Feuchtigkeit / Hausschwamm?

13.12.2003



Hallo Forum,

wir haben im Bad nach einem Wasserschaden Feuchtigkeit im Boden (Beton mit Bodenbelag Kacheln drauf). Die Firma meinte, es muss nach Reparatur des Schadens mit dem Boden nichts weiter passieren, da die Feuchtigkeitsquelle beseitigt ist und der Boden langsam von allein trocknen wird.

Wir haben nun etwas von Hausschwamm und anderen bauzerstörenden Pilzen gelesen und sind unsicher: besteht eine Gefahr aufgrund der Feuchtigkeit? Es handelt sich um eine Betondecke, keine Holzdecke. Kann der Hausschwamm auch dort auskeinem oder durchwächst er Mauerwerk erst dann, wenn ein Erstbefall am Holz erfolgt ist?

Danke vorab!



Wasserschaden



Sie können ruhig schlafen: Ohne Erstinfektion kein Hausschwamm.



ohne Holz kein Schwamm



Guten Tag, der Echte Hausschwamm braucht schon ein wenig Holz oder auch Papier oder Kartoffel oder Kohle um sich zu ernähren. Wenn im feucht gewordenem Bereich nichts dergleichen eingebaut ist, können die, übrigens überall vorhandenen, Hausschwammsporen auch kein Schaden verursachen. siehes den mit dem Aufbau bezüglich Trittschalldämmung aus? Ist ein schwimender Estrich auf Mineralwolle verlegt? Dann ist die Mineralwolle wahrscheinlich ein Sanierungfall, ohne dass eine schwammsanierung erforderlich wäre. mfG. Ulrich Arnold





Ob Mineralwolle verlegt wurde, weiß ich leider nicht. Das Bad haben unsere Vorgänger vor 2 Jahren eingebaut und wir können sie leider nicht fragen.
Da das Bad aber im Erdgeschoß liegtm ist doch davon auszugehen, dass keine Trittschalldämmung eingebracht wurde, oder?
Man müsste die Kaceln herunterhauen, um es sicher zu wissen, was wir natürlich gern vermeiden würden....-halten Sie das denn für erforderlich?

Ichhabe noch eine andere Frage zum Thema Schwamm:
In unerem Keller war das Abwasserrohr mit einer (luftdichten) Holzbank verkleidet. Auf der Bank wuchs weisses Myrzel (nicht viel, ca, 20x3 cm). Ein Sachverständiger für Holzschutz hat sich das angesehen und nach Öffnung der Bank den "weissen porenschwamm" diagnostiziert. Die Unterseite war flächendeckend mit weißem/zitronengelben Zeugs bewachsen. Das Holz war nicht zerstört oder faul.
Er gab uns die Info, dass wir die Bank entfernen sollen und zusätzlich die Holzverkleidung an der Wand darüber sowie die "Holzteilchen", die in dem Schacht lagen. Danach sollten wir den Schacht säubern und so beu verkleiden, dass Luft zirkulieren kann, also mit Metallgitter oder so.

Wir sind nun unsicher....
Alles Holz haben wir herausgerissen, sah bis auf die Bank alles okay aus, nicht brüchig, weiteres Mayrzel war auchnicht erkennbar, Fruchtkörper auch nicht.
In dem Schacht lagen allerdings einige Holzteilchen, die richtig nass und zerfallen waren.
Der Schacht ist nun offen und wir Lüften gut- aber den bekommen wir doch niemals so sauber, dass wir garantieren können, dass da nicht doch kleinste Holzteile drin sind? Ist halt "offener" Boden jetzt da drin.
Was tun? Beton drübergießen? Oder so lassen und so verkleiden, dass der Boden "atmen" kann und Feuchtigkeit an die Raumluft abgibt? Wir machenuns echt viele Sorgen jetzt, ob das alles so richtig ist, und ob wirklich nur der weiße Porenschwamm da gewütet hat.....



der Echte Hausschwamm?



Ob der Echte Hausschwamm im Schacht hochklettert, was übrigens richtig teuer wäre, kann man leicht feststellen, wenn man die zerfallenen Holzstücke anschaut! Sind sie rötlich braun gefärbt und zerbrechen in kleine Stückchen, dann ist es der Echte Hausschwamm. Sind sie jedoch hell und faserig, dann kann es der weiße Porenschwamm oder ein anderer Schwamm sein!





@Windmüller: wir bekamen die Auskunft, dass auch der weiße Porebschwamm ein braunfäuleerreger ist, genau wie der Hausschwamm- ist das nicht richtig?



Braunfäule



Guten Tag, Herr Windmüller irrt sich, der Weiße Porenschwamm verursacht eine Braunfäule. Das Fäulebild kann also nicht als Unterscheidungsmerkmal dienen. Der Echte Hausschwamm macht oft größere Bruchwürfel als die anderen Braunfäulen, dies ist aber nur eine Regel als Hinweis, kein sicheres Unterscheidungsmerkmal. Da von gelber Farbe gesprochen wurde, bin ich etwas alarmiert, der Echte Hausschwamm kann "Hemmflecken" aufweisen, die zitronengelb oder weinrot sind. Weißer Porenschwamm kann manchmal aber auch ein bischen dunkeler sein (besonders Fruchtkörper, Myzel weniger). Auf jeden Fall sollte weiter beobachtet werden, Zugluft hemmt den Hausschwamm deshalb ist der Gitterverschlag bestimmt richtig. Ferndiagnosen sind schwer, wenn nicht eine ganz akute Angst vorliegt, kann man ja noch ein wenig beobachten, Ein Sachverständiger, der Porenschwamm diagnostiziert hat ja auch Erfahrung und wird sich vermutlich nicht irren. (Irren ist jedoch immer menschlich). Ohne Freilegunsfenster wird sich nicht endgültig klären lassen, ob ein schwimmender Estrich eingebracht wurde oder nicht. mfG. Ulrich Arnold