Vorspringender Sockel

01.05.2012



Hallo,

nach einer ausgedehnten Winterpause wollen wir uns nun an die abschließenden Arbeiten rund um unsere Fassade wagen. Außenwände sind kein Fachwerk sondern ein zweischaliges Ziegelmauerwerk dessen Hohlschicht mit Schlacke und Bauschutt verfüllt ist. Im letzten Jahr haben wir bereits den alten, brüchigen Fassadenputz entfernt und nach einer längeren "Ablüftzeit" einen neuen Unterputz (PII) aufgebracht. Das Ganze soll nun einen Kalk Oberputz bekommen und später mit einer Reinsilikat oder Silikatdispersion geweißt werden.

Der Grund warum ich hier schreibe ist, daß ich noch etwas unsicher bin, was die Ausführung eines wichtigen Details angeht ... Das Haus weist einen etwa 3-4cm vorspringenden Sockel auf, der vor Beginn der Sanierung deutliche Schäden wegen eingedrungener Feuchte zeigte (siehe Foto). Der alte Sockelputz war wohl aus Kalk oder Klakzementputz. Alter denke ca. 30-40 Jahre - immerhin.

In der Nachbarschaft wurde das "Problem" mit einer Blechabdeckung angegangen, was eigentlich naheliegend ist, mir aber - und wohl ebenso dem DA - nicht unebdingt gefällt. Bliebe also die Frage, wie sähe die beste Kompromisslösung aus zwischen Haltbarkeit und Estetik?

Ich hänge gleich mal noch eine Skizze bei, wie ich mir das Ganze so vorstelle ...

Viele Grüße,
Friedrich





... so jetzt noch die versprochene Skizze:

Der Unterputz endet etwas oberhalb des Sockelvorsprungs von hier bis etwas unterhalb OK Boden soll ein Zementspritzbewurf und evl. noch ein Gang (10mm) Zementputz oben auf. dieser geht oberhalb des Sockels in den Unterputz für die Fasade über.

Als Decklage dann noch ein Kalkzementputz. Das Ganze mit 60° Anschrägung im Beriech des Sockelvorsprungs. Für einen besseren Spritzwasserschutz werden wir noch einen Kiesstreifen rundum anlegen. ... Meint Ihr das kann so funktionieren, oder zieh ich mir die Feuchtigkeit über den PII bis oben in den Kalkputz? ...

Ach ja! Die Sockelwand unterhalb OK Boden war irgendwann einmal mit einem Teer oder Bitumenanstrich versehen, ist aber schon ziemlich verwittert. Würdet Ihr den erneuern? bzw. meint Ihr Zementschlämme drauf reicht um hier sauber drauf putzen zu können?


Dannke schon mal + Gruß,
Friedrich



Sockel



Hallo Friedrich,

Ein Blech wäre die technisch bessere Lösung:
Zinkblech , vorne gerollt , Wandanschluß eingeputzt mit 2 cm Schattenfuge.

Wenn Sie kein Blech wollen ,dann trennen sie doch den Fassadenputz vom Sockelputz durch die Schattenfuge.
Dann ist der Sockel halt nass.
viele Grüße





Vielen Dank erstmal Herr Göbel!

Also Schattenfuge! Mmh ... Die wäre dann sicher etwas oberhalb der Abschrägung zu platzieren. Reichen da 3-5cm oder müßten das mehr sein?

Habe heute vom DA die Aussage bekommen, daß Blech nicht sein soll! Wie genau es aber letztendlich aussehen soll haben Sie - bis auf den Farbton und eben kein Blech - dann aber irgendwie auch nicht gesagt. ... Vielleicht ist das aber auch erstmal gut so, da dies die Möglichkeiten nicht all zu sehr einschränkt??!

In Punkto ... "Dann ist der Sockel halt nass" ... noch eine Anmerkung. Im Prinzip würde mir das kein Kopfzerbrechen bereiten, wenn's ein einfacher Sockel wäre und darüber noch eine Abdichtung läge.
In diesem Fall (siehe Skizze) läge aber die Abdichtung unterhalb des Vorsprungs und letzterer etwa auf Höhe des Fußbodens im Erdgeschoss. Meine Sorge geht da etwas in Richtung der Balkenköpfe, da ich bisher keine richtige Vorstellung davon habe in wie weit ein falsches Herangehen in diesem Bereich auch den Feuchtehaushalt im Mauerwerk negativ beeinflussen würde. ... Mache ich mir da zu viele Gedanken?

Danke + Grüße,
Friedrich