Keine Schwarzarbeit/Außenantrich erneuern, aber wie?

02.08.2011



1.) Das Meiste bzgl. Herichten eines Bauernhauses mache ich selbst. Allerdings wären manchmal fachkundige Helfer von Vorteil, um die Renovierung schneller voran zu bringen. Leute, die einem helfen würden, gibt es sicher genug, doch wie funktioniert das ohne Schwarzarbeit?
Ich habe versucht, das über die zuständigen Behörden heraus zu bringen, niemand hat mir aber meine Fragen beantwortet, was ich machen muß, damit ein Helfer nicht schwarzarbeitet. Eine der Antworten war, dass die Bautätigkeiten ausschließlich von Firmen durchgeführt würden, dass Problem mit Helfern, die auf privater Basis beschäftigt würden kenne man nicht. Firmen zu bezahlen ist mir aber absolut zu teuer.
Ich gehe davon aus, dass diese Helfertätigkeiten durch die Bank in Schwarzarbeit ausgeführt werden, da ich aber sehr nette Nachbarn habe, möchte ich mich keinesfalls angreifbar machen. Wer hat hierzu fundierte Kenntnisse und kann mir Antworten geben?

2.) Der Außenanstrich des Bauernhauses blättert an einigen Stellen im Sockelbereich ab (kunstoffhaltige Farbe), haftet aber sonst außerordentlich stark, so dass an eine Entfernung der alten Farbe überhaupt nicht zu denken ist.
Ich möchte eine diffusionsoffene Farbe auftragen, frage mich allerdings, ob es nicht Probleme mit der Haftung auf der Kunststoffhaltigen gibt.

Wie geht man allgemein beim Erneuern des Außenantrichs vor? Zuvor die gesamte Wand mit dem Hochdruckreiniger abstrahlen?
Was muß man beachten, damit es keine Streifen gibt? Ein Gerüst kommt nicht in Frage, die Wand ist nicht so hoch, alles kann auch mit der Leiter erreicht werden.

Muß vor dem Neuanstrich grundiert werden (im oberen Bereich des Hauses wurde im Übrigen mit einer nicht kunststoffhaltigen Farbe gestrichen)? Welche Fehler werden häufig beim Außenanstrich gemacht, was muß also beachtet werden?

Für die Antworten bedanke ich mich im Voraus!



Lass doch



einfach einen Malermeister aus dem Ort kommen der Dich berät.
Zum Dank kaufst Du bei Ihm dann das Material.
Ich denke da bekommst Du ordentliches Material hoffe ich mal.

Zu dem anderen Thema, bekommst Du sehr gute Info´s beim
ZOLL Abteilung Schwarzarbeit und bei der örtlichen HWK.



Keine Schwarzarbeit



Es ist möglich, Leute ganz offiziel zu beschäftigen, ohne dass man gleich Unternhemer ist im Sinne der Handwerkskammer oder des Gewerbeamtes.

1. Das Einfachste ist, jemanden im Privathaushalt als Minijob (bis 400,-) zu beschäftigen. Das läuft unter dem Stichwort Haushaltcheckverfahren. Da dürfen aber nur typische Haushaltstätigkeiten gemacht werder, (Putzen, Kochen, Kinder hüten) Handwerksleistungen fallen nicht unter das Haushalsscheckverfahren.

2. Normaler Minijob (bis 400,-) Hier ist das Anmelden etwas komplizierter. Das kann man selber machen, oder man fragt einen Steuerberater. Das sollte nicht zu teuer sein.
Auch das geht, ohne dass Du Unternehmer wirst usw. solange Dein Beschäftigter nur für Dich arbetet und nicht für andere. Das ist hier wichtig. Anmelden des Angestellten vor dem ersten Hammerschlag!

3. Reguläre Beschäftigung (>400,-) auch möglich, aber nochmals komplizierter (SV-Meldungen, reguläre Lohnsteuer usw.) Nur über Steuerberater zu empfehlen.

4. Du kennst einen Unternehmer sehr gut? dieser stellt jemanden "für Dich" an, und berechnet Dir die Kosten 1:1. Problem dabei: die MWSt kommt hinzu.

Bei 1.-2.: Rechne mit 30% Lohnnebenkosten (also z.B. 400,- für den AN, 120,- für den Staat.) dazu kommen Kosten für Lohnrechnung (Steuerberater) und Berufsgenossenschaft.

