Sockelsanierung (Wetterseite)

29.08.2012



Hallo Zusammen,

Nachdem ich den Außenputz der Fassade ausgebessert/saniert habe, möchte ich mich nun an den Sockel wagen.

Details zum Haus:
-Doppelhaushälfte (freistehend), d.h. noch ohne doppeltes Haus ;-)
-Bj. ca. 1930
-Sockel / Fundament gemauert aus gebrannten Ziegeln.
-Keller ca. 1,00 m über Bodenkante. Rest im Erdreich.
-Keller (Lagerraum) hat eine gewisse Grundfeuchtigkeit (leicht muffig), ist aber trocken.

Bei den Vorbereitungen zur Fassadensanierung musste ich mehrere Wurzeln an der Wand entfernen, so dass ich dort Einblick in den Zustand des Fundamentes bekam.
Fugen sandig, oftmals nicht mehr vorhanden.
Nach Durchsicht einiger Beiträge hier im Forum, möchte ich nun das Fundament freilegen, die versandeten Fugen neu Ausfugen und abschließend wieder mit dem Aushub verschütten. Eine Abdichtung soll nicht erfolgen.
Trotz Forum und angelesenem Wissen bin ich aber doch unsicher.
Ist die Durchführung, so wie ich sie beschrieben habe, sinnvoll. Oder ist eine Abdichtung zwingend notwendig? Wenn ja. Womit?

Zu erwähnen ist noch, dass das Haus wohl auf Jahre hinaus freistehen wird und die zu sanierende Seite die Wetterseite ist.

Danke im voraus für Eure Antworten.
Tobile



Nachtrag



Möchte noch erwähnen, dass es sich beim Erdreich um Lehmboden handelt.

Danke



Sockel



Hallo

ich würde wie folgt vorgehen:

aufgraben
Altputz weg
gesamten Putzaufbau mit Vorspritz, Grund- und deckputz mit solubel SP50 vornehmen (evtl mit Staubkalk vorbehandeln)
Kies oder Schotterpackung davor
Keine horizontalen vertikalen, chemischen, zementären und anderen Mittel verwenden.
Wenn im Inneren der Putz langsam abbröselt, den auch entsorgen und neu aufbauen

genaueres kann man erst vor Ort sagen

gutes Gelingen

Florian Kurz
www.slow-house.de



Sockel



Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Das Fundament im Erdreich ist ohne Putzauftrag, der Sockel, ab Bodenkante, mit Putz versehen.

Fundament auch verputzen?

Danke



Sockel



Hallo

als Schutz und verbesserte Entfeuchtungsgewähr würde ich das fast machen.
… oder nur die Fugen …
Genaue Beurteilung immer nur wenn man möglichst genau etwas weiss und alle Umstände kennt!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Sockel



iO. Danke und einen schönen Tag noch.



Sockel



1. Ein Fundament sollte man nicht ohne Not anfassen. Freilegen heißt die Tragfähigkeit mindern! trockenlegen von Fundamenten ist ohnehin Quatsch.

2. Der Sockelbereich reicht etwa 0,3-0,4 m oberhalb und unterhalb der Geländeoberfläche. Da sollte ein mehrlagiger mineralischer Putz als System aufgetragen werden.

3. Das von F.K. genannte Putzsystem erfüllt diese Kriterien. Es gibt aber auch andere, billigere Sockelputze.

Viele Grüße



Sockel



Hallo Herr Böttcher,

Für mich heißt das dann die Erde auf einer Tiefe von ca. 40 cm abzutragen, neu verfugen und Verputzen und gut ist?
Wie sieht es dann mit der von Herrn Kurz vorgeschlagenen Kies-/Schotterschicht aus? Noch notwendig?

Das von Herrn Kurz vorgeschlagene Putzsystem würde ich favorisieren, aber der Solubel ist hier im Rheinland schwer aufzutreiben. Für mich hieße das 100 km Fahrtweg zum nächsten Händler. Deswegen würde ich mich für normalen Sockelputz aus dem Baumarkt entscheiden wollen. In Ordnung?

Noch eine letzte Verständnisfrage zum Freilegen des Fundamentes.
Für mich ist es natürlich eine imense Arbeitserleichterung die Erde nur auf eine Tiefe von 40 cm auszuheben. Mir ist auch bekannt, dass ein komplettes Freilegen die Statik beeinflusst. Aber trifft das auch beim sequentiellen Freilegen zu?

Danke für ihre Antworten



Sockel



Schauen Sie mal auf meine Homepage unter Infos, da steht was zu Kellern.

Viele Grüße