Rückbau illusorisch?

16.12.2004



Hallo,

Zunächst ein Link zu einem Bild (alt_neu):

http://www.bateleureagle.com/alt_neu.jpg

Wie man sieht ist mein Haus (Baujahr 1840) im Laufe der Jahre ziemlich vermurkst worden (der Bauherr der ca. 1985 die Sanierung beauftragt hat wird mit Sicherheit im Fegefeuer enden) Nun beschäftige ich mich mit dem Gedanken es langfristig zurückzubauen, wobei ich den
Studioaufbau bzw. den dadurch gewonnenen Wohnraum gerne behalten würde (also Kompromiss bei der Dachkonstruktion).

Wie man sieht sind Dach, Fenster, Sandsteingewänder, Sandstein an der Fassade unmittelbar betroffen.

Was mich zunächst mal interessieren würde ist die Größenordnung der zu erwartenden Kosten eines solchen Umbaus
(das Haus hat ca. 3x 80= 240qm Wohnfläche ).
Ich suche also keinen Kostenvoranschlag sondern nur eine Hausnummer.

MfG

Andreas





Hallo Andreas, das tut wirklich weh, wie sich dieses, Dein Haus in den 1980er Jahren verändert hat.....
Wenn Sie die Kraft und das nötige Kleingeld haben, dem Haus die frühere Geschichte zurückzugeben, wäre das eine gute Tat. Vieles müßte wieder vollständig rekonstruiert werden, weil ich nicht annehme, daß z.B. die alten Putze noch darunter sind. Ich empfehle zunächst, einen guten, geeigneten Denkmalpflege-Architekten zu Rate zu ziehen. Was dieser kostet, spart man sicher nachher beim Umbau.
Auch hier wieder die Frage: In welcher Region sind Sie zu Hause bzw. wo steht das Haus ?
Gutes Gelingen wünscht Dietmar





Hallo Andreas
Ich bin leider kein Fachmann, leider ist es so das manche Bauten oder Fassaden nicht mehr herzstellen sind, oder nur mit sehr großem Aufwand.
Ein Kompromiss könnte meises Erachtens so aussehen das man wieder Fenster einbaut die eine Unterteilung haben (kann auch ruhig etwas modernes sein), und die deshalb besser ins Stadtbild passen, Verbunden mit einem neuen Anstrich und evtl etwas Umgestaltung (zb Fensterläden) könnte das Haus wieder ein Schmuckstück werden, zwar ein Modernes aber ein Schmuckstück.
Ach so falls sich im direkten Umfeld sehr schöne Altbauten befinden würde ich die Gestaltung so machen das sich das Haus einfügt, vom aussehen her aber unterordnet, da gibt es in einigen Städten gute Beispiele und Stadtbilder haben sich immer geändert.
Falls das Gebäude in einem Flächendenkmal steht wäre noch das Denkmalamt zu befragen.
Vielleicht geht auch ein Komplettrückbau, die Kosten wären mir aber vermutlich zu hoch aber wie gesagt,Ich bin kein Fachmann.
Gruß
Hartmut





Hallo,

Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

@Dietmar: Das Haus steht in Rheinhessen Nähe Bingen.

@Hartmut: Du hast recht sicherlich muss hier ein Kompromiss
gefunden werden. Einseits würde ich den zusätzlichen Wohnraum des ausgebauten Dachgeschosses nicht mehr hergeben wollen. Auf der anderen Seite würde dieser Studioaufbau überhaupt nicht zu der Architektur passen.
Man könnte sicherlich auf die Sandsteinverkleidung des EG's verzichten.
Übrigens die Bausubstanz ist recht gut (Bruchstein ca. 55-60cm)

MfG

Andreas



Es gibt eine Infoschrift



"Bauen und Bewahren auf dem Lande" von Dieter Wieland. Hier findet man ähnliche Horrorfotos.
Darf ich dein Foto als Anschauungsmaterial Kategorie schlechtes Beispiel verwenden?

Es läßt sich sicherlich vieles zurückbauen, das große Problem ist, dass man nicht weiß wie es zwischenzeitlich unter der neuen Fassade aussieht. Von daher wird auch jeder Planer so seine Probleme mit einer Kostenschätzung haben. Die Gedanken von Hartmut finde ich daher gar nicht so schlecht.
Man darf bei den Planungen auch nicht übersehen, dass für die Gestaltung des alten Gebäudes das Walmdach mit dem darunterliegenden schmalen Fensterband schon ziemlich ausschlaggeben ist. Will man jetzt das Satteldach erhalten, gibt es sicherlich sehr viele wesendlich schönere Möglichkeiten als auf dem Foto zu sehen. Aber das Alte wird es sowieso nicht mehr sein.





Hallo,

>"Bauen und Bewahren auf dem Lande" von Dieter Wieland. >Hier findet man ähnliche Horrorfotos.
>Darf ich dein Foto als Anschauungsmaterial Kategorie >schlechtes Beispiel verwenden?

Lieber nicht :) Der Vorbesitzer könnte sich diskreditiert fühlen. Ich gebe gerne Auskunft über Mail warum das unangenehm werden könnte.

>Es läßt sich sicherlich vieles zurückbauen, das große >Problem ist, dass man nicht weiß wie es zwischenzeitlich >unter der neuen Fassade aussieht. Von daher wird auch >jeder Planer so seine Probleme mit einer Kostenschätzung >haben. Die Gedanken von Hartmut finde ich daher gar nicht >so schlecht.
>Man darf bei den Planungen auch nicht übersehen, dass für >die Gestaltung des alten Gebäudes das Walmdach mit dem >darunterliegenden schmalen Fensterband schon ziemlich >ausschlaggeben ist. Will man jetzt das Satteldach >erhalten, gibt es sicherlich sehr viele wesendlich >schönere Möglichkeiten als auf dem Foto zu sehen. Aber >das Alte wird es sowieso nicht mehr sein.

Das Satteldach muss nicht erhalten bleiben. Vielleicht ließe sich eine Walmdachkonstruktion finden.

MfG

Andreas