Souterrain: Feuchte von außen oder Kondensationsfeuchte

13.08.2017 Tzurby



Hallo,

unser Souterrain (liegt etwa zu 30% unterhalb des Erdreichs) in einem Mehrparteienhaus aus dem Jahre 1901 zeigt Feuchtigkeitsschäden, vor allem im Sockelbereich.

Wir fragen uns: Inwieweit ist dies auf eine ungenügende Feuchtisolierung, inwieweit auf Kondensationsfeuchte zurückzuführen?

Bislang dachte ich: vor allem, vielleicht gar ausschließlich Kondensationsfeuchte.

Nun zeigen sich an herausgedrehten gedübelter Schrauben aus den Wänden unerwartete Korrisionsschäden, und zwar am Ende der Schrauben. Siehe Foto.

Ist da doch Feuchte tief im Inneren der Ziegelsteinwand, welche von außen in die Ziegel dringt kommt?

Die beiden langen Schrauben links waren in etwa 80 cm Höhe eingeschraubt. Innenwand, massiv. Die beiden Schrauben rechts daneben, die deutliche Korrosionsschäden zeigen, etwa 70cm darunter.

Kommt da Feuchtigkeit von unten? (Ich weiß, "aufsteigende Feuchte" gibt es wohl nicht...) Dass unten, dort, wo die Wand kälter ist, mehr Feuchtigkeit kondensiert, ist klar. Aber dringt diese Feuchtigkeit derart tief? Und warum sind die Köpfe der Schrauben frei von Korrosion?

Die anderen (kürzeren) Schrauben waren in den Seitenwänden einer Fensternische (Fenster zugemauert, von außen unsichtbar) montiert. Und sie waren oberhalb der Grasnarbe verschraubt.

Wenn es keine aufsteigende Feuchte gibt, muss es sich ja um Kondensfeuchtigkeit handeln. Warum aber sind die Schrauben am Kopf und im vorderen Bereich ohne Korrosion, hinten aber sehr stark korridiert?

Oder könnte es sich einfach um ein Schraubenphänomen handeln: Der hintere Bereich (vom Kopf aus gesehen) ist stärker belastet (durch das Einschrauben) und dort hat sich die Verzinkung gelöst? Die kondensierende Feuchte kriecht an den Schrauben vorbei in die Mauer. Korrosionen gibt aber nur am abgewetzen Schraubenende. - Könnte das Phänomen so zu erklären sein?

Vielen Dank für alle Hinweise
Ulrich Thielemann



Feuche



Warum soll es keine aufsteigende Feuchte geben ?