Sei Dir dabei im Klaren, dass Du Chef bist, d.h. Dein Angestellter hat alle Rechte eines Arbeitnehmer (Urlaub, Krnakmeldung mit Lohnfrtzahlung, Kündigungsschutz usw...) Du mußt die Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft sicherstellen. Du mußt für Arbeistschutz usw. sorgen.

Schreib Dir auf, was Dein Arbeinehmer so gemacht hat, Damit hinterher niemand auf die Idee kommt, Du hättest Arbeiten für andere gemacht und dafür Geld bekommen (Steuerhinterziehung...).


Zu guter letzt: Dies ist keine Rechtsberatung!!!! Frag da jemanden, der sich damit auskennt!

Viel Erfog damit





Ich würde einfach mal in den regionalen Zeitungen/Blättchen nachschauen. Bei uns findet man eigentlich jede Woche Anzeigen, dass arbeitslose Maler/Maurer eine Beschäftigung auf 400€-Basis suchen um zumindest zeitweilig aus der Arbeitslosigkeit rauszukommen. Günstiger kann man eigentlich keine Hilfe ohen Schwarzarbeit bekommen. Die Anmeldung als 400€-Kraft geht heute auch schon ganz einfach und schnell über das Internet. Viel Erfolg!



Keine Schwarzarbeit



Kleine Ergänzung:

Such mal nach Minijob-Zentrale und Knappschaft, da steht einiges.



Helfen ?



Helfen ist eine unentgeldliche Tätigkeit, auch nicht auf 400€-Basis. Zumindest im Bauwesen ist außerdem die Berufsgenossenschaft zu informieren, selbst für nahe Verwandt sind je Stunde kleine beiträge zu zahlen. Schiefgehen kann immer etwas.
Eine gute Basis ist - "Du hlfts mir, ich helfe Dir", wo kein Geldffluß ist, ist auch kein Finanzamt beteiligt. So gibt es sogar kleine Siedlungen, die in nachbarschaftlicher Hilfe entstehen.
Auch einige unsere Politiker arbeiten auf dieser Basis ..... und haben so trotz ihres Alters nach der Wahlperiode einen sicheren Job in der Wirtschaft (:-()





Nachdem ich aus Deiner Fragetellung erkennen kann, daß Du von der Materie "Fassadenbeschichtung" wohl keine Ahnung und davon reichlich hast, solltest Du Dir einen Profi holen, sonst ist vielleicht schade ums Material .
Unter Profi verstehe ich nicht einen unbedarften Malergesellen, der zwar täglich solche Arbeiten physisch durchführt, das Planen und Denken, was hier ja wohl sehr wichtig ist, ein Vorgesetzte mit entsprechender Fachkenntnis erledigt .



...



Hallo Huber,

Schwarzarbeit vermeidest Du in dem Du dein Bauvorhaben bei der BG-Bau anmeldest. Unabhängig davon ob Du am Ende was für die geleistete Arbeit zahlst oder nicht. Hierzu bist Du nach Gesetz verpflichtet. Alles wissenswertes hierzu findest Du unter:

http://www.bgbau.de/d/pages/mitglieder/bauherr/index.html


Für reine Helfertätigkeiten die insgesamt über 30h (oder waren es doch 40h) im Monat hinaus gehen sind beitragsfrei. Darüber zahlst Du ab der ersten Stunde einen entsprechenden Obulus. Als Gegenleistung sollen Deine Helfer dafür bei der BG-Bau Unfallversichert sein, was aber nicht automatisch heißt, daß die dann auch ohne Probleme zu machen zahlen (siehe verschiedene Pressebeiträge aus der Vergangenheit) würden. Ich persöhnlich halt's für Geldschneiderei, weil man von denen nicht mal eine Einsicht in die Versicherungsbedingungen bekommt!

Wenn Du Firmen für die Arbeiten engagierst bist Du theoretisch ebenfalls vepflichtet die Arbeiten bei der BG-Bau anzumelden. Die Prüfen deine Angaben dann mit den der beschäftigten Firmen. Beiträge zahlst du dann praktisch mit der Rechnung für die Firma, nicht mehr direkt an die BG-Bau.

Gruß aus Berlin,



Moin Huber,



ein paar Fotos sagen mehr als 1000 Worte.........haste welche?

Kunststofffarbe geht am besten mit Putz runter....;-)

Frage: Hast du viele, die dir nur ab und zu helfen, oder "Dauerhelfer"?


Gruss, Boris