je einem Kantholz unterkeilen.


Viele Grüße



Danke für die Info



Hallo,

na Spaß macht es nicht wirklich...aber Sinn macht es meiner Meinung nach schon, da man auf dem Bild nicht wirklich gut erkennen kann wie der Zustand von Mauer und Balken ist.

Würde eigentlich was dagegensprechen den Beton komplett bis hoch zu giesen, statt zu mauern? Das war der ursprüngliche Plan. Wir hätten bis Unterkante Balkenhöhe gegossen und den neuen dann dort aufgelegt.

Grüße
Nici



Abfangung



Was spricht dagegen?
Das müssen Sie am besten wohl selber herausfinden, beim Bau der Schalung, bei der Frage, wie Sie den Beton mischen und in das Treppenhaus schleppen, wie Sie ihn bis unter den Balken einfüllen und verdichten wollen und letztlich wie Sie den Anschluß zwischen Sturzbalken und Beton herstellen.
Mein Vorschlag zielte auf eine einfach und auch von einem Baulaien zu handhabende Lösung hin.

Dazu meine Gegenfrage: Was spricht gegen meine Variante?
Sie haben die Wahl.

Viele Grüße

p.s. Ist denn der alte Träger defekt?
Hat er sich und damit die Treppe verformt?
Ist das rechte Auflager auch "bröselig"?



Abfangung



Der alte Balken ist auf beiden Seiten leicht abgesackt, da der Magerbeton ziemlich bröselig ist. Rechts etwas mehr als links und die Vorbesitzer haben dies mit Keilen ausgeglichen, die durch Holzwürmer total zerstört sind. Da wir sowieso die gesamten Balken im unteren Stockwerk austauschen, wollen wir dieses kleine Stück Balken auch gleich ersetzen.

Wir haben einen eigenen Betonmischer und in den letzten Wochen schon sehr viele Verschalungen gebaut und mit Beton aufgefüllt. Daher schien uns das eine gute Möglichkeit zu sein. Wir werden auch Armierungsstahl integrieren, um dem ganzen mehr Stabilität zu verleihen.
Wir waren uns nur nicht sicher, ob der Beton, wennn wir ihn so hoch füllen, an den drei Wandseiten irgendwelchen Schaden anrichtet und wir deshalb eine Art Sperre einbringen müssen (Noppenfolie oder Bitumenpappe).

Ich werde aber Ihren Vorschlag mal mit meinem Mann besprechen und mich bei Rückfragen nochmal melden. Wir haben bisher noch nicht soviel gemauert und daher ein wenig Respekt davor.

Viele Grüße und Danke für die Hilfe
Nici



Einfachere Variante



(nach etlicher Erfahrung mit Mauerwerk, wo man den Mörtel mit einem guten Staubsauger entfernen kann):
Diese alten Mauern tragen meistens noch ausreichend. Zudem macht es keinen Spass, an so einem Ort den Beton bis zur Unterkante des Treppenpodestes in die Schalung einzufüllen, ohne das Podest zu entfernen.
Deshalb würde ich es wieder so machen:
- Treppe abfangen, alten Balken entfernen
- bröseliges Mauerwerk bis auf ein einigermassen stabiles Niveau entfernen
- neues Auflager mauern oder betonieren, das oben mit einem flachen Stein oder Ziegelstein abschliesst, auf den der Balken aufliegt. Der Auflagerstein soll etwas in die Mauer hinein versetzt sein, damit die Auflast nicht nur von der Mauerkante übernommen wird.
Holz sollte im Interesse seiner Haltbarkeit nicht allseitig eingemauert werden. Es darf angesichts der feuchten Umgebung aus einem besseren Holz wie Lärche oder Eiche oder Robinie sein. Oder nehmen Sie gleich ein Stück verzinkten Stahlträger - gibts in kurzen Längen manchmal beim Strassenbauamt, wo sie als Leitplankenträger verwendet werden.
Wenn der Trägerbalken kraftschlüssig an die Treppe gedrückt werden soll, damit sich diese nicht senkt:
Auflager etwas tiefer lassen, Balken oder Träger einlegen, mit einem Spriess oder Wagenheber nach oben drücken, und mit Doppelkeilen aus Eiche im Auflager beidseitig festkeilen. Ist der Balken aus neuem Holz, wird er noch schwinden, also Doppelkeile entsprechend bemessen